Coinbases David Duong warnt: Bitcoins Erholung steht vor Hürden, da die Fed-Politik und die Ölpreise trotz des US-Iran-Waffenstillstands die Hauptrisiken bleiben.
Der US-Iran-Waffenstillstand gab den Märkten einen kurzen Moment zum Durchatmen.
Die Ölpreise fielen von fast 117 US-Dollar in die niedrigen 90er. Bitcoin überschritt 72.000 US-Dollar. Aktien und Risikoanlagen erholten sich breit.
Aber laut David Duong, Leiter der institutionellen Forschung bei Coinbase, könnte die Erleichterung nur von kurzer Dauer sein.
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Waffenstillstand bringt Erleichterung, doch Bitcoins Risiken sind nicht verschwunden
Duong beschrieb den Waffenstillstand als „eine wirklich konstruktive Entwicklung“, die das unmittelbare Tail-Risk eines Energieschocks verringert. Er merkte jedoch an, dass die Kernstreitigkeiten zwischen den Parteien ungelöst bleiben.
Reedereien wollen weiterhin stärkere Sicherheitszusagen, bevor sie den Betrieb in der Straße von Hormus vollständig wiederaufnehmen. Die physischen Ölmärkte bleiben angespannt, und die Auswirkungen auf die Lieferketten könnten anhalten, selbst wenn die Diplomatie standhält.
Duongs Einschätzung ist, dass die Märkte ein Entlastungsventil erhalten haben, keinen vollständigen Neustart. Dieser Unterschied ist für Krypto-Investoren wichtig. Bitcoins Verlauf bleibt daran gebunden, wie sich das Öl in den kommenden Wochen verhält.
Eine Waffenstillstandsschlagzeile allein löst die schwierige Lage der Fed nicht.
The Fed’s double bind. On Tuesday night, the U.S. and Iran agreed to a two-week ceasefire, with any reopening of the Strait of Hormuz still conditional on a workable ceasefire framework and peace talks expected to begin on Friday. Markets responded immediately: oil plunged from… pic.twitter.com/Nkn7z2Wh6q
— David Duong🛡️ (@DavidDuong) April 10, 2026
Starke Arbeitsmarktdaten halten die Fed in der Zwickmühle
Die außerlandwirtschaftlichen Beschäftigungszahlen für März lagen bei 178.000, fast das Dreifache der von Ökonomen erwarteten 65.000.
Oberflächlich betrachtet sieht das nach einem robusten Arbeitsmarkt aus. Duong wies jedoch darauf hin, dass die internen Daten eine andere Geschichte erzählen.
Die Erwerbsbeteiligung blieb mit 61,9 % niedrig.
Das Lohnwachstum verlangsamte sich auf 3,5 % im Jahresvergleich. Nachträgliche Korrekturen der Beschäftigungszahlen haben konsequent gezeigt, dass die Schlagzeilen vor Anpassungen stärker aussehen.
Während der Waffenstillstand also das extreme Ölrisiko verringert hat, befindet sich die Fed immer noch in einem unbequemen Territorium. Das Wachstum ist schwächer, als die Schlagzeile vermuten lässt, aber nicht schwach genug, um Zinssenkungen zu rechtfertigen, insbesondere da die kriegsbedingten Inflationsrisiken nur teilweise verschwunden sind.
Duong argumentierte, dass die nächste Bewegung des Öls die kritische Brücke zwischen Waffenstillstandsschlagzeilen und Fed-Politik ist. Wie sich Öl bei wichtigen Preisniveaus verhält, wird signalisieren, wie die Märkte die Dauer des Konflikts einschätzen.
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Ölpreisniveaus sind das Schlüsselsignal für die Kryptomärkte
Duong teilte einen einfachen Rahmen, um die Marktstimmung über das Öl abzulesen.
Ende März scheiterte Öl wiederholt daran, über 100 US-Dollar zu steigen, was darauf hindeutete, dass Verkäufer dieses Niveau als zu teuer ansahen.
Sobald Käufer diesen Widerstand absorbiert hatten und Öl über 100 US-Dollar hielt, warnte Duong, dass ein erneuter Test von 119 US-Dollar eine reale Möglichkeit wurde. Der Waffenstillstand unterbrach diesen Prozess, wobei Futures bei 117 US-Dollar scharf zurückgewiesen wurden.
Dennoch ruht Rohöl in den 90er Dollar auf Unterstützung, nicht auf Vorkriegsniveaus.
Duong skizzierte zwei Szenarien, die für Risikoanlagen am wichtigsten sind. Wenn Öl fällt und unter 84 US-Dollar bleibt, sollte der Inflationsimpuls weiter schwinden und die Chancen auf eine schnellere Lösung steigen.
Wenn Öl wieder über 100 US-Dollar steigt und dort bleibt, werden die Märkte wahrscheinlich einen langwierigen Konflikt einpreisen, was auf Bitcoin und breitere Risikoanlagen drücken würde.




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