$16B verschwunden: Aave schwer getroffen durch Folgen der KelpDAO-Sicherheitslücke
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$16B verschwunden: Aave schwer getroffen durch Folgen der KelpDAO-Sicherheitslücke

Von germanlbn
  • Aave verlor innerhalb von Tagen 16,2 Milliarden Dollar an Einlagen, nachdem der KelpDAO rsETH-Exploit zu massiven Kapitalabflüssen im gesamten Protokoll führte.
  • Die USDC-Auslastung auf Aave V3 Ethereum erreichte 99,87 %, sodass weniger als 3 Millionen Dollar verfügbar waren, während die Kreditzinsen auf fast 15 % stiegen.
  • Während Privatanleger ausstiegen, zeigten On-Chain-Daten, dass die Wal-Akkumulation im Preisfenster von 90 bis 100 Dollar für AAVE bei maximaler Angststimmung zunahm.

Aave hat nach dem KelpDAO rsETH-Sicherheitsvorfall 16,2 Milliarden Dollar an Gesamteinlagen verloren. Das dezentrale Kreditprotokoll erlebte, wie seine bereitgestellten Mittel innerhalb weniger Tage von 45,8 Milliarden Dollar auf 29,6 Milliarden Dollar einbrachen.

Der Abfluss vernichtete mehr als ein Drittel der gesamten Kapitalbasis der Plattform. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß dieses Abflusses überraschten viele Marktteilnehmer. Dieses Ereignis gilt nun als einer der schwerwiegendsten Liquiditätsschocks in der jüngeren DeFi-Geschichte.

Wie der KelpDAO-Exploit einen 16-Milliarden-Dollar-Abfluss bei Aave auslöste

Der KelpDAO rsETH-Vorfall löste eine Kettenreaktion aus, die Kapital aus Aave strömen ließ. Ein Angreifer prägte durch den Exploit 116.500 rsETH und hinterlegte sie als Sicherheit bei Aave.

Der Angreifer lieh sich dann gegen diese Sicherheit und entzog 106.466 ETH im Wert von rund 250 Millionen Dollar. Dies löste sofortige Panik unter Einlegern und Liquiditätsanbietern im gesamten Protokoll aus.

Daten zeigen, dass die Einlagen von etwa 48,5 Milliarden Dollar vor dem Vorfall auf rund 30,7 Milliarden Dollar kurz danach zurückgingen.

Das bedeutet, dass fast ein Drittel der gesamten Kapitalbasis der Plattform innerhalb weniger Tage verschwand. In den dreieinhalb Tagen nach dem Vorfall verließen allein 15,1 Milliarden Dollar das Protokoll. Die Abhebungsrate in diesem Zeitraum spiegelte extreme Dringlichkeit unter den Kapitalinhabern wider.

EmberCN ordnete die Zahlen auf X ein und stellte fest: „Das gesamte Einlagenvolumen auf Aave ist bereits unter 30 Milliarden Dollar gefallen. Von 45,8 Milliarden Dollar vor dem rsETH-Vorfall auf jetzt 29,6 Milliarden Dollar, mit einem Abfluss von 16,2 Milliarden Dollar“, so der Analyst.

Der Beitrag verbreitete sich weit und verstärkte die Besorgnis über die kurzfristige Stabilität der Plattform. Er lenkte auch erneute Aufmerksamkeit auf die Sicherheitsrisiken, die in DeFi-Sicherheitenanlagen stecken.

Der breitere DeFi-Sektor kämpft mit sinkenden gesperrten Gesamtwerten in mehreren Protokollen. Aaves Situation sticht jedoch aufgrund der direkten Verbindung zwischen dem Exploit und den Abflüssen hervor.

Der Abfluss von 16,2 Milliarden Dollar war kein allmählicher marktbedingter Rückgang. Es war ein konzentrierter Schock, ausgelöst durch eine spezifische Sicherheitslücke in einem von der Plattform akzeptierten Sicherheitenwert.

Liquiditätsstress und divergierende Stimmung prägen Aaves aktuelle Lage

Auf Aave V3 Ethereum stieg die USDC-Auslastung auf etwa 99,87 %, als die Abhebungen zunahmen. Die verfügbare Liquidität im Pool fiel an ihrem angespanntesten Punkt auf unter 3 Millionen Dollar.

Innerhalb von 24 Stunden fielen sowohl die bereitgestellten als auch die geliehenen Beträge um rund 60 Millionen Dollar. Rückzahlungen wurden von Abhebungsanfragen absorbiert, anstatt durch neue Einlagen ersetzt zu werden.

Die Einlagenzinsen für USDC und USDT stiegen auf nahezu 13,4 %, während die Kreditzinsen in diesem Zeitraum fast 15 % erreichten. Trotz dieser erhöhten Zinssätze kehrte kein neues Kapital zurück, um den Pool zu stabilisieren.

Dies zeigte, dass Zinsanreize allein angstgetriebene Abflüsse in einer Krisenumgebung nicht umkehren können. Der Pool schrumpfte weiter, anstatt sich durch normale Marktkräfte neu auszugleichen.

Der TVL fiel Berichten zufolge weiter, wobei einige Berichte ihn auf nur 15,6 Milliarden Dollar bezifferten, und es wurde festgestellt, dass Gelder zu konkurrierenden Protokollen wie Spark abflossen.

WiseCrypto, ein Kommentator des Kryptomarktes, wies auf eine sich abzeichnende Kluft zwischen großen und kleinen Teilnehmern hin.

„Wale akkumulieren AAVE bei 91,24 Dollar, während Privatanleger aussteigen“, schrieb der Analyst und fügte hinzu, dass die Stimmung maximale Angst erreicht habe. Die Auftragsgrößen der Wale stiegen stark an, während kleinere Anleger weiterhin zurückzogen.

Ob Aave die in diesem Zusammenbruch verlorenen 16,2 Milliarden Dollar zurückgewinnen kann, bleibt eine offene Frage in der DeFi-Community.

Das Vertrauen der Einleger wiederherzustellen, erfordert mehr als erhöhte Zinssätze oder kurzfristige Stabilisierung.

Die Fähigkeit der Plattform, Sicherheitenrisiken zu adressieren und Sicherheitskontrollen zu verschärfen, wird wahrscheinlich ihren weiteren Verlauf bestimmen. Vorläufig dient die 16-Milliarden-Dollar-Lücke als deutliche Erinnerung daran, wie schnell Kapital sich bewegt, wenn das Vertrauen in dezentrale Finanzen bricht.

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