Quantentest bricht ECC-Schlüssel, weckt neue Sicherheitsbedenken für Bitcoin
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Quantentest bricht ECC-Schlüssel, weckt neue Sicherheitsbedenken für Bitcoin

Von germanlbn

Forscher knackt ECC-Schlüssel mit Quantenhardware und weckt Bedenken hinsichtlich der Bitcoin-Sicherheit. Er fordert einen schnelleren Umstieg auf Post-Quanten-Schutzsysteme.

Ein Durchbruch in der Quanteninformatik hat weltweit ernste Sicherheitsbedenken ausgelöst. Der unabhängige Forscher Giancarlo Lelli hat kürzlich einen 15-Bit-Elliptische-Kurven-Schlüssel mit öffentlicher Quantenhardware geknackt. Darüber hinaus brachte ihm diese Leistung eine Belohnung von 1 Bitcoin und weltweite Aufmerksamkeit ein.

Quantendurchbruch zeigt echte Fortschritte bei Krypto-Angriffen

Das Experiment war Teil einer Herausforderung von Project Eleven. Die Gruppe verlieh Lelli den Q-Day-Preis für die erfolgreiche Durchführung der Aufgabe. Dies ist die größte öffentliche Demonstration eines Quantenangriffs auf die Elliptische-Kurven-Kryptografie.

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Die Elliptische-Kurven-Kryptografie (ECC) wird zur Sicherung vieler Blockchain-Systeme verwendet. Bitcoin und Ethereum nutzen diese Methode beispielsweise für Signaturen. Das Knacken eines kleinen ECC-Schlüssels ist daher ein Schritt in Richtung besserer Quantenangriffe.

Lelli wandte einen Quantenalgorithmus namens Shor-Algorithmus an. Dieser Algorithmus zielt auf das Problem des diskreten Logarithmus auf elliptischen Kurven (ECDLP) ab, das Kryptowährungs-Wallets sichert. Dadurch konnte er aus einem öffentlichen Schlüssel einen privaten Schlüssel ableiten.

Obwohl das Experiment mit einem 15-Bit-Schlüssel durchgeführt wurde, ist es bedeutsam. Der Schlüsselraum enthielt 32.767 mögliche Schlüssel, die durchsucht wurden. Infolgedessen gilt dies nun als Verbesserung gegenüber früheren Tests.

Tatsächlich knackte ein Test im Jahr 2025 nur einen 6-Bit-Schlüssel. Dieses neue Experiment ist also 512 Mal anspruchsvoller. Es zeigt die rasche Verbesserung der Quantentechnologie.

Wachsende Risiken verstärken den Bedarf an Post-Quanten-Sicherheit

Allerdings ist es immer noch wesentlich schwieriger, einen 256-Bit-Schlüssel zu knacken. Neuere Studien deuten jedoch darauf hin, dass die Lücke schnell schrumpft. Schätzungen zufolge werden für einen solchen Angriff etwa 500.000 Qubits benötigt.

Einige neuere Forschungen deuten sogar darauf hin, dass der Bedarf auf 10.000 Qubits sinken könnte. Man geht daher davon aus, dass das Problem zunehmend zu einem technischen wird. Dies könnte künftige Angriffe ermöglichen.

Derzeit werden 6,9 Millionen Bitcoins in Wallets mit öffentlichen Schlüsseln aufbewahrt. Diese Wallets könnten gefährdet sein, wenn Quantenangriffe effektiver werden. Infolgedessen beobachtet die Kryptoindustrie diese Entwicklungen genau.

Darüber hinaus beträgt der Wert der durch ECC geschützten Vermögenswerte weltweit über 2,5 Billionen US-Dollar. Dies umfasst zahlreiche Blockchain-Netzwerke. Die Bedrohungen beschränken sich also nicht auf eine einzige Kryptowährung.

Auch die Technologiebranche nimmt diese Risiken ernst. Andere bereiten sich bereits auf quantensichere Systeme vor. Google beispielsweise plant, bis 2029 quantensicher zu sein.

Experten fordern nun die Einführung von Post-Quanten-Kryptografie. Dies ist eine Kryptografie, die gegen Quantencomputer resistent ist. Entwickler werden daher wahrscheinlich in naher Zukunft Blockchain-Systeme aufrüsten müssen.

In der Zwischenzeit arbeiten Forscher an neuen Problemen in diesem Bereich. Project Eleven plant bereits weitere Tests unter Verwendung von künstlicher Intelligenz und Quantenanalyse. Diese Bemühungen zielen darauf ab, zukünftige Risiken besser zu verstehen und zu verringern.

Insgesamt zeigt das Knacken des 15-Bit-Schlüssels die Fortschritte in der Quanteninformatik. Obwohl groß angelegte Angriffe noch nicht möglich sind, ist der Trend klar. Daher werden eine frühzeitige Vorbereitung und stärkere Sicherheitssysteme für die Zukunft der Kryptomärkte entscheidend sein.

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