SEC prüft Vorschlag der NYSE Arca zur Anpassung der Börsennotierungsregeln für Crypto Commodity Trusts
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SEC prüft Vorschlag der NYSE Arca zur Anpassung der Börsennotierungsregeln für Crypto Commodity Trusts

Von germanlbn

SEC erwägt neue Krypto-Listing-Regeln, die Flexibilität ermöglichen, während die Aufsicht über Derivate und nicht qualifizierte Vermögenswerte verschärft wird.

Der regulatorische Fokus in den Vereinigten Staaten richtet sich zunehmend auf klarere Rahmenbedingungen für Krypto-Investmentprodukte, da die Aufsicht verschärft wird. Ein neuer Vorschlag von NYSE Arca hat die Aufmerksamkeit der US-Börsenaufsicht SEC auf sich gezogen, die nun öffentliche Kommentare einlädt.

Falls angenommen, könnten die Änderungen die Struktur und Zulassung von Krypto-börsengehandelten Produkten neu gestalten. Marktteilnehmer verfolgen den Vorschlag genau, während sich die Branche in Richtung konsistenterer und definierterer Standards bewegt.

Vorgeschlagene 85%-Regel verändert die Zusammensetzung von Krypto-Trusts

Ein neuer Antrag von NYSE Arca hat die Aufmerksamkeit der US-Börsenaufsicht SEC auf sich gezogen, die nun öffentliche Stellungnahmen einholt. Der Vorschlag konzentriert sich auf die Anpassung der Listing-Standards für rohstoffbasierte Trust-Anteile.

Laut dem Antrag müssen mindestens 85 % des Nettoinventarwerts eines Produkts aus Vermögenswerten bestehen, die bereits nach den bestehenden Regeln zulässig sind. Die restlichen 15 % können andere Vermögenswerte umfassen, auch wenn sie nicht eigenständig qualifizieren.

Ein solcher Rahmen könnte es Trusts, die große Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP halten, ermöglichen, kleinere Anteile an aufstrebenden Token aufzunehmen. Emittenten hätten Spielraum, ihre Produktpalette zu diversifizieren, während sie innerhalb definierter Grenzen bleiben, die an die Eignung der Vermögenswerte geknüpft sind.

Gleichzeitig werden strengere Messregeln für das Derivateengagement eingeführt. Börsengehandelte und außerbörsliche Derivate würden anhand des gesamten Nominalwerts und nicht nur des Marktwerts bewertet. Dieser Ansatz könnte eine übermäßige Abhängigkeit von komplexen Instrumenten verhindern, die nicht in die Kernkriterien fallen.

Beispiele im Antrag zeigen, wie die Regel in der Praxis funktionieren würde. Ein Portfolio mit 95 % qualifizierten Vermögenswerten würde die Anforderung erfüllen, während eines mit hohem Engagement in nicht qualifizierten Derivaten durchfallen könnte, selbst wenn es durch Bitcoin-Bestände abgesichert ist.

Wie neue SEC-Regeln Krypto-Listings umgestalten und den Zugang zu aufstrebenden digitalen Vermögenswerten einschränken könnten

Der Vorschlag befasst sich auch mit der Definition von Rohstoffen im Listing-Rahmenwerk. Digitale Sammlerstücke und nicht-fungible Token würden nicht für eine generische Zulassung qualifizieren. Börsen könnten weiterhin separate Genehmigungen beantragen, allerdings würden diese Produkte einem detaillierteren Prüfverfahren unterliegen.

Die Regulierungsbehörden scheinen sich darauf zu konzentrieren, vereinfachte Listings auf Vermögenswerte mit ausreichender Handelshistorie und Überwachungsmechanismen zu beschränken. Diese Vorgehensweise spiegelt eine Vorsicht gegenüber neueren oder weniger liquiden Segmenten des Kryptomarktes wider.

Ein breiterer regulatorischer Wandel zeichnet sich ebenfalls ab. Seit der Ernennung von Paul Atkins hat sich die SEC in Richtung einer strukturierten Regelgebung statt einer Einzelfallentscheidung bewegt. Zu den jüngsten Maßnahmen gehören die Koordination mit anderen Behörden und erneute Bemühungen zur Klärung von Klassifizierungen digitaler Vermögenswerte.

Falls angenommen, könnte der Vorschlag das Angebot an Krypto-Investmentprodukten erweitern und gleichzeitig strengere Kontrollen beibehalten. Börsen könnten klarere Standards erhalten, und Anleger könnten von vorhersehbareren Genehmigungsverfahren profitieren.

Für Börsen könnte der Rahmen die Aufsicht verbessern und Risiken im Zusammenhang mit Manipulation oder illiquiden Vermögenswerten verringern. Auch Anleger könnten von klareren Produktstrukturen und vorhersehbareren Genehmigungswegen profitieren.

Gleichzeitig könnten Grenzwerte für nicht qualifizierte Vermögenswerte bestimmte experimentelle Produkte einschränken. Fonds, die sich auf Nischen- oder aufstrebende Token konzentrieren, könnten vor dem Markteintritt mit zusätzlichen Hürden konfrontiert sein.

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