Südkorea geht gegen Krypto-Wale vor, während die BOK auf tokenisierte Anleihen drängt.
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Südkorea geht gegen Krypto-Wale vor, während die BOK auf tokenisierte Anleihen drängt.

Von germanlbn
  • Südkorea hat mutmaßliche Fälle von Krypto-Marktmanipulation an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
  • Die Bank von Korea plant tokenisierte Staatsanleihen nach dem Erfolg des Projekts Hangang.
  • Projekt Hangang treibt die digitale Finanzwirtschaft mit einer einheitlichen Ledger-Infrastruktur voran.

Südkorea verschärft die Überwachung seines digitalen Vermögenssektors und baut gleichzeitig die blockchainbasierte Finanzinfrastruktur aus. Die Behörden haben mutmaßliche Krypto-Marktmanipulatoren an die Staatsanwaltschaft übergeben, während die Bank von Korea nach dem Erfolg des Projekts Hangang Pläne für tokenisierte Staatsanleihen vorantreibt.

Südkorea verschärft Maßnahmen gegen Krypto-Marktmanipulation

Die Finanzaufsichtskommission (FSC) genehmigte die Überweisungen während ihrer 12. ordentlichen Sitzung am 1. Juli. Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass beide Fälle mutmaßliche Verstöße im Zusammenhang mit unlauteren Handelspraktiken mit virtuellen Vermögenswerten betreffen.

Die Entscheidung spiegelt umfassendere Bemühungen wider, den Anlegerschutz zu stärken und das Vertrauen in die heimischen Märkte für digitale Vermögenswerte zu verbessern.

Ein Fall betrifft einen Krypto-Wal, der beschuldigt wird, eine groß angelegte Pump-and-Dump-Strategie über in- und ausländische Börsen durchgeführt zu haben. Laut der FSC häufte der Investor fast die Hälfte des im Umlauf befindlichen Angebots des Tokens an, bevor er durch koordinierte Handelsaktivitäten künstlichen Kaufdruck erzeugte.

Die Aufsichtsbehörden erklärten, dass der Verdächtige Verluste an ausländischen Börsen in Kauf nahm, während er durch Verkäufe auf südkoreanischen Handelsplattformen größere Gewinne erzielte. Folglich gehen die Behörden davon aus, dass viele Privatanleger den Token kauften, nachdem manipulierte Preiserhöhungen die heimischen Märkte erreicht hatten.

Die zweite Überweisung betrifft angebliche Marktmanipulation unter Verwendung automatisierten API-Handels zusammen mit manuellen Limit-Orders. Beamte erklärten, dass die Strategie falsche Signale der Marktnachfrage erzeugte, bevor zuvor erworbene Token gewinnbringend verkauft wurden.

Die FSC warnte Anleger, vorsichtig zu bleiben, wenn Token unerklärliche Preisanstiege oder ungewöhnlich hohe Handelsvolumina aufweisen. Darüber hinaus kündigten die Aufsichtsbehörden Pläne an, die Marktüberwachungssysteme zu stärken und die Erkennung verdächtiger Handelsmuster zu verbessern.

Bank von Korea erweitert digitale Finanzwirtschaft durch Tokenisierung

Während die Aufsichtsbehörden die Durchsetzung verschärfen, entwickelt die Bank von Korea weiterhin die blockchainbasierte Finanzinfrastruktur durch das Projekt Hangang. 

Gouverneur Shin Hyun-song stellte die Fortschritte des Projekts während des Sintra-Forums der Europäischen Zentralbank in Portugal vor.

Projekt Hangang begann im Oktober 2023, um die Infrastruktur zu testen, die zukünftige digitale Währungssysteme mit einem einheitlichen Ledger unterstützt. In der ersten Phase arbeitete die Zentralbank mit Privatbanken zusammen, um eine digitale Zentralbankwährung im Großhandel zusammen mit tokenisierten Geschäftsbankeinlagen auszugeben.

Laut Shin zeigte der Pilotversuch, dass das einheitliche Ledger unter realen Bedingungen zuverlässig funktionierte. Die Plattform ermöglichte gleichzeitige Zahlungen und Asset-Abwicklungen, sodass Eigentumsübertragungen unmittelbar nach Abschluss der Zahlung erfolgen konnten.

Der Gouverneur sagte auch, dass programmierbare Transaktionsfunktionen die Compliance stärkten und gleichzeitig die Möglichkeiten für Missbrauch reduzierten. Darüber hinaus erwiesen sich Einlagentoken als fähig, praktische Zahlungsfunktionen innerhalb der Pilotumgebung zu unterstützen.

Tokenisierte Staatsanleihen werden zum nächsten strategischen Ziel

Aufbauend auf den Fortschritten des Projekts Hangang evaluiert die Bank von Korea nun tokenisierte Staatsanleihen als ihre nächste große Initiative. Shin sagte, dass eine breitere Asset-Tokenisierung die Geldpolitik stärken und gleichzeitig die Finanzstabilität unterstützen und die betriebliche Effizienz verbessern könnte.

Er erklärte, dass die Ausgabe von Staatsanleihen auf dem einheitlichen Ledger die Abwicklung, die Sicherheitenprüfung, die Transaktionsverarbeitung und das Asset-Management vereinfachen könnte. Der Ansatz könnte auch Betriebsfehler reduzieren und gleichzeitig die Finanzmarktinfrastruktur Südkoreas modernisieren.

Die zweite Phase des Projekts Hangang wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen und die Anwendungen digitaler Währungen auf staatliche Ausgabenprogramme ausweiten. Erste Pilotprojekte werden Subventionen für das Laden von Elektrofahrzeugen und ausgewählte Betriebskosten des öffentlichen Sektors umfassen.

Shin betonte auch die Verbindung der digitalen Währungsinfrastruktur Südkoreas mit dem Projekt Agora, einer internationalen Initiative zur Unterstützung tokenisierter grenzüberschreitender Zahlungen. Die Integration von Devisen- und Wertpapierabwicklungen in einzelne programmierbare Transaktionen könnte Kosten senken und gleichzeitig die internationale Rolle des koreanischen Won stärken.

Insgesamt unterstreichen die Durchsetzungsmaßnahmen und die Tokenisierungsstrategie den dualen Ansatz Südkoreas gegenüber digitalen Vermögenswerten. Die Behörden verfolgen eine stärkere Marktintegrität und fördern gleichzeitig verantwortungsvolle finanzielle Innovation durch regulierte Blockchain-Infrastruktur.

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