CLARITY Act könnte sich verzögern, da Banken strengere Stablecoin-Regeln fordern, während Gesetzgeber vor den Zwischenwahlen 2026 einen Kompromiss suchen.
US-Gesetzgeber bereiten sich darauf vor, den CLARITY Act nach zunehmendem Druck der Großbanken zu verzögern. Der Gesetzentwurf wird die Kryptomarktregulierung, insbesondere für Stablecoins, beeinflussen. Dennoch haben Konflikte zwischen Banken und Krypto-Unternehmen die Entwicklung verlangsamt. Folglich haben die Gesetzgeber mehr Zeit, um eine ausgewogene Einigung zu erzielen.
Senat unter Druck, da Stablecoin-Debatte CLARITY Act verzögert
Thom Tillis hat laut Berichten von Punchbowl News zu einer Verzögerung aufgerufen. Er bat den Senatsbankenausschuss, die Debatte auf Mai zu verschieben. Damit ist die ursprünglich für April geplante Ausschussmarkierung wohl nicht mehr wahrscheinlich. Dies würde Zeit für weitere Verhandlungen zwischen den wichtigsten Beteiligten geben.
News: Sen. Tillis (R-NC) told Senate Banking Committee Chair Tim Scott (R-SC) the panel should not plan to advance a major crypto bill in April.
Negotiators need more time to finalize a bank-crypto compromise on stablecoin yield, Tillis said, pointing to a potential May markup pic.twitter.com/PIaAjPCb24
— Brendan Pedersen (@BrendanPedersen) April 20, 2026
Tillis führte aus, dass Eile im Prozess zu schlechten politischen Entscheidungen führen könnte. Stattdessen betonte er die Bedeutung, allen Seiten zuzuhören. Er stimmte auch mit Tim Scott überein, dem Vorsitzenden des Ausschusses. Dies bedeutet, dass der Ausschuss diese Woche nur ein enges Zeitfenster für eine Entscheidung hat.
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Inzwischen erhöhen die Banken den Druck auf die Gesetzgeber, die Kryptoregulierung zu verschärfen. Sie wünschen sich strengere Beschränkungen für die Aktivitäten von Stablecoins, insbesondere für die Erzielung von Renditen. Passive Renditen ermöglichen es Nutzern, Zinsen zu erhalten, indem sie einfach Tokens halten. Banken sind der Ansicht, dass solche Merkmale finanzielle Risiken bergen können.
Einer der vorgeschlagenen Kompromisse zielt darauf ab, diese Probleme anzugehen. Er würde passive Renditen auf Stablecoins verbieten. Jedoch würden Belohnungen, die auf tatsächlicher Aktivität wie Zahlungen oder Liquiditätshilfe basieren, nicht ausgeschlossen. Diese Strategie zielt darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Sicherheit in der Kryptobranche zu finden.
Zeitplan bis zu den Zwischenwahlen erhöht Dringlichkeit der Kryptoregulierungsdebatte
Dieser Kompromissversuch wurde Anfang des Jahres ernsthaft in Frage gestellt. Wichtige Krypto-Unternehmen zogen sich aufgrund des Verbots passiver Renditen zurück. Dies führte zum Erliegen der Gespräche und verlangsamte den Fortschritt. Diese Pattsituation ist nun eine der Hauptursachen für die erwartete Verzögerung.
Gleichzeitig erhöht der politische Zeitplan den Druck. Die Zwischenwahlen im November 2026 stehen bald bevor. Daher bleibt den Gesetzgebern nicht viel Zeit, um den Gesetzentwurf fertigzustellen und zu verabschieden. Sollte es zu weiteren Verzögerungen kommen, könnte das Gesetz erst 2030 in Kraft treten.
Befürworter warnen davor, dass Untätigkeit der Kryptobranche schaden könnte. Ohne klare Gesetzgebung könnten Unternehmen durch Vollzugsmaßnahmen reguliert werden. Dieses Szenario lässt Anleger und Unternehmen im Ungewissen. Daher fordern viele Branchenteilnehmer, langsamer, aber umsichtiger vorzugehen.
Darüber hinaus wird der CLARITY Act als bedeutender Schritt hin zu einer organisierten Kryptoregulierung angesehen. Er soll Regeln für Märkte, Tokens und Unternehmen festlegen. Allerdings bleiben Stablecoins der am meisten debattierte Teil des Gesetzes. Daher ist es notwendig, in dieser Angelegenheit einen Konsens zu finden.
Insgesamt zeigt die Verzögerung die zugrundeliegenden Spannungen zwischen traditioneller Finanzwelt und Krypto-Unternehmen. Die Gesetzgeber müssen Innovation mit Bedenken zur Finanzstabilität in Einklang bringen. Das Ergebnis der laufenden Diskussionen wird die Zukunft der Kryptoregulierung in den Vereinigten Staaten bestimmen.





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