Wisconsin verklagt fünf Prognosemarkt-Plattformen
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Wisconsin verklagt fünf Prognosemarkt-Plattformen

Von germanlbn

Wisconsin reicht Klage gegen fünf große Prognosemärkte-Plattformen ein und wirft ihnen illegale Sportwetten durch Ereignisverträge vor. Das Bundesstaat fordert sofortige gerichtliche Einschränkungen.

Wisconsin hat rechtliche Schritte gegen große Prognosemärkte-Plattformen wegen angeblicher illegaler Wettpraktiken eingeleitet. Am 24. April verklagte der Bundesstaat Kalshi, Coinbase, Polymarket, Robinhood und Crypto.com. Beamte behaupten jedoch, dass diese Unternehmen Glücksspielaktivitäten als Finanzinstrumente tarnen, um strenge Landesgesetze zu umgehen.

Wisconsin: Ereignisverträge spiegeln illegale Sportwetten wider

Das Justizministerium von Wisconsin gab die Klagen bekannt und erläuterte seine Bedenken deutlich. Generalstaatsanwalt Josh Kaul erklärte, dass eine Umbenennung illegale Aktivitäten nicht in rechtmäßige verwandele. Der Bundesstaat möchte daher die Bereitstellung solcher Dienste durch diese Unternehmen in Wisconsin so schnell wie möglich unterbinden.

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Laut offizieller Beschwerden basieren diese Plattformen auf Ereignisverträgen, die von Sportergebnissen abhängen. Nutzer können Wetten auf den Ausgang von Spielen abschließen und Auszahlungen erhalten. Die Regierung behauptet, dass solche Verträge mit herkömmlichen Sportwetten in Wisconsin gleichzusetzen sind.

Die Klagen heben zudem hervor, wie diese Unternehmen von der Nutzerbeteiligung profitieren. Jeder Handel verursacht eine Transaktionsgebühr, was stabile Einnahmequellen schafft. So soll Kalshi beispielsweise jährlich über 1 Milliarde US-Dollar mit Sportverträgen umsetzen, was rund 90 % seines geschätzten Jahresumsatzes entspricht.

In Wisconsin sind die meisten kommerziellen Glücksspielaktivitäten gesetzlich eingeschränkt. Online-Sportwetten sind trotz weniger Ausnahmen streng reguliert. Beamte glauben, dass diese Plattformen die rechtlichen Systeme umgehen, indem sie Wetten als Finanzkontrakte präsentieren.

Bundesstaat beantragt gerichtliche Verfügungen, während nationale Debatte wächst

Die Klagen wurden beim Bezirksgericht des Dane County eingereicht und fordern sofortige rechtliche Maßnahmen. Der Bundesstaat beantragt insbesondere einstweilige und dauerhafte Unterlassungsverfügungen gegen diese Plattformen. Derzeit werden jedoch keine finanziellen Schadensersatzforderungen geltend gemacht.

Das Justizministerium bezeichnet die Aktivitäten als Belästigung der Bevölkerung. Die Regierung argumentiert, dass illegale Wetten Verbraucher schädigen und legale Märkte untergraben. Daher sollen diese Dienste in Kürze von den Strafverfolgungsbehörden geschlossen werden.

Dieser Schritt folgt auf ein neues Gesetz, das von Gouverneur Tony Evers unterzeichnet wurde. Die Gesetzgebung erlaubt Online-Sportwetten nur über Systeme, die sich auf Stammesgebiet befinden. Beamte argumentieren daher, dass externe Plattformen gegen die Landesregeln verstoßen, wenn sie außerhalb dieses Rahmens operieren.

Im größeren Kontext zeigt der Fall eine wachsende nationale Kontroverse über Prognosemärkte. Andere Unternehmen behaupten, dass ihre Dienste unter Bundesaufsicht der Commodity Futures Trading Commission stehen. Staaten wie Wisconsin verlangen jedoch die Anwendung lokaler Glücksspielgesetze.

Dieser Rechtsstreit könnte daher die zukünftige Regulierung von Prognose-Websites in den USA beeinflussen. Andere Bundesstaaten könnten ähnlich handeln, falls Wisconsin erfolgreich ist. Umgekehrt würde ein alternatives Ergebnis die bundesstaatliche Dominanz solcher Dienste stärken.

Abschließend zeigt die Klage aus Wisconsin ein verschärftes Vorgehen gegen prognosebasierte Websites. Während Unternehmen Innovation fördern, betonen Regulierungsbehörden Rechtskonformität und Verbrauchersicherheit.

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