Quantensichere Bitcoin-Initiative bietet Notfallschutz ohne Netzwerk-Upgrade
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Quantensichere Bitcoin-Initiative bietet Notfallschutz ohne Netzwerk-Upgrade

Von germanlbn

Der Vorschlag für Quantum Safe Bitcoin behauptet, BTC ohne Upgrades vor Quantenangriffen zu schützen, doch hohe Kosten und Einschränkungen bereiten Sorgen.

Ein neuer Vorschlag lenkt die Aufmerksamkeit der Bitcoin-Community auf zukünftige Sicherheitsrisiken. Einer der Forscher hat eine Methode vorgeschlagen, um Transaktionen vor Quantenangriffen zu schützen. Diese Methode funktioniert, ohne die Netzwerkregeln von Bitcoin zu ändern. Experten zufolge ist sie jedoch kostspielig und nur für Notfälle geeignet.

Neue Forschung führt Quantum-Safe Bitcoin ohne Protokolländerungen ein

Dies ist ein Vorschlag des StarkWare-Forschers Avihu Levy. In einem Forschungspapier schlug er Quantum-Safe Bitcoin (QSB) vor. Der Ansatz soll Bitcoin vor leistungsstarken Quantencomputern schützen. Wichtig ist, dass es im laufenden Netzwerk ohne jegliche Upgrades funktioniert.

Bitcoin basiert derzeit auf dem Elliptic Curve Digital Signature Algorithm, um Transaktionen zu sichern. Solche digitalen Signaturen sind heute robust, könnten in Zukunft jedoch unwirksam sein. Ein leistungsstarker Quantencomputer könnte sie mithilfe des Shor-Algorithmus knacken. Daher werden neue Schutztechniken untersucht.

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QSB ersetzt die signaturbasierte Sicherheit durch hash-basierte Kryptografie. In diesem System müssen Benutzer ein kompliziertes Rätsel lösen, bevor sie Geld ausgeben können. Das Rätsel besteht darin, eine gültige Eingabe zu finden, die eine korrekte Hash-Ausgabe hat. Die Überprüfung in diesem Prozess erfolgt mit RIPEMD-160.

Die Hash-Probleme sind schwer umzukehren und daher resistent gegen bekannte Quantenangriffe. Folglich verwandelt der Ansatz die Sicherheit in eine Berechnung anstelle von Signaturen. Darüber hinaus stützt sich QSB auf bestehende Bitcoin-Skripte und benötigt daher keine Protokolländerung. Dies macht es zu einer sofortigen Wahl für Benutzer, die zusätzliche Sicherheit wünschen.

Hohe Kosten und praktische Grenzen schränken die tägliche Nutzung ein

QSB hat trotz seiner Vorteile schwerwiegende Nachteile. Zunächst sind die Kosten jeder Transaktion extrem hoch. Schätzungen zufolge liegen die Kosten zwischen 75 und 200 US-Dollar pro Transaktion. Diese Ausgaben entstehen durch den intensiven Einsatz von GPUs oder Cloud Computing.

Zweitens ist es ein langwieriger Prozess. Es kann mehrere Stunden dauern, das erforderliche Rätsel zu lösen. Selbst leistungsstarke Multi-GPU-Systeme benötigen Zeit, um die richtige Antwort zu finden. Daher ist QSB nicht für tägliche Zahlungen geeignet.

Eine weitere Herausforderung hängt mit der Netzwerkakzeptanz zusammen. Viele Knoten betrachten QSB-Transaktionen derzeit als nicht standardkonform. Das bedeutet, dass sie möglicherweise nicht in den regulären Transaktionspool aufgenommen werden. Stattdessen müssen Benutzer sie möglicherweise direkt an Miner weiterleiten, um sie genehmigen zu lassen.

Derzeit ist QSB noch im Prototypenstadium. Der Code und die Forschung sind öffentlich zugänglich, aber vollständige Live-Tests sind eingeschränkt. In der Zwischenzeit werden andere Lösungen wie BIP-360 entwickelt. Diese langfristigen Lösungen erfordern Netzwerk-Upgrades und können Jahre bis zur Implementierung benötigen.

Michael Saylor hingegen hat eine andere Meinung zu Quantenrisiken geäußert. Er sagte, die Bedrohung sei derzeit noch weitgehend hypothetisch. Er fügte hinzu, dass Bitcoin möglicherweise einen Bodenpreis von etwa 60.000 US-Dollar erreicht habe, als der Marktdruck nachließ.

Zusammenfassend bietet QSB eine schnelle, aber teure Quantensicherheitslösung. Es funktioniert, ohne die Bitcoin-Regeln zu ändern, was einzigartig ist. Die hohen Kosten und der langsame Prozess schränken seine Nutzung jedoch ein. Dennoch zeigt es, wie Entwickler sich darauf vorbereiten, zukünftigen Risiken in der Kryptosicherheit zu begegnen.

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