Bitcoin aNUPL wechselt wieder auf Rot – die Erholung von 90.000 USD im Mai bricht zusammen. CryptoQuant-Daten zeigen, dass die bullische Rückeroberung fehlgeschlagen ist und die Mitte der 70.000 USD erneut getestet wird.
Die Erholungsrallye hielt nicht an. Der adjustierte Netto nicht realisierte Gewinn/Verlust von Bitcoin – eine Kennzahl, die die aggregierten Buchgewinne und -verluste von BTC-Inhabern verfolgt – ist wieder negativ geworden und hat eine Erholung ausgelöscht, die kaum Wochen Bestand hatte. On-Chain-Daten von CryptoQuant bestätigten die Umkehrung in Echtzeit.
BTC stieg im Mai in Richtung 90.000 USD und zog den aNUPL kurzzeitig in den positiven Bereich. Diese Bewegung sah für einen Moment wie die Art von Regimewechsel aus, auf den Trader warten. War es aber nicht. Die Münze fiel zurück in die Mitte der 70.000 USD, und der aNUPL folgte ihr nach unten.

Quelle: CryptoQuant
Warum der Wechsel von Grün zu Rot härter trifft als ein einfacher Rückgang
Grün-zu-Rot-Übergänge sind eine spezielle Art von Marktstress. Anleger, die gerade erst wieder Gewinne erzielt hatten – viele von ihnen neuere Käufer – werden unter Wasser gezogen, bevor sie handeln können. Die psychologischen Kosten neigen laut CryptoQuant-Analyse dazu, Verkäufe zu beschleunigen. Axel Adler Jr. stellte fest, dass sich das Muster genau auf diese Weise abspielt.
Derselbe Ablauf fand Anfang 2023 und erneut Ende 2023 statt. Beide Male tauchte der aNUPL kurz ins Rote, bevor die breitere Erholung weiter anstieg. Diese Episoden werden nun als eine mögliche Referenz herangezogen. Die andere Referenz ist weniger verzeihend.
Zurück im Jahr 2022 blieb der aNUPL nicht bei Null stehen. Die Kennzahl fiel in Richtung -0,15 und ging weiter, erreichte ein Niveau nahe -0,35, bevor der eigentliche Kapitulationsboden erreicht war. Das dauerte Monate. BTC verlor mehr als 60%, bevor jemand mit Zuversicht einen Tiefpunkt ausrief.

Quelle: CryptoQuant —
Zwei Drehbücher, ein Datenpunkt – der Markt hat sich noch nicht entschieden
Der CryptoQuant-Beitrag formulierte es klar: Das Signal ist eindeutig, die Implikation nicht. Ein flacher roter Ausdruck – etwas, das über dem Niveau von -0,15 bleibt und sich innerhalb von Wochen auflöst – würde die Fakeouts von 2023 widerspiegeln. Der Markt erholte sich von diesen. Einige Teilnehmer behandeln den aktuellen Rückgang genau so.
Ein tieferes Verlustregime ändert die Rechnung. Wenn der aNUPL weiter in Richtung -0,15 bis -0,35 geht, wechselt das Drehbuch zur Kapitulation nach dem Vorbild von 2022, bei der eine nachhaltige Akkumulation erst nach Wochen verlängerter roter Phase wieder einsetzte. Der Zusammenbruch von etwa 125.000 USD auf die unteren 60.000 USD Anfang 2026 hatte die Kennzahl bereits tief ins Negative gedrückt, bevor die teilweise Erholung im Mai einsetzte.
Daten auf Netzwerkebene helfen der Bullenthese nicht weiter. Die aktiven Adressen fielen um fast 40% in einem zweiwöchigen Zeitraum, der am 26. Mai endete, von 821.000 auf 494.000 – ein Signal, dass die Netzwerkteilnahme zusammen mit dem Preis nachgelassen hat. Diese beiden Dinge bewegten sich früher gemeinsam. Derzeit zeigen beide nach unten.
Was als Nächstes kommt, ist noch offen
Die nächsten Wochen der Preisentwicklung werden wahrscheinlich bestimmen, welches Szenario sich durchsetzt. Eine schnelle Erholung über die Nullschwelle des aNUPL – eine, die hält – würde die Bullenthese wieder aufbauen. Die Präzedenzfälle von 2023 würden an Gewicht gewinnen. Aber jede Sitzung, die unter Null bleibt, verengt dieses Fenster.
Die Derivatemärkte bieten ebenfalls keine klare Lesart. Die Finanzierungsraten wurden kürzlich wieder positiv – eine Entwicklung, die im Kontext schwacher Spot-Nachfrage historisch gesehen auf leverage-getriebenen Optimismus hindeutete und nicht auf echte Akkumulation. Diese Kombination endet selten glatt.
Die aNUPL-Grafik umkreist den aktuellen Ausdruck in Rot. Derselbe Marker, der auch für die Einträge von 2023 verwendet wurde. Ob dieser an der Nulllinie hält oder weiter nach Süden geht – CryptoQuants Daten besagen, dass die Antwort in den kommenden Sitzungen kommt, nicht in Wochen.



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