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Neue 5-Minuten-Regel könnte Krypto-Handel in Südkorea verändern

Von germanlbn

Südkorea führt eine 5-Minuten-Krypto-Abgleichregel ein, um die Börsensicherheit zu verbessern, Fehler zu verhindern und die Kontrollen nach dem Bithumb-Vorfall zu stärken.

Südkorea hat strikte neue Regeln für Kryptowährungsbörsen eingeführt, um die Sicherheit zu erhöhen und Fehler zu vermeiden. Die Behörden verlangen nun von den Börsen, ihre internen Aufzeichnungen alle fünf Minuten mit den tatsächlichen Wallet-Beständen abzugleichen. Dies erfolgt nach einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, der Schwachstellen in den Methoden der Börsen im Umgang mit Nutzervermögen und internen Systemen offenbart hat.

Südkorea verschärft Krypto-Regeln nach Bithumb-Vorfall

Die Financial Services Commission kündigte die neue Richtlinie nach einer Diskussion mit den großen Börsen und der Digital Asset Exchange Alliance (DAXA) an. Die Regelung erfolgte nach einer Notfallinspektion, die durch einen Vorfall bei Bithumb ausgelöst wurde, bei dem Fehler bei Auszahlungen Anlass zur Sorge gaben.

Bei der Inspektion stellten die Beamten fest, dass einige Börsen ihre Aufzeichnungen nur alle 24 Stunden überprüften. Folglich konnten sie nicht schnell auf Fehler reagieren. Daher kamen die Aufsichtsbehörden zu dem Schluss, dass schnellere Kontrollen erforderlich sind, um die Risiken zu minimieren und das Vertrauen in den Markt zu stärken.

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Darüber hinaus werden die Börsen nun alle fünf Minuten automatische Abgleiche ihrer internen Hauptbücher mit den Wallet-Salden durchführen. Dies dient dazu, Diskrepanzen in kurzer Zeit zu identifizieren. Wenn eine große Abweichung festgestellt wird, sollen die Systeme den Handel, Ein- und Auszahlungen automatisch stoppen, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Zusätzlich müssen die Börsen täglich öffentliche Berichte vorlegen, die ihre Vermögenssalden ausweisen. Ziel dieser Änderung ist es, die Transparenz zu erhöhen, damit Nutzer einen besseren Einblick in die Verwaltung ihrer Vermögenswerte erhalten. Gleichzeitig werden externe Prüfungen häufiger stattfinden – statt alle drei Monate nun monatlich – was einen zusätzlichen Kontrollpunkt bietet.

Neue Sicherheitsmaßnahmen sollen künftige Fehler verhindern

Die neuen Vorschriften bringen auch robustere Risikokontrollmechanismen mit sich. Börsen müssen Konten für Hochrisikotransaktionen, wie z.B. Bonusauszahlungen, separat führen. Zudem werden automatisierte Prüfungen durchgeführt, um Transaktionsdetails vor der Genehmigung zu überprüfen. Solche Prüfungen stellen sicher, dass Beträge und Einheiten mit den geplanten Werten übereinstimmen und menschliche Fehler minimieren.

Darüber hinaus müssen große Transaktionen von mehreren Ebenen genehmigt werden. Je nach Auszahlungshöhe müssen verschiedene Genehmigungsmaßnahmen erfüllt werden. Dies soll illegale oder fehlerhafte Überweisungen verhindern.

Die Reformen beheben auch Schwächen bei der internen Kontrolle. Bisher fanden Inspektionen einmal jährlich statt. Sie werden nun alle sechs Monate durchgeführt. Alle Börsen müssen die Inspektionsergebnisse auch den Aufsichtsbehörden offenlegen. Diese Veränderung wird den Behörden helfen, die Einhaltung der Vorschriften häufiger zu überprüfen und schneller auf Probleme zu reagieren.

Außerdem werden die Börsen Risikomanagementbeauftragte einsetzen und spezielle Ausschüsse einrichten. Diese Teams werden die Sicherheitspraktiken überwachen und Notfälle, Systemausfälle oder menschliche Fehler bearbeiten. Es wird eine Standardstruktur geben, die festlegt, wie Risiken innerhalb der Branche gemanagt werden.

Die Änderungen waren auch eine Reaktion auf den Bithumb-Auszahlungsvorfall, bei dem aufgrund eines technischen Fehlers während einer Werbeaktion ein schwerwiegender Fehler auftrat. Obwohl der Großteil der Gelder zurückerstattet wurde, verdeutlichte der Vorfall gravierende Schwächen bei den Echtzeitkontrollen.

Insgesamt stellt die neue 5-Minuten-Regel Südkoreas eine bedeutende Veränderung in der Krypto-Regulierung dar. Der integrierte Ansatz aus beschleunigter Überwachung, häufigeren Prüfungen und verbesserten Risikosystemen wird den Behörden helfen, einen sichereren und vertrauenswürdigeren Markt für digitale Vermögenswerte zu schaffen.

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