Blockchain Infrastructure

Polygon strebt mit Giugliano-Upgrade schnellere Finalität an, bei verbesserter Netzwerkleistung

Von germanlbn

Giugliano-Upgrade verkürzt Finalisierungszeit und verbessert Gebühren, doch POL-Preis spiegelt weiterhin schwache Marktstimmung wider.

Polygon bereitet ein weiteres großes Netzwerk-Upgrade vor, um zu schnellerer und zuverlässigerer Transaktionsverarbeitung zu gelangen. Der für den 8. April geplante Giugliano-Hardfork markiert den neuesten Schritt in seiner langfristigen Skalierungs-Roadmap. Die Entwickler zielen darauf ab, die Finalisierungszeiten zu verkürzen und gleichzeitig die Gebührentransparenz sowie die Infrastrukturunterstützung zu verbessern. Marktteilnehmer beobachten nun, ob diese technischen Fortschritte in eine nachhaltige Netzwerkaktivität umgesetzt werden.

Giugliano-Upgrade soll Transaktionsgeschwindigkeit und Gebührensichtbarkeit auf Polygon verbessern

Giugliano soll um Block 85.268.500, etwa um 14:00 Uhr UTC, aktiviert werden. Laut der Polygon Foundation führt das Upgrade frühere Blockankündigungen ein, was Validatoren ermöglicht, Transaktionen schneller zu bestätigen. Gebührenparameter werden nun direkt in die Blockheader eingebettet, was für klarere Kostentransparenz sorgt. Neue RPC-Unterstützung für Gebührendaten ist ebenfalls enthalten, um die Entwicklertools zu verbessern.

Tests auf dem Amoy-Testnetz zeigten bereits messbare Verbesserungen. Die Finalisierungszeiten sanken um etwa 2 Sekunden – ein bedeutender Gewinn für Anwendungen, die eine schnellere Abwicklung erfordern. Node-Betreiber müssen vor der Aktivierung auf Bor v2.7.0 oder Erigon v3.5.0 upgraden, um mit dem Netzwerk synchron zu bleiben.

Giugliano fügt sich auch in Polygons breitere „Gigagas“-Roadmap ein, die auf einen Durchsatz abzielt, der globale Zahlungen und tokenisierte reale Vermögenswerte unterstützen kann. Jüngste Upgrades haben schrittweise auf dieses Ziel hingearbeitet.

  • Frühere Blockankündigungen reduzieren die Bestätigungslatenz im gesamten Netzwerk.
  • In Blockheadern eingebettete Gebührendaten verbessern die Preistransparenz für Nutzer.
  • RPC-Upgrades erweitern den Zugang von Entwicklern zu Echtzeit-Gebühreneinblicken.
  • Infrastrukturänderungen stehen im Einklang mit langfristigen Skalierungszielen für den Durchsatz.

Netzwerkleistung stärkt sich, während POL-Preis zurückbleibt

Der Fokus auf die Leistung folgte auf eine Phase der Instabilität im Jahr 2025. Ein Finalitäts-Bug im September verursachte Transaktionsverzögerungen, während ein mit Validatoren zusammenhängendes Problem im Juli zu einer vorübergehenden Netzwerkstörung führte. Und wie erwartet lösten diese Vorfälle eine Reihe von Upgrades aus, um die Zuverlässigkeit zu stärken.

Nachfolgende Releases haben die Leistung stetig verbessert. Das Madhugiri-Upgrade im Dezember steigerte den Durchsatz auf etwa 1.400 Transaktionen pro Sekunde. Lisovo, das im März 2026 eingesetzt wurde, führte Änderungen an der Smart-Contract-Ausführung ein und reduzierte die Kosten für KI-gesteuerte Transaktionen. Zuvor hatte das Bhilai-Upgrade Mitte 2025 die Finalisierungszeiten von über 1 Minute auf etwa 5 Sekunden reduziert.

Der aktuelle Netzwerkdurchsatz liegt bei etwa 2.600 TPS, wobei interne Testumgebungen 5.000 TPS überschreiten. Der Erfolg von Giugliano wird davon abhängen, ob die schnellere Finalisierung in den kommenden Wochen zu einem höheren Transaktionsvolumen und einer stärkeren Entwicklerakzeptanz führt.

Trotz des technischen Fortschritts bleibt die Marktstimmung rund um Polygons POL-Token schwach. Das Asset notiert bei etwa 0,091 US-Dollar, ein Rückgang von etwa 2 % im Tagesverlauf. Die Kursbewegung liegt unter dem 200-Tage-Durchschnitt, mit nur 12 positiven Handelssitzungen im letzten Monat. Auch breitere Stimmungsindikatoren deuten auf Vorsicht hin, wobei der Fear & Greed Index tief im Bereich der extremen Angst verharrt.

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