CryptoQuant-Daten zeigen, dass die Stablecoin-Reserven an Börsen weiter fallen, was Fragen zum kurzfristigen Liquiditätsausblick von Krypto aufwirft.
Die Kaufkraft von Stablecoins ist laut neuen CryptoQuant-Daten nicht in großem Umfang zurückgekehrt.
Die von Novaque Research veröffentlichte Analyse zeigt ein gemischtes Liquiditätsbild an den Börsen. Die Nettoflüsse sind leicht positiv geworden, aber der Gesamttrend sieht immer noch restriktiv aus.
Die Reserveniveaus liegen weit unter den Höchstständen des letzten Jahres. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kryptomärkte möglicherweise immer noch ein starkes Kapitalpolster für zukünftige Rallyes vermissen lassen.
Nettozufluss an Börsen zeigt kleine Gewinne
Die Zuflüsse von ERC-20-Stablecoins an Börsen sind leicht in positives Terrain gerückt.
Der Nettozufluss liegt laut CryptoQuant Berichten nun bei fast 62,8 Millionen US-Dollar. Diese Zahl markiert eine Abkehr von den jüngsten Abflussperioden. Dennoch verblasst sie im Vergleich zu den Milliarden-Dollar-Zuflusswellen, die früher in diesem Zyklus zu sehen waren. Händler beobachten, ob sich dieses Rinnsal zu einem Strom entwickeln könnte.
Auch die Aktivitäten bei der Ausgabe und Rücknahme von Stablecoins haben nachgelassen. Beide liegen beim letzten Wert nahe bei 1,5 Milliarden US-Dollar. Diese Bilanz zeigt keine klare Expansion des gesamten Stablecoin-Angebots.
Die Ausgabe hat sich im Vergleich zum Anstieg in der ersten Hälfte des Jahres 2025 stark verlangsamt. Analysten sehen dies als Signal, dass die Neuschöpfung von Kapital vorerst ins Stocken geraten ist.
Stablecoin Dry Powder Is Not Yet Returning at Scale
“Continued reserve contraction would leave rallies more dependent on leverage and external capital flows.” – By @NovaqueResearch pic.twitter.com/bH7pPfy9Mr
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) July 23, 2026
Börsenreserven bleiben deutlich unter dem Höchststand
Das aussagekräftigere Signal kommt laut CryptoQuant von den Reservesalden der Börsen.
ERC-20-Stablecoin-Bestände an Börsen sind auf etwa 61,8 Milliarden US-Dollar gesunken. Das liegt deutlich unter dem Höchststand von Ende 2025, der bei über 75 Milliarden US-Dollar lag. Die Reserven liegen zudem unter dem fallenden 100-Tage-Durchschnitt, was den Abwärtstrend bestätigt.
Diese Schrumpfung deutet darauf hin, dass das verfügbare Stablecoin-Kapital trotz des jüngsten Anstiegs der Nettoflüsse weiter abnimmt. Novaque Research wies auf die Kluft zwischen kurzfristigen Zuflüssen und längerfristigen Reservetrends hin.
Weniger Stablecoins an Börsen bedeuten in der Regel weniger einsatzbereites „trockenes Pulver“. Diese Dynamik ist für Händler wichtig, die die Liquiditätsbedingungen im Hinblick auf die nächste Marktbewegung beobachten.
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Was das für die Krypto-Kursentwicklung bedeutet
Der Bericht von CryptoQuant vermeidet eine klare Vorhersage der Kursrichtung. Der kurzfristige Ausblick basierend auf den Daten tendiert zu neutral bis leicht konstruktiv.
Anhaltend positive Nettoflüsse könnten etwas Unterstützung bieten, wenn der Trend anhält. Ein stärkeres Signal würde jedoch eine Stabilisierung der Börsenreserven erfordern.
Das ausgegebene Angebot müsste zudem konsequent die Rücknahmen übertreffen, damit sich ein klareres bullishes Szenario ergibt.
Novaque Research warnte, dass eine anhaltende Reservenkontraktion Rallyes stärker von Leverage und externen Kapitalflüssen abhängig machen würde. Diese Abhängigkeit von Leverage anstatt von frischer Stablecoin-Liquidität könnte Kursgewinne auf wackeligere Beine stellen.
Die Daten von CryptoQuant werden wahrscheinlich im Fokus bleiben, während Händler verfolgen, ob das trockene Pulver der Stablecoins in den kommenden Wochen wieder aufgebaut wird.





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