Ripple-CEO warnt vor drohender Frist, da Kryptogesetz im Senat von Kollaps bedroht ist.
Regulations

Ripple-CEO warnt vor drohender Frist, da Kryptogesetz im Senat von Kollaps bedroht ist.

Von germanlbn

Senatsverzögerungen und Wahlkampfdruck gefährden Kryptogesetze und lassen die US-Regeln für digitale Vermögenswerte ungewiss.

Die Dynamik um die US-Kryptogesetzgebung erreicht einen kritischen Punkt. Die Gesetzgeber haben nur ein kurzes Zeitfenster, um einen Gesetzesentwurf voranzutreiben, der definieren könnte, wie digitale Vermögenswerte reguliert werden. Verzögerungen im Senat drohen nun, den Fortschritt vollständig zu stoppen. Branchenführer warnen, dass der politische Zeitplan bald die Tür für sinnvolle Maßnahmen schließen könnte.

Garlinghouse signalisiert sinkende Chancen für Kryptogesetz, wenn Senatsverzögerungen anhalten

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, sagte, dass die nächsten zwei Wochen entscheiden könnten, ob umfassendere Kryptowährungsgesetze vorankommen. Bei der von CoinDesk veranstalteten Consensus Miami wies er auf eine bevorstehende Anhörung des Bankenausschusses des Senats als entscheidenden Moment hin.

Garlinghouse warnte, dass das Ausbleiben einer Mark-up-Sitzung die Chancen auf Verabschiedung eines Gesetzes drastisch verringern würde. Er betonte, dass sich die politischen Prioritäten schnell verschieben, sobald der Zeitplan mit dem Wahlkampf für die Zwischenwahlen zusammenfällt. Gesetzgeber konzentrieren sich oft auf umkämpfte Rennen statt auf komplexe politische Debatten.

„Wenn es nicht bald passiert, sinkt die Wahrscheinlichkeit erheblich“, sagte er. „Sobald die Zwischenwahlen die Aufmerksamkeit dominieren, wird Krypto zu einem schwierigeren Thema, um es voranzubringen.“

Die Bemühungen zur Verabschiedung bundesstaatlicher Kryptogesetze haben sich über Monate aufgebaut. Die Gesetzgeber wollen klare Regeln für die Branche schaffen, einschließlich der Aufteilung der Aufsicht zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission. Eine solche Klarheit würde den ersten umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte in den USA darstellen.

Druck durch Zwischenwahlen bringt US-Gesetzgebung für digitale Vermögenswerte in Gefahr des Scheiterns

Das Repräsentantenhaus hat seine Version des Gesetzes, bekannt als Clarity Act, letztes Jahr verabschiedet. Die Bemühungen des Senats waren jedoch von Verzögerungen und Meinungsverschiedenheiten geprägt. Sowohl der Landwirtschaftsausschuss des Senats als auch der Bankenausschuss des Senats müssen ihre Versionen genehmigen, bevor das Gesetz weitergehen kann.

Der Landwirtschaftsausschuss hat seine Version bereits vorangetrieben. Die Aufmerksamkeit verlagert sich nun auf den Bankenausschuss, wo Meinungsverschiedenheiten über Stablecoin-Belohnungen den Fortschritt verlangsamt haben. Ein kürzlicher Kompromiss zwischen Angela Alsobrooks und Thom Tillis könnte helfen, dieses Problem zu lösen. Ihre Einigung könnte den Weg für eine Mark-up-Sitzung in den kommenden Wochen ebnen.

Trotz dieses Fortschritts bestehen weiterhin zusätzliche Bedenken. Einige Gesetzgeber haben Fragen zu potenziellen Interessenkonflikten im Zusammenhang mit Donald Trump und kryptobezogenen Unternehmungen aufgeworfen. Andere konzentrieren sich weiterhin auf Risiken im Zusammenhang mit illegalen Finanzen und Compliance-Lücken innerhalb der Branche.

Der Zeitdruck steigt, da die Zwischenwahlen im November näher rücken. Wahlkampfaktivitäten dominieren tendenziell die legislativen Zeitpläne und lassen weniger Raum für detaillierte politische Arbeit. Garlinghouse deutete an, dass die Chancen auf eine Wiederbelebung nach den Wahlen noch geringer wären, wenn der Gesetzesentwurf dieses Zeitfenster verpasst.

In Ermangelung von Maßnahmen des Kongresses haben Regulierungsbehörden Schritte unternommen, um ihre Positionen zu klären. Behörden wie die SEC und die CFTC haben Leitlinien herausgegeben und Rahmenwerke wie Token-Klassifizierungssysteme eingeführt. Diese Bemühungen deuten auf eine Verschiebung hin zu der Erkenntnis hin, dass viele Kryptowährungen möglicherweise nicht unter Wertpapiergesetze fallen.

Krypto-Regeln im Wandel, während Garlinghouse einen dauerhaften rechtlichen Rahmen fordert

Die regulatorischen Ansätze haben sich zwischen den Regierungen unterschieden. Unter dem ehemaligen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler argumentierte die Behörde, dass die meisten Kryptowährungen als Wertpapiere qualifiziert seien, und leitete Durchsetzungsmaßnahmen gegen große Unternehmen ein. Die derzeitige Führung unter Paul Atkins spiegelt eine flexiblere Haltung wider.

Garlinghouse argumentierte, dass Gesetze Stabilität bieten würden, die regulatorische Leitlinien allein nicht bieten könnten. Behördenpositionen können sich mit neuen Regierungen ändern, während Gesetze dauerhafte Standards schaffen.

Ripples eigener Rechtsstreit verdeutlicht die Notwendigkeit von Klarheit. Im Jahr 2020 beschuldigte die SEC das Unternehmen, 1,3 Milliarden US-Dollar durch nicht registrierte Verkäufe von XRP eingenommen zu haben. Der Fall, der ursprünglich während der Amtszeit von Jay Clayton eingereicht wurde, zog sich über Jahre hin.

Ein Bundesrichter entschied später, dass XRP selbst nicht inhärent ein Wertpapier ist. Bestimmte institutionelle Verkäufe fielen jedoch unter Wertpapiergesetze. Das gemischte Ergebnis brachte teilweise Klarheit, ließ aber breitere Fragen unbeantwortet.

Garlinghouse sagte, dass Ripple zwar eine gewisse rechtliche Sicherheit erlangt habe, der gesamten Branche jedoch immer noch klare Regeln fehlen. Er argumentierte, dass Gesetze wie der Clarity Act notwendig seien, um einheitlich zu definieren, wie digitale Vermögenswerte klassifiziert werden.

germanlbn

Über den Autor

germanlbn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert