EZB schlägt Alarm über Euro-Stablecoins und Bankenrisiken
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EZB schlägt Alarm über Euro-Stablecoins und Bankenrisiken

Von germanlbn

Die Europäische Zentralbank warnte davor, dass lockerere Regeln für Euro-Stablecoins Banken schwächen und neue finanzielle Risiken in ganz Europa schaffen könnten.

Die Europäische Zentralbank, auch EZB genannt, hat diese Woche neue Bedenken bezüglich Euro-Stablecoins geäußert. Laut Reuters lehnte die EZB Vorschläge zur Lockerung der Regeln für Euro-gestützte Stablecoins ab. Die Bank erklärte, dass Stablecoins die Stabilität des europäischen Bankensystems untergraben und die Zinskontrolle erschweren könnten.

EZB warnt: Stablecoins könnten europäische Banken schädigen

In letzter Zeit haben mehrere EU-Beamte diskutiert, wie man Euro-Stablecoins in der Europäischen Union unterstützen könnte. Einige politische Entscheidungsträger glauben, dass robustere Euro-Stablecoins Europa helfen könnten, mit der zunehmenden Dominanz von US-Dollar-Stablecoins zu konkurrieren.

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Die EZB-Spitze lehnte das Konzept jedoch bei einem Treffen in Nikosia, Zypern, entschieden ab. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte zusammen mit anderen Zentralbankern vor potenziellen finanziellen Risiken, wie Reuters berichtete.

Bruegel, eine in Brüssel ansässige Denkfabrik, legte Vorschläge zugunsten von Euro-Stablecoins vor, was die Debatte auslöste. Lucrezia Reichlin, Bo Sangers und Jeromin Zettelmeyer verfassten den Bericht.

Die Gruppe sagte, dass Europa, wenn es sehr strenge Regeln für Stablecoins beibehält, möglicherweise zurückbleiben könnte. Bruegel erklärt, dass strengere Vorschriften Stablecoin-Unternehmen aus Europa vertreiben und sie stärker von digitalen Dollar-Assets abhängig machen würden.

Die EZB-Beamten warnten jedoch, dass Stablecoins erhebliche Bankrisiken darstellen könnten. Wenn Nutzer Stablecoins kaufen, werden ihre Gelder in der Regel von ihren Bankkonten auf ihre Stablecoin-Reservekonten übertragen.

Dies würde dazu führen, dass Banken langfristig Kundeneinlagen verlieren. Diese Einlagen ermöglichen es Banken, Kredite an Unternehmen und Haushalte zu vergeben. Ein Rückgang der von Banken gehaltenen Einlagen könnte zu einer Verringerung der Kreditvergabe in der gesamten Wirtschaft führen.

Die EZB warnte auch davor, dass geringere Mittel der Banken zu höheren Kreditzinsen führen könnten. Diese Situation könnte es Banken erschweren, in schwierigen Zeiten zum Wirtschaftswachstum beizutragen.

Unterdessen sind die Zentralbanker besorgt, dass Stablecoins die Fähigkeit der EZB zur Kontrolle der Zinssätze untergraben könnten. Die EZB setzt Zinspolitik um, um die Inflation und die wirtschaftliche Stabilität im Euroraum zu kontrollieren.

Stablecoins geben Anlass zur Sorge um die Finanzstabilität

Ein weiteres Anliegen ist die zunehmende Dominanz von US-Dollar-Stablecoins. Die meisten Stablecoins weltweit sind weiterhin auf Dollar lautend und nicht auf Euro.

Deshalb sind EZB-Beamte besorgt über die Möglichkeit, dass ausländische Geldpolitiken über Stablecoin-Märkte leichter nach Europa durchsickern könnten. Dies könnte es der EZB erschweren, die Inflation und die Wirtschaft im Euroraum zu steuern.

Die EZB warnte auch vor möglichen Marktpaniken im Zusammenhang mit Stablecoins. Einige Risiken von Stablecoins wurden mit Geldmarktfonds verglichen, die in Zeiten von Finanzkrisen „Rücknahmen“ erleben können.

Daher sind die EZB-Spitzen der Meinung, dass lockere Vorschriften zu finanzieller Instabilität führen könnten. In einem früheren Interview sagte Christine Lagarde, dass die potenziellen Vorteile von Stablecoins durch die Risiken aufgewogen werden könnten.

Unterdessen sind einige europäische Politiker weiterhin für Euro-Stablecoins. Sie sind der Meinung, dass Europa über robustere digitale Zahlungssysteme verfügen sollte, um mit den Vereinigten Staaten und anderen Märkten konkurrieren zu können.

Doch die europäischen Zentralbanker sind nicht so optimistisch. Die EZB ist weiterhin besorgt, dass große Stablecoin-Märkte traditionelle Bankensysteme untergraben und die Wirkung der Geldpolitik in Europa verringern könnten.

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