Südkorea startet erste Untersuchung von Polymarket-Nutzern
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Südkorea startet erste Untersuchung von Polymarket-Nutzern

Von germanlbn

Südkoreanische Polizei ermittelt gegen Polymarket-Nutzer wegen mutmaßlichen illegalen Glücksspiels, da Wahlwetten ein Volumen von Milliarden Won erreichen.

Die südkoreanische Polizei hat die erste landesweite Untersuchung gegen lokale Nutzer von Polymarket eingeleitet. Es handelt sich um den größten Vorhersagemarkt der Welt. Einige Nutzer stehen im Verdacht, auf der Seite illegale Glücksspielaktivitäten betrieben zu haben.

Die Ermittlungen werden laut ChosunBiz von der Polizeibehörde der Provinz Gangwon geleitet. Die Untersuchung begann nach einer Anfrage der Nationalen Polizeibehörde. Berichten zufolge handelt es sich um den ersten Vorfall eines Angriffs auf südkoreanische Polymarket-Nutzer.

Polymarket ist eine Plattform, auf der Einzelpersonen Wetten auf tatsächliche Ereignisse abschließen können. Nutzer können Ergebnisse von Wahlen, Sportereignissen und Finanzmärkten vorhersagen. Die meisten Wetten werden mit Kryptowährungen getätigt. Die Plattform ist in den USA legal, gilt in Südkorea jedoch als privates Glücksspiel.

Polizei ermittelt gegen Nutzer in ganz Südkorea

Die Untersuchung umfasst Nutzer im ganzen Land. Die Polizei prüft, ob sie durch Wetten auf der Website gegen südkoreanische Glücksspielgesetze verstoßen haben. Derzeit ist es illegal, auf anderen Seiten als Sports Toto zu wetten. Sports Toto ist der staatlich zugelassene Sportwettenanbieter des Landes.

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Folglich könnten Nutzer, die des illegalen Glücksspiels für schuldig befunden werden, mit Strafen belegt werden. Gemäß Artikel 246 des Strafgesetzbuches droht den Tätern eine Geldstrafe von bis zu 10 Millionen Won.

Unterdessen erklärte der Anwalt Ahn Chang-bo, der einige der untersuchten Nutzer vertritt, dass die rechtlichen Voraussetzungen für eine Anklage wegen Glücksspiels erfüllt zu sein scheinen. Er fügte jedoch hinzu, dass es keine früheren Fälle von Bestrafungen gegen Polymarket-Nutzer in Südkorea gebe. Daher stünden die endgültigen Strafen noch nicht fest.

Der Fall ist ins Licht gerückt, da Polymarket in Südkorea weiterhin zugänglich ist. Für die Nutzung der Plattform sind weder VPNs noch spezielle Tools erforderlich. Infolgedessen haben viele Menschen die Plattform trotz rechtlicher Bedenken weiterhin genutzt.

Wahlwettenvolumen erreichte Milliarden Won

Die Kommunalwahlen am 3. Juni in Südkorea führten zu einem Anstieg des Interesses an Polymarket. Die Plattform führte Wahlvorhersagemärkte ein, die es Nutzern ermöglichten, auf politische Ergebnisse zu wetten.

Berichten zufolge erreichte das Wettvolumen während der Wahlen zig Milliarden Won. Dies ist ein großes Volumen, das von den Behörden bemerkt wurde und Bedenken hinsichtlich illegalen Glücksspiels aufkommen ließ.

Unterdessen erklärte die Korea Communications Standards Commission, sie habe Polymarket nie geprüft. Beamten zufolge gab es keine Beschwerden oder Meldungen bezüglich der Plattform. Bisher wurde nichts unternommen.

Südkorea ist nicht das einzige Land, das Polymarket unter die Lupe nimmt. In letzter Zeit haben mehrere Länder den Zugang zur Plattform eingeschränkt. Spanien, Indien und Indonesien haben alle Maßnahmen ergriffen, um ihre Dienste zu blockieren oder zu verbieten.

Dies ist Teil einer breiteren internationalen Initiative zur Regulierung von Krypto-Glücksspielseiten. Regierungen konzentrieren sich zunehmend auf Dienste, die es Nutzern ermöglichen, mit digitalen Vermögenswerten zu wetten.

Die südkoreanische Polizei setzt ihre Ermittlungen fort. Das Ergebnis könnte künftige Vorschriften für Vorhersagemärkte und Krypto-Wetten beeinflussen. Es könnte auch einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie die südkoreanischen Behörden in Zukunft mit ähnlichen Fällen umgehen werden.

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