Südkorea erprobt Blockchain-Depot-Token zur Modernisierung der Staatsausgaben.
Blockchain Technology

Südkorea erprobt Blockchain-Depot-Token zur Modernisierung der Staatsausgaben.

Von germanlbn

Korea testet programmierbare Token, um Verwaltungsverzögerungen zu reduzieren, Ausgaberegeln durchzusetzen und die Zahlungskosten im öffentlichen Sektor zu senken.

Südkorea schreitet bei Blockchain-basierten Zahlungssystemen für öffentliche Ausgaben voran. Die Behörden testen Depot-Token als Ersatz für traditionelle Regierungskarten. Die Beamten erwarten, dass der Pilotversuch Verwaltungshemmnisse verringert und die Aufsicht verbessert. Die frühen Bemühungen stehen auch im Zusammenhang mit weiteren Plänen zur Regulierung digitaler Vermögenswerte.

Pilotprojekt mit Depot-Token soll Verwaltungsaufwand bei öffentlichen Ausgaben in Korea reduzieren

Das südkoreanische Finanz- und Wirtschaftsministerium hat ein Pilotprogramm mit Blockchain-gestützten Depot-Token für dienstliche Ausgaben gestartet. Regierungsbehörden greifen derzeit auf ausgegebene Kredit- und Debitkarten zurück, aber unregelmäßige Ausgabezeiten lösen häufig zusätzliche Meldepflichten aus.

Transaktionen zu später Stunde oder am Wochenende erfordern in der Regel, dass Beamte Begründungsberichte einreichen, gefolgt von internen Überprüfungen. Dieser Prozess verlangsamt den Betrieb und erhöht die administrative Arbeitslast in den Behörden.

Depot-Token zielen darauf ab, diese Ineffizienzen zu beheben. Die Behörden können Ausgaberegeln vordefinieren, einschließlich genehmigter Kategorien und Zeitfenster. Zahlungen außerhalb dieser Parameter können automatisch eingeschränkt werden, was den Bedarf an manueller Kontrolle verringert.

Die Beamten wiesen auch darauf hin, dass direkte tokenbasierte Transaktionen die Vermittlerkosten senken könnten. Kleine Unternehmen, die Dienstleistungen für Regierungsbehörden erbringen, könnten von niedrigeren Gebühren als bei kartenbasierten Zahlungen profitieren.

Pilotprojekt für digitale Vermögenswerte könnte auf Regierungsbetrieb in Südkorea ausgeweitet werden

Die anfängliche Einführung konzentriert sich auf Sejong-si, das administrative Zentrum des Landes. Das Ministerium plant, bald Betreiber auszuwählen und mit Behörden und privaten Partnern zusammenzuarbeiten, um die Struktur des Pilotprojekts abzuschließen. Eine breitere Umsetzung ist für das vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen.

Eine Ausweitung auf andere Regierungsfunktionen bleibt möglich, wenn die Ergebnisse den Erwartungen entsprechen. Die Behörden experimentieren bereits mit ähnlichen Systemen in anderen Sektoren. Ein kürzlich gestartetes Gemeinschaftsprojekt mit dem Ministerium für Klima, Energie und Umwelt nutzt Depot-Token zur Verteilung von Zuschüssen für Elektrofahrzeug-Ladestationen.

Parallel zu diesen Versuchen schreiten auch die politischen Entwicklungen voran. Südkorea bereitet den Digital Asset Basic Act vor, der Regeln für Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und Krypto-Exchange-Traded Funds festlegen wird.

Abgeordnete der Demokratischen Partei Koreas signalisierten einen erneuten Fokus auf den Gesetzentwurf nach den Regionalwahlen am 3. Juni. Es wird erwartet, dass die Diskussionen an Fahrt gewinnen und die regulatorische Richtung für die digitale Finanzierung im Land vorgeben.

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