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Alte Bitcoin-Wallets sind möglicherweise nie völlig sicher, warnt Ledger CTO

Von germanlbn

Der CTO von Ledger warnt davor, dass alte Bitcoin-Wallets permanenten Quantenrisiken ausgesetzt sind. BIP-361 schlägt eine Lösung vor, aber für Münzen aus der Zeit vor 2013 gibt es möglicherweise keinen Wiederherstellungspfad.

Ein neuer Bitcoin-Verbesserungsvorschlag wird in der Krypto-Community zum Gesprächsthema. BIP-361 zielt auf eine der komplexesten Herausforderungen in der Zukunft von Bitcoin ab: die Quantenmigration. 

Der Vorschlag beschreibt, wie Bitcoin-Inhaber ihre Gelder an quantensichere Adressen verschieben können. 

Der Chief Technology Officer von Ledger hat jedoch ernsthafte Bedenken geäußert. Einige alte Bitcoin-Geldbörsen können möglicherweise einfach nie wiederhergestellt werden.

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BIP-361 und der Post-Quantum-Bitcoin-Migrationsplan

BIP-361 geht das Anreizproblem hinter der Post-Quantum-Migration an. Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Auswahl eines bestimmten Signaturschemas. Vielmehr geht es darum, wie Inhaber tatsächlich dazu gebracht werden können, ihre Gelder sicher zu bewegen.

Der Vorschlag definiert drei Phasen. Phase A, etwa drei Jahre nach der Aktivierung, verbietet neue Ausgaben an ECDSA- oder Schnorr-Adressen. 

Bestehende Fonds können weiterhin umziehen, allerdings nur in Post-Quantum-Skripte. Phase B, zwei Jahre später, macht die ECDSA- und Schnorr-Ausgaben völlig ungültig. Nicht migrierte UTXOs werden zu diesem Zeitpunkt eingefroren. 

Phase C bleibt undefiniert und hier beginnt die eigentliche Komplexität.

Die Logik von Phase A bis Phase B ist unkompliziert. Begrenzen Sie die gefährdete Gefährdung und schließen Sie sie dann vollständig ab. 

Phase C wirft jedoch politische und ethische Fragen auf, die die anderen Phasen nicht stellen.

Warum Quantencomputer die Eigentumsregeln verändern

In einer Post-Quantum-Welt ist die Kenntnis eines privaten Schlüssels kein Beweis mehr für den Besitz. 

Ein kryptografisch relevanter Quantencomputer, oft CRQC genannt, kann einen privaten Schlüssel direkt aus einem öffentlichen Schlüssel ableiten. Das widerlegt die Annahme, dassDie Sicherheit von Bitcoinhat sich immer darauf verlassen.

BIP-361 weist auf eine elegante Lösung für Phase C hin. Dabei handelt es sich um einen wissensfreien Nachweis des Besitzes der BIP-39-Seed-Phrase. Die Ableitung von BIP-39 zu BIP-32 basiert auf einer Einweg-Hash-Kette. Quantencomputer können es nicht umkehren. 

Ein Wallet-Besitzer würde die Kenntnis seines Seeds nachweisen, ohne ihn preiszugeben, und die Blockchain würde den Beweis überprüfen und die Gelder freigeben.

Dieser Ansatz bietet auch einen breiteren Nutzen. EinheimischZK-BeweisDie Verifizierung auf Bitcoin könnte Türen zu Gültigkeits-Rollups, Datenschutz-Upgrades und prägnanten Beweissystemen öffnen.

Bitcoin-Münzen aus der Zeit vor 2013 stehen vor einem anderen Problem

BIP-39 kam erst 2013 auf den Markt. 

BIP-32 kam Ende 2012 auf den Markt. An Münzen, die vor diesen Standards erstellt wurden, ist keine Startphrase gebunden. 

Bei vielen frühen Bitcoin-Ausgaben, insbesondere Pay-to-Public-Key-Münzen, sind die öffentlichen Schlüssel bereits in der Kette offengelegt.

Für diese UTXOs ist eine ZK-basierte Wiederherstellung strukturell unmöglich. BIP-361 erkennt dies direkt an. 

Der Vorschlag greift in solchen Fällen auf einen Mechanismus im Hourglass-Stil zurück, der eher ratenbegrenzte Ausgaben als kryptografische Beweise beinhaltet.

Dies ist die ungelöste Lücke im Vorschlag. BIP-361 bietet den richtigen Rahmen, aber Phase C löst nur einen Teil des Problems. Der ÄltesteBitcoin-Beständebleiben am schwierigsten zu schützen.

Quelle: Live Bitcoin News

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