Zondacrypto-Krise: CEO flieht, 4.500 BTC gesperrt, $100 Mio. in Gefahr
Crypto Scams

Zondacrypto-Krise: CEO flieht, 4.500 BTC gesperrt, $100 Mio. in Gefahr

Von germanlbn

Der CEO von ondacrypto soll nach Israel gereist sein, während 4.500 BTC gesperrt bleiben und die polnischen Behörden wegen potenzieller Verluste von über 100 Mio. USD ermitteln.

Die polnische Krypto-Börse Zondacrypto zerfällt schnell.

Berichten zufolge ist CEO Przemysław Kral nach Israel gereist. Seine israelische Staatsbürgerschaft könnte ihn vor Auslieferung schützen. Auszahlungen auf der Plattform sind eingefroren.

Die polnischen Behörden haben daraufhin separate Straf- und Finanzermittlungen gegen die Börse eingeleitet.

Verwandte Lektüre:

https://www.livebitcoinnews.com/chainalysis-and-singapore-police-stop-2-86m-crypto-scam-wave-details/

Zondacrypto CEO im Zentrum eines wachsenden Skandals

Kral ist von Beruf polnischer Anwalt. Er war lange Zeit Rechtsberater der Börse, bevor er zum CEO aufstieg.

Er übernahm, nachdem der Gründer Sylwester Suszek zurückgetreten war, und positionierte Zondacrypto als regulierte, EU-konforme Plattform. Zudem pries er öffentlich die estnische Aufsicht und strikte AML-Compliance als Beleg für eine solide Governance.

Dann kam die Krise.

Wie von Onet berichtet und von Wu Blockchain geteilt, erschien Kral in einem Video, das eine Cold Wallet mit rund 4.500 BTC zeigte. Der Schritt sollte die Nutzer beruhigen. Doch im selben Video gab er zu, dass die Börse nicht die privaten Schlüssel zu dieser Wallet besitzt.

Der verschwundene Gründer und das eingefrorene Bitcoin

Kral behauptet, diese privaten Schlüssel gehörten dem Gründer Sylwester Suszek. Suszek wird seit 2022 vermisst. Die polnische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er ermordet wurde.

Mit Suszeks Verschwinden sind diese 4.500 BTC, die zu Höchstkursen schätzungsweise 330 Millionen Dollar wert waren, eingefroren und unzugänglich.

Fast 99% der Bitcoin-Reserven von Zondacrypto sind Berichten zufolge nicht nachweisbar. Laut Berichten könnten die potenziellen Gesamtverluste 100 Millionen Dollar übersteigen.

Zudem ist der Aufsichtsrat inzwischen zurückgetreten. Mitarbeiter wurden Berichten zufolge abrupt entlassen. Die Börse scheint am Rande der Insolvenz zu stehen.

Auch Suszeks Familie hat Fragen aufgeworfen.

Angehörige bestritten Krals Autorität über Teile des Geschäfts. Zudem reagierte Kral mit Verleumdungsklagen und internem Filmmaterial, das angeblich zeigt, wie Suszek ihn als Nachfolger benennt.

Polnische Behörden leiten Straf- und Finanzermittlungen ein

Die polnischen Behörden verfolgen nun zwei separate Ermittlungen.

Eine konzentriert sich auf strafbares Verhalten. Die andere zielt auf mögliche Geldwäsche ab. Beide folgen einer Welle von Kundenbeschwerden, nachdem Auszahlungen eingestellt wurden.

Sophia Hodlberg merkte an, dass Kral die israelische Staatsbürgerschaft erlangte und Europa 2025 verließ.

Rechtsexperten in Polen haben Bedenken geäußert. Sollten formelle Anklagen folgen, könnte es schwierig werden, ihn aufzuspüren und zu verfolgen.

Wu Blockchain berichtete zudem, dass Zondacrypto mit politischer Aktivität in Polen in Verbindung gebracht wurde. Darüber hinaus deuten Berichte darauf hin, dass die Börse vor wichtigen Abstimmungen über Krypto-Gesetze Spenden an Stiftungen geleistet hat, die mit rechten Politikern verbunden sind.

Die polnische Presse hat dies als Teil einer aggressiven Sponsoring- und Einflussstrategie beschrieben.

Die Situation entwickelt sich weiter. Zudem wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine formellen Anklagen bestätigt.

germanlbn

Über den Autor

germanlbn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert