Giugliano-Upgrade verkürzt Finalisierungszeit und verbessert Gebühren, doch der POL-Kurs spiegelt weiterhin schwache Marktstimmung wider.
Polygon bereitet ein weiteres großes Netzwerk-Upgrade vor, da es auf schnellere und zuverlässigere Transaktionsverarbeitung hinarbeitet. Der für den 8. April geplante Giugliano-Hardfork markiert den neuesten Schritt in seiner langfristigen Skalierungs-Roadmap. Die Entwickler zielen darauf ab, Finalisierungszeiten zu verkürzen und gleichzeitig die Gebührentransparenz sowie die Infrastrukturunterstützung zu verbessern. Marktteilnehmer beobachten nun, ob diese technischen Fortschritte in eine nachhaltige Netzwerkaktivität münden.
Giugliano-Upgrade soll Transaktionsgeschwindigkeit und Gebührentransparenz auf Polygon verbessern
Giugliano soll bei Block 85.268.500 aktiviert werden, gegen 14:00 Uhr UTC. Laut der Polygon Foundation führt das Upgrade frühere Blockankündigungen ein, die es Validatoren ermöglichen, Transaktionen schneller zu bestätigen. Gebührenparameter werden nun direkt in die Block-Header eingebettet, was eine klarere Kostentransparenz bietet. Auch neue RPC-Unterstützung für Gebührendaten ist enthalten, um die Entwicklertools zu verbessern.
Giugliano Upgrade
The Giugliano hardfork will be released on Polygon mainnet at block number 85,268,500, at approximately 2 PM UTC on April 8.
This upgrade: enables faster finality by letting producers announce blocks earlier, adds fee parameters directly in block headers,…
— Polygon Foundation (@0xPolygonFdn) April 6, 2026
Tests auf dem Amoy-Testnetz zeigten bereits messbare Verbesserungen. Die Finalisierungszeiten sanken um etwa 2 Sekunden, ein bedeutender Gewinn für Anwendungen, die eine schnellere Abwicklung erfordern. Node-Betreiber müssen vor der Aktivierung auf Bor v2.7.0 oder Erigon v3.5.0 aktualisieren, um mit dem Netzwerk synchron zu bleiben.
Giugliano passt auch in Polygons breitere „Gigagas“-Roadmap, die auf Durchsatzraten abzielt, die globale Zahlungen und tokenisierte Real-World-Assets unterstützen können. Jüngste Upgrades haben schrittweise auf dieses Ziel hingearbeitet.
- Frühere Blockankündigungen reduzieren die Bestätigungslatenz im gesamten Netzwerk.
- In Block-Headern eingebettete Gebührendaten verbessern die Preistransparenz für Nutzer.
- RPC-Upgrades erweitern den Entwicklerzugang zu Echtzeit-Gebühreninformationen.
- Infrastrukturänderungen stehen im Einklang mit langfristigen Skalierungszielen für den Durchsatz.
Netzwerkleistung stärkt sich, während POL-Kurs hinterherhinkt
Der Fokus auf die Leistung folgte auf eine Phase der Instabilität im Jahr 2025. Ein Finalisierungsfehler im September verursachte Transaktionsverzögerungen, während ein validatorenspezifisches Problem im Juli zu einer vorübergehenden Netzwerkstörung führte. Wie erwartet, lösten diese Vorfälle eine Reihe von Upgrades zur Stärkung der Zuverlässigkeit aus.
Nachfolgende Veröffentlichungen haben die Leistung stetig verbessert. Das Madhugiri-Upgrade im Dezember steigerte den Durchsatz auf etwa 1.400 Transaktionen pro Sekunde. Lisovo, das im März 2026 eingesetzt wurde, führte Änderungen an der Smart-Contract-Ausführung ein und senkte die Kosten für KI-gesteuerte Transaktionen. Zuvor hatte das Bhilai-Upgrade Mitte 2025 die Finalisierungszeiten von über 1 Minute auf etwa 5 Sekunden reduziert.
Der aktuelle Netzwerkdurchsatz liegt bei etwa 2.600 TPS, wobei interne Testumgebungen 5.000 TPS überschreiten. Der Erfolg von Giugliano wird davon abhängen, ob die schnellere Finalisierung in den kommenden Wochen zu einem höheren Transaktionsvolumen und einer größeren Entwicklerakzeptanz führt.
Trotz des technischen Fortschritts bleibt die Marktstimmung rund um Polygons POL-Token schwach. Das Asset notiert nahe 0,091 US-Dollar, ein Rückgang von etwa 2 % im Tagesverlauf. Die Kursentwicklung liegt unter dem 200-Tage-Durchschnitt, mit nur 12 positiven Handelstagen im letzten Monat. Auch breitere Stimmungsindikatoren deuten auf Vorsicht hin, wobei der Fear & Greed Index tief im Bereich der extremen Angst steht.





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