SEC bittet Amerikaner um Stellungnahme zu Prognosemarkt-ETFs
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SEC bittet Amerikaner um Stellungnahme zu Prognosemarkt-ETFs

Von germanlbn
  • Die SEC bittet um öffentliche Stellungnahmen zu Prognosemarkt-ETFs.
  • Die ETFs sind an Ereignisausgänge wie Wahlen und Wirtschaftsdaten gebunden.
  • Die Regulierung von Prognosemärkten ist weiterhin unklar und wird diskutiert.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission bringt im Grunde die gesamte digitale Anlagelandschaft durcheinander. 

SEC-Vorsitzender Paul Atkins hat offiziell ein öffentliches Kommentarfenster zu vorgeschlagenen Prognosemarkt-ETFs eröffnet. 

Folglich signalisiert dieser überraschende Schritt, dass die Behörde umfassendes Feedback von Krypto-Experten einholen möchte, bevor sie fortfährt.

Die strukturelle Mechanik der neuartigen ETF-Anträge

In einer Erklärung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, erklärte SEC-Vorsitzender Paul Atkins, dass „neuartige Produkte neuartige Fragen aufwerfen“ und wies seine Mitarbeiter an, die öffentliche Meinung darüber einzuholen, wie die Regulierungsbehörde auf diese Anträge reagieren soll. 

Bei den fraglichen innovativen Produkten handelt es sich um mehr als zwei Dutzend Fonds von prominenten Vermögensverwaltungsgesellschaften. 

Diese mutigen Anträge bei der Regulierungsbehörde wurden Anfang dieses Jahres von namhaften Emittenten wie Roundhill, GraniteShares und Bitwise gestellt. 

Ein Prognosemarkt-ETF ermöglicht es Anlegern, mit einem Standard-Brokerage-Konto direkt in diese binären Ereigniskontrakte zu investieren. 

Der Weg ähnelt der Institutionalisierung von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH), die Milliarden von Dollar an Zuflüssen in ihre jeweiligen Krypto-ETFs erhalten haben.

Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas erklärte, die SEC „ringe eindeutig“ mit der Frage, wie die neue Anlageklasse zu handhaben sei, ähnlich wie bei Spot-Krypto-ETFs, bevor sie diese im Januar 2024 zuließ. 

Warum die SEC sofortige Produktzulassungen verzögert

Die Regulierungsbehörden prüfen genau die spezifischen Fondsstrukturen, die erforderlichen Risikooffenlegungen und die erforderlichen Anlegerschutzmechanismen. 

Die Vorsicht der SEC kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Prognosemarktunternehmen in mehreren Gerichtsbarkeiten in den Vereinigten Staaten weiterhin rechtlichem Druck ausgesetzt sind. 

Anfang dieser Woche verklagte die Commodity Futures Trading Commission den Bundesstaat Minnesota, nachdem Gouverneur Tim Walz ein Gesetz unterzeichnet hatte, das Prognosemärkte ab dem 1. August verbieten würde.

Laut Gerichtsdokumenten der CFTC kollidiert das Gesetz von Minnesota mit der bundesstaatlichen Kontrolle über Derivatemärkte und könnte Aktivitäten im Zusammenhang mit bundesstaatlich regulierten Ereigniskontrakten, wie etwa Wettermärkten, kriminalisieren.

Neben der ETF-Überprüfung erklärte Atkins, dass ETFs zu einer bedeutenden Quelle der Produktentwicklung an den US-Kapitalmärkten geworden seien. 

Atkins hob SEC-Daten hervor, die zeigen, dass sich die ETF-Vermögenswerte seit 2019 verdreifacht haben, während Verfahrensänderungen im letzten Jahr es ermöglicht haben, dass Produkte einen optimierten Listungsprozess durchlaufen anstatt individueller Bewertungen. 

Navigation durch die Grauzone: SEC-Aufsicht über Ereigniskontrakte  

Dieser strategische Vorstoß findet statt, während weiterhin größere Unsicherheit darüber besteht, wie Prognosemärkte reguliert werden sollten. 

Derzeit befinden sich diese neuartigen Derivate in einer ungünstigen Lücke zwischen herkömmlichen Wertpapieren und reinen Ereigniskontrakt-Wetten. 

Diese rechtliche Zwischenstellung erschwert den Klassifizierungsprozess sowohl für Bundesbehörden als auch für Unternehmens-Compliance-Beauftragte und kann sich manchmal etwas chaotisch anfühlen.

Darüber hinaus trüben rechtliche Herausforderungen auf staatlicher Ebene gegen bestehende Prognoseplattformen weiterhin die regulatorischen Gewässer. 

Die SEC wird mit anderen Bundesbehörden zusammenarbeiten müssen, um Probleme konkurrierender Zuständigkeitsansprüche zu vermeiden. 

Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) möglicherweise bald einen neuen Rahmen für den Handel mit tokenisierten Aktien einführen wird.  

Infolgedessen wird es wahrscheinlich eine längere Diskussion über den genauen Umfang geben, wo Ereigniskontrakte gehandelt werden können.

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