Frankreichs Finanzminister drängt europäische Banken dazu, Euro-Stablecoins und tokenisierte Einlagen einzuführen, da die Dominanz der USA im digitalen Zahlungsverkehr zunimmt.
Europa unternimmt einen mutigen Schritt im Bereich der digitalen Währungen.
Der französische Finanzminister Roland Lescure äußerte Bedenken hinsichtlich der begrenzten Präsenz des Euro in der WährungsunionStablecoin-Markt. Er sprach am Freitag auf einer Kryptokonferenz in Paris.
Lescure bezeichnete das geringe Volumen der an den Euro gekoppelten Stablecoins als „nicht zufriedenstellend“. Er drängte auch europäische Banken dazu, tokenisierte Einlagen als Lösung zu prüfen.
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Der globale Stablecoin-Markt bleibt stark vom Dollar dominiert. Tether mit Sitz in El Salvador ist mit großem Abstand führend. Die meisten Stablecoins dienen derzeit Krypto-Händlern und nicht alltäglichen Zahlungsnutzern.
Laut einem ReutersBerichtEine aktuelle Umfrage von RBC Capital Markets ergab, dass zwei Drittel der europäischen Banken eine begrenzte Nachfrage nach Stablecoins sehen.
Diese Lücke beunruhigt die europäischen Politiker. Der Einfluss des Dollars auf digitale Zahlungen gibt Anlass zur Sorge um die finanzielle Souveränität.
Europa ist seit langem auf außereuropäische Zahlungsanbieter angewiesen, und diese Abhängigkeit steht nun auf dem Prüfstand. Die Spannungen mit den USA haben diese Bedenken in den letzten Monaten nur noch verstärkt.
Die Kommentare von Lescure spiegeln einen umfassenderen Vorstoß auf dem gesamten Kontinent wider. Regierungen und Finanzinstitute überdenken ihre digitalen Zahlungsstrategien. Das Ziel ist klar: die Gefährdung durch Systeme außerhalb der europäischen Kontrolle zu verringern.
Europäische Banken bündeln ihre Kräfte für einen an den Euro gekoppelten Stablecoin
Eine Gruppe großer europäischer Banken ergreift bereits Maßnahmen. ING, UniCredit und BNP Paribas haben ein gemeinsames Unternehmen gegründet, berichtete Reuters.
Ihr Ziel ist es, in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 einen an den Euro gekoppelten Stablecoin auf den Markt zu bringen. Die Initiative zielt darauf ab, eine glaubwürdige europäische Alternative zu schaffendigitale Zahlungen.
Lescure brachte seine direkte Unterstützung für die Bemühungen zum Ausdruck. Er nannte es genau das, was Europa jetzt braucht und will. Über Stablecoins hinaus forderte er die Banken auf, noch weiter zu gehen und tokenisierte Einlagen in Betracht zu ziehen.
Bei der Tokenisierung werden Blockchain-basierte Token erstellt, die bestehende finanzielle Vermögenswerte darstellen.
Die Unterstützung eines französischen Ministers verleiht dem Projekt politisches Gewicht. Es signalisiert, dass die europäischen Regierungen nicht von der Seitenlinie aus zuschauen. Ein koordiniertes Vorgehen zwischen Banken und politischen Entscheidungsträgern könnte das Gleichgewicht der digitalen Währungen verschieben.
Der digitale Euro und Europas umfassendere Tokenisierungsstrategie
Die Europäische Zentralbank entwickelt seit einiger Zeit einen digitalen Euro. Das Projekt zielt darauf ab, Zentralbankgeld in einer zunehmend digitalen Wirtschaft relevant zu halten.
Die Fortschritte waren jedoch langsam. Einige nationale Bankenlobbys haben zurückgedrängt, und die Bewegung im Europäischen Parlament bleibt begrenzt.
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Lescure brachte am Freitag seine Unterstützung für die Richtung der EZB zum Ausdruck. Er bezeichnete es als die richtige Balance, den digitalen Euro in den Mittelpunkt der Tokenisierungsbemühungen zu stellen.
Seine Bemerkungen stehen im Einklang mit einer umfassenderen europäischen Strategie zum Aufbau einer Finanzinfrastruktur vor Ort.
Die Politik sieht in der Tokenisierung mehr als nur einen Trend. Sie sehen darin ein Instrument für langfristige finanzielle Unabhängigkeit. Die entscheidende Frage bleibt, ob die europäischen Banken schnell genug reagieren.
Quelle: Live Bitcoin News





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