Der Krypto-Promoter Bitcoin Rodney hat sich im Betrugsfall HyperFund im Wert von 1,8 Milliarden Dollar schuldig bekannt, nachdem er durch das Krypto-Ponzi-System fast 7,9 Millionen Dollar verdient hatte.
Ein aus Miami stammender Krypto-Promoter, bekannt als Bitcoin Rodney, hat sich im Zusammenhang mit dem massiven Krypto-Ponzi-System HyperFund schuldig bekannt. Rodney Burton gestand, ein nicht lizenziertes Geldtransferunternehmen betrieben und gleichzeitig HyperFund vermarktet zu haben, das laut US-Anklagebehörden weltweit rund 1,8 Milliarden Dollar von Investoren eingebracht hat.
Das Geständnis ist ein bedeutender Schritt in einem der größten Kryptowährungsbetrugsfälle der letzten Jahre. Burton drohen nun maximal fünf Jahre Gefängnis. Die Urteilsverkündung ist für den 23. Juli angesetzt.
Wie funktionierte das HyperFund-Krypto-System?
HyperFund wurde 2020 gegründet und bot Anlegern unvergleichliche Renditen. Die Plattform versprach, dass Nutzer durch umfangreiche Kryptowährungs-Mining-Aktivitäten zwischen 0,5 % und 1 % pro Tag verdienen könnten.
"Bitcoin Rodney" just pled guilty over a $1.8B crypto Ponzi
A Miami promoter has admitted his role in one of crypto's biggest scams. Rodney "Bitcoin Rodney" Burton pled guilty to running an unlicensed money-transmitting business while promoting HyperFund, a scheme the DOJ says… pic.twitter.com/53HbGfqklx
— BSCN (@BSCNews) June 18, 2026
Laut Anklagebehörden haben diese Mining-Aktivitäten nie existiert. Das Unternehmen stützte sich stattdessen auf das Geld der Anleger, um das System aufrechtzuerhalten und weltweit neue Investoren anzulocken.
HyperFund war unter verschiedenen Namen bekannt, wie HyperTech, HyperCapital und HyperVerse. Das Projekt vermarktete sich als lukrative Krypto-Investitionsmöglichkeit und gewann tausende Anleger.
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Als die Plattform wuchs, warben Promoter neue Nutzer zum Beitritt an. Später erklärten die Behörden, dass es sich bei dem System um einen Ponzi-ähnlichen Betrug handelte.
Das Unternehmen garantierte den Anlegern, dass sich ihre Investitionen im Laufe der Zeit verdoppeln oder sogar verdreifachen würden. Ab 2021 hatten jedoch viele Nutzer Probleme mit Auszahlungen. Schließlich erlaubte die Plattform den Anlegern nicht mehr, ihr Geld abzuheben. Das System brach 2022 vollständig zusammen, was für viele Anleger zu erheblichen Verlusten führte.
Welche Rolle spielte Bitcoin Rodney?
Rodney Burton war einer der bekanntesten Befürworter von HyperFund. Laut Anklagebehörden war er von Juni 2020 bis Januar 2022 an der Vermarktung und Anwerbung neuer Investoren für die Plattform beteiligt.
Burton verdiente persönlich mindestens 7,85 Millionen Dollar durch seine Beteiligung an der Operation, so die Behörden. Die Staatsanwaltschaft behauptete, er habe einen Teil dieser Gelder für den Kauf von Luxusimmobilien, Sportwagen und einer Yacht verwendet.
Im Jahr 2021 veranstaltete Burton zudem eine bedeutende Kryptowährungskonferenz in Miami. An der Veranstaltung nahmen mehrere Prominente teil, darunter Jamie Foxx, Rick Ross, Jordan Belfort, Akon und Tiffany Haddish.
Die Auftritte der Prominenten erregten Aufmerksamkeit, aber die Personen wurden nicht wegen Beteiligung an dem Betrug angeklagt. Die Veranstaltung trug jedoch dazu bei, das öffentliche Bewusstsein für das Projekt zu schärfen.
Burton wurde von Bundesbehörden festgenommen, nachdem es im Januar 2024 zu einem Vorfall am Miami International Airport gekommen war. Ermittler erklärten, er habe bei seiner Festnahme ein Einwegticket nach Dubai bei sich getragen.
Später bezeichnete ein Richter Burton als „großes Fluchtrisiko“ und ordnete an, dass er während des laufenden Verfahrens in Haft bleiben müsse.
Was passiert als Nächstes in der HyperFund-Untersuchung?
Das Schuldeingeständnis von Burton ist nur ein Aspekt einer umfassenderen Untersuchung. Die Behörden suchen weiterhin aktiv nach anderen Personen, die mit HyperFund in Verbindung stehen.
Brenda Chunga, auch bekannt als Bitcoin Beautee, ist eine weitere Promoterin, die sich zuvor schuldig bekannt hat und mit dem US-Justizministerium zusammenarbeitet.
Mitbegründer Sam Lee sieht sich derweil Anklagen wegen Wertpapierbetrugs und Überweisungsbetrugs gegenüber. Die Staatsanwaltschaft sagt, er sei eine Schlüsselfigur in dem System gewesen. Berichten zufolge lebt Lee derzeit in Dubai.
Die Aufsichtsbehörden fordern Anleger weiterhin auf, sich vor Plattformen zu hüten, die ungewöhnlich hohe Gewinne bei geringer Transparenz versprechen. Das Scheitern von HyperFund ist ein weiteres Beispiel für die Gefahren von schnellem Geld.
Der Fall ist einer der größten Krypto-Betrugsverfolgungen der letzten Jahre; Burtons Urteilsverkündung ist für den 23. Juli anberaumt. Die Ermittler werden weiterhin Personen verfolgen, die an dem 1,8-Milliarden-Dollar-System beteiligt waren.




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