EZB unterstützt EU-Plan zur Zentralisierung der Kryptoaufsicht unter ESMA, um Zersplitterung zu verringern und Marktintegration zu stärken.
Die Europäische Union bewegt sich in Richtung einer stärkeren und einheitlicheren Kryptoregulierung. Ein bedeutender Vorschlag wurde von der Europäischen Zentralbank unterstützt. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, die Regulierung von Kryptodienstleistern und Finanzinstituten zu bündeln. Die Verlagerung ist somit ein Hinweis auf einen Wandel hin zu einer stärkeren Kontrolle in den EU-Märkten.
EZB unterstützt EU-Plan für zentralisierte Kryptoaufsicht
Der Vorschlag wurde von der Europäischen Kommission eingebracht. Er sieht vor, die Aufsicht über wichtige Finanzakteure auf eine einzige Behörde zu übertragen. Dazu gehören auch Kryptovermittlungsdienstleister, auch bekannt als CASPs. Damit würden multinationale Unternehmen einer einheitlichen Aufsicht unterliegen.
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Die Aufsicht soll nach dem Plan auf die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) übertragen werden. Diese in Paris ansässige Organisation soll wichtige Marktakteure regulieren. Dazu zählen Handelssysteme, Abrechnungssysteme und Verwahrstellen. Folglich versucht die EU, Unterschiede zwischen nationalen Aufsichtsbehörden zu minimieren.
Darüber hinaus wurde dieser Vorschlag von der EZB in ihrer Stellungnahme vom 9. April vollumfänglich unterstützt. Sie bezeichnete den Plan als bedeutenden Schritt hin zu einer stärkeren finanziellen Integration. Die EU erhofft sich dadurch wettbewerbsfähigere und robustere Kapitalmärkte. Diese Initiative passt auch zu den größeren wirtschaftspolitischen Zielen.
Zudem betonte die EZB die Notwendigkeit einer angemessenen Finanzierung der ESMA. Sie erklärte, dass erhöhte Verantwortlichkeiten angemessen ausgestattet werden müssen. Folglich wird eine Finanzierung für die Umsetzung erforderlich sein. Die EZB schlug auch einen schrittweisen Übergang vor, um Marktstörungen zu vermeiden.
Politische Debatte entsteht, während EU Aufsichtsreform vorantreibt
In der Zwischenzeit forderte die EZB eine Position im Governance-Rahmen der ESMA. Sie bat um einen nicht-stimmberechtigten Sitz im Vorstand der Behörde. Dies würde eine bessere Koordinierung von Geldpolitik und Marktüberwachung ermöglichen. Somit kann die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen verbessert werden.
Der Vorschlag wird jedoch nicht von allen EU-Ländern unterstützt. Große Volkswirtschaften wie Frankreich und Deutschland befürworten den Plan voll und ganz. Sie sind der Ansicht, dass eine Zentralisierung die Effizienz steigern und Risiken verringern wird. Somit profitiert das Finanzsystem in diesen Ländern langfristig.
Umgekehrt haben kleinere Länder Bedenken hinsichtlich der Verlagerung geäußert. Sie geben an, dass nationale Aufsichtsbehörden die lokalen Märkte besser kennen. Daher fürchten sie einen Kontrollverlust über die heimische Finanzaufsicht. Diese Meinungsverschiedenheit könnte den Fortschritt des Vorschlags verlangsamen.
Darüber hinaus ist der Plan eine bedeutende Weiterentwicklung aus der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA). MiCA hat bereits einheitliche Kryptoregeln innerhalb der EU festgelegt. Dennoch gab es weiterhin eine gewisse Aufsicht auf nationaler Ebene. Der neue Plan soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.
Inzwischen wird der Vorschlag dem Europäischen Parlament zur weiteren Diskussion vorgelegt. Die endgültige Ausgestaltung wird von den Gesetzgebern geprüft und verhandelt. Somit können vor der Genehmigung noch Änderungen vorgenommen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die EU einen bedeutenden Schritt in Richtung einer zentralisierten Kryptoregulierung unternimmt. Die Tatsache, dass die EZB den Vorschlag unterstützt, macht ihn noch wichtiger. Diese Reform könnte die Arbeitsweise von Kryptounternehmen in Europa verändern. Sie kann auch die Stabilität und das Vertrauen in das Finanzsystem stärken.





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