CFTC schlägt neue Regeln für boomende Prognosemärkte vor
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CFTC schlägt neue Regeln für boomende Prognosemärkte vor

Von germanlbn

Die CFTC hat ihren ersten Rahmen für die Regulierung von Prognosemärkten vorgeschlagen. Was das für Sport, Wahlen und mehr bedeutet.

Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission hat ihren ersten großen Schritt zur Regulierung von Prognosemärkten unternommen. Die Behörde schlug am Mittwoch offiziell einen neuen Rahmen vor, um zu bewerten, welche Ereignisverträge legal sind.

CFTC-Vorsitzender Michael Selig gab den Schritt auf X bekannt und beschrieb ihn als einen Vorstoß für „dauerhafte, transparente Spielregeln“. Der Vorschlag tritt nun in eine 45-tägige öffentliche Kommentierungsfrist ein, bevor Entscheidungen getroffen werden.

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CFTC legt Rahmen für die Überprüfung von Ereignisverträgen vor

Die vorgeschlagenen Regeln sehen ein mehrstufiges Verfahren zur Überprüfung von Prognosemarktverträgen vor. Berichten zufolge werden die Regulierungsbehörden zunächst prüfen, ob ein Vertrag mit einem tatsächlichen Ereignis verbunden ist.

Anschließend wird geprüft, ob das Ereignis unter die im Commodity Exchange Act aufgeführten Kategorien fällt. Bevor ein Vertrag blockiert wird, folgt eine Analyse des öffentlichen Interesses.

Zu den überprüften Kategorien gehören Terrorismus, Attentate, Krieg, Glücksspiel sowie Handlungen, die nach staatlichem oder Bundesrecht illegal sind. Die CFTC erließ keine pauschalen Verbote für Ereignistypen. Stattdessen entschied sich die Behörde für einen Einzelfallansatz. Diese Entscheidung erregte die Aufmerksamkeit von Marktteilnehmern, die die Entwicklungen genau verfolgt hatten.

Vorsitzender Selig sagte, die CFTC werde:

„die Integrität unserer regulierten Märkte schützen, ohne verantwortungsvoller Innovation im Weg zu stehen.“

Er bestätigte in seinem X-Beitrag, dass weitere Regelungen zu Prognosemärkten zu erwarten sind. Die Behörde räumte in ihrer Veröffentlichung ein, dass die Regeln vom Mittwoch begrenzt im Umfang waren.

Sportverträge erhalten unter neuen Regeln teilweise grünes Licht

Sportbezogene Verträge standen monatelang im Mittelpunkt der Debatte über Prognosemärkte. Die CFTC sprach sie im Vorschlag vom Mittwoch direkt an.

Das Wall Street Journal berichtete, dass die Behörde die meisten sportbezogenen Wetten erlauben will, während Verträge blockiert werden, die offensichtliche Manipulation begünstigen.

Die Kommission erklärte, dass sie Verträge zulassen wird, die an aggregierte Sportergebnisse mit objektiven Daten und einer soliden Integritätsinfrastruktur gebunden sind. Verträge, die auf Verletzungen, Schiedsrichterentscheidungen, individuellen Spieleraktionen, Auseinandersetzungen oder Veranstaltungen vor dem College beruhen, werden jedoch nicht erlaubt.

Reine Glücksspiele fallen ebenfalls nicht in den Bereich dessen, was die CFTC genehmigen will.

Die Behörde befasste sich auch mit der Definition von Glücksspiel. Sie einigte sich auf eine Definition, die es als Freizeitbeschäftigung, regelbasiert und auf messbaren Ergebnissen aus geschickter Aktivität basierend beschreibt.

Anhand dieser Definition kam die CFTC zu dem Schluss, dass Wahlverträge nicht als Glücksspiel gelten. Wahlen seien weder Freizeitbeschäftigung noch Unterhaltungszweck, stellte die Kommission fest.

Regulierung von Prognosemärkten löst breitere Debatte aus

Prognosemärkte sind im vergangenen Jahr rapide gewachsen. Dieses Wachstum löste auf staatlicher und bundesstaatlicher Ebene ein regulatorisches Wettrennen aus.

Mehrere Bundesstaaten haben argumentiert, dass sportbezogene Verträge Wetten darstellen und damit unter die Zuständigkeit der Bundesstaaten fallen. Die CFTC widersprach und argumentierte, dass alle derartigen Verträge Swaps seien und unter ihre ausschließliche Zuständigkeit fielen.

Auch der Kongress hat sich eingeschaltet. Die Berichte wiesen darauf hin, dass überparteiliche Gesetzgeber Bedenken hinsichtlich der Risiken von Insiderhandel auf diesen Plattformen geäußert haben.

Formelle Gesetze wurden noch nicht eingebracht, aber der Druck auf die Regulierungsbehörden hat zugenommen. Der Vorschlag vom Mittwoch ist die erste konkrete bundesstaatliche Reaktion auf diese Bedenken.

Die 45-tägige Kommentierungsfrist gibt Marktteilnehmern, Staatsbeamten, Stammesführern und der Öffentlichkeit die Möglichkeit, zu reagieren. Selig bestätigte, dass die Behörde diesen Input schätzt.

Die CFTC hat signalisiert, dass diese Regelung nur der Anfang eines längeren Prozesses ist, um einem schnell wachsenden und noch locker regulierten Bereich Struktur zu verleihen.

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