Krypto-Gaming-Krise: Berichten zufolge sind 93% der Web3-Projekte aufgrund des Zusammenbruchs der Finanzierung tot.
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Krypto-Gaming-Krise: Berichten zufolge sind 93% der Web3-Projekte aufgrund des Zusammenbruchs der Finanzierung tot.

Von germanlbn

Ein neuer Bericht zeigt, dass 93% der Web3-Gaming-Projekte gescheitert sind, mit Verlusten von 11 Milliarden Dollar und GameFi-Token, die 95% unter ihrem Höchststand von 2022 liegen.

Ein umfassender Post-Mortem-Bericht von Caladan hat harte Zahlen zum dramatischen Niedergang des Web3-Gamings vorgelegt. 

Das Unternehmen analysierte über 3.200 Blockchain-Gaming-Projekte, die zwischen 2020 und Anfang 2026 gestartet wurden. Es erfasste mehr als 12 Milliarden Dollar an eingesetztem Kapital in diesem Zeitraum. 

Die Ergebnisse sind ernüchternd. 

Rund 93% dieser Projekte sind heute praktisch tot, mit geschätzten Verlusten von 11 Milliarden Dollar.

Web3-Gaming-Token 95% unter den Höchstständen von 2022

GameFi-Token haben etwa 95% ihres Wertes gegenüber ihren Höchstständen von 2022 verloren, so der Bericht von Caladan. Der Zusammenbruch erfolgte nicht allmählich. 

Play-to-Earn-Modelle zogen massive Spekulationen an, konnten aber keine Nutzer binden, sobald die Token-Anreize versiegten. Axie Infinity verdeutlicht dies eindrücklich. 

Das Spiel verzeichnete einst 2,7 Millionen tägliche Nutzer. Diese Zahl sank später auf nur 5.500.

Telegram-basierte Tap-to-Earn-Spiele folgten einem ähnlichen Muster. Trotz Hunderten Millionen Nutzern auf ihrem Höhepunkt verloren diese Projekte rund 96% ihrer Spielerbasis. 

Das Muster wiederholte sich im gesamten Sektor. Projekte brannten hell und verblassten schnell, mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von etwa vier Monaten.

Strukturelle Fehler führten zum Web3-Gaming-Crash

Der Bericht von Caladan weist auf ein klares strukturelles Problem hin. 

Die meisten Projekte priorisierten Token-Verkäufe, NFTs und Marketing gegenüber der Entwicklung tatsächlicher Spiele. Dieser Ansatz zog frühes Kapital an, konnte aber kein Engagement aufrechterhalten. 

Nutzer gingen, als die Belohnungen sanken, und Studios hatten nichts anderes zu bieten. Die Finanzierung folgte den Nutzern zur Tür hinaus.

Web3-Gaming machte 2022 62,5% des gesamten Web3-Risikokapitals aus. Bis 2025 war dieser Anteil auf einstellige Prozentwerte gefallen. Die vierteljährlichen VC-Investitionen in Spielestudios sanken um 99% gegenüber ihrem Höchststand. 

Bis Mai 2025 repräsentierte ein einzelner Deal im Wert von 9 Millionen Dollar die monatliche Gesamtfinanzierung der gesamten globalen Branche. 

Animoca Brands, einst der aktivste Geldgeber des Sektors, hat sein Gaming-Engagement inzwischen auf 25% seines Portfolios reduziert und den Fokus auf Stablecoins verlagert.

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Eine kleine Gruppe von Überlebenden deutet auf ein anderes Modell hin

Nicht jedes Projekt ist gescheitert. 

Caladan identifiziert eine kleine Gruppe von Überlebenden inmitten der Trümmer. Diese Projekte teilen einen gemeinsamen Ansatz. Sie behandeln Blockchain als Hintergrundinfrastruktur und nicht als Hauptattraktion. 

Das Gameplay steht an erster Stelle. Token-Mechaniken bleiben außerhalb des Rampenlichts.

Gunzillas Off the Grid wird im Bericht als Beispiel für dieses Modell in der Praxis erwähnt. Enjin gehört ebenfalls zu den Projekten, die während des Abschwungs weitergebaut haben. 

Die Web3-VC-Finanzierung für Gaming schrumpft weiter, aber die Überlebenden deuten auf einen nachhaltigeren Weg hin. Er sieht nur ganz anders aus als das Token-First-Playbook, das die frühen 2020er Jahre dominierte.

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