Project Eleven sagt, dass schnelle Quantenfortschritte Bitcoin-Wallets früher gefährden könnten als viele erwarten.
Quantencomputing-Risiken könnten schneller eintreten, als viele in der Krypto-Branche erwarten. Neue Forschungsergebnisse von Project Eleven argumentieren, dass Fortschritte nach Jahren begrenzter sichtbarer Veränderungen plötzlich beschleunigt werden könnten. Die Bedenken konzentrieren sich auf Verschlüsselungssysteme, die Bitcoin-Wallets und die globale digitale Infrastruktur schützen. Branchengruppen diskutieren bereits über Migrationspläne, bevor die Bedrohung akut wird.
Krypto-Sicherheitsängste steigen, da Forscher vor abrupten Quantenfortschritten warnen
Project Eleven veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht, der warnt, dass der „Q-Day“ bereits 2030 kommen könnte. Forscher des Post-Quanten-Sicherheits-Startups glauben, dass ein Durchbruch der modernen Verschlüsselung bis 2033 wahrscheinlicher als nicht ist. Ihre Schätzungen setzen das Ereignis in einen Bereich von mehreren Jahren auf beiden Seiten.
Die Forscher argumentieren, dass die Quantenentwicklung möglicherweise keinem stetigen Zeitplan folgt. Stattdessen könnten sich Hardware- und Algorithmusverbesserungen stapeln und abrupte Fähigkeitssprünge auslösen. Project Eleven beschrieb das Muster als „nichts, und dann alles auf einmal“.
Jüngste Fortschritte haben diese Bedenken verstärkt. Letzten Monat extrahierte ein Forscher einen 15-Bit-Elliptische-Kurve-Schlüssel mit Quantenhardware. Aktuelle Kryptowährungs Systeme verlassen sich immer noch auf eine weitaus stärkere 256-Bit-Verschlüsselung, was eine große Lücke hinterlässt, bevor die Bitcoin-Sicherheit bedroht ist.
Trotzdem schätzt Project Eleven, dass unter bestimmten Bedingungen fast 6,9 Millionen Bitcoins einer Quantenexposition ausgesetzt sein könnten. Bei aktuellen Preisen ist dieser Bestand mehr als 560 Milliarden Dollar wert.
Dan Robinson schlägt Zeitstempelbeweise für zukünftige quantensichere Bitcoin-Ansprüche vor
Die Forscher warnten zudem, dass Migrationszeitpläne ebenso wichtig sind wie technische Bereitschaft. Ihr Bericht bezog sich auf Mosca’s Ungleichheit, eine Theorie, die besagt, dass Systeme bereits zurückfallen, wenn Upgrades länger dauern als Bedrohungen benötigen, um zu entstehen.
Krypto-Entwickler haben begonnen, über mögliche Reaktionen zu diskutieren. Ein Vorschlag des Paradigm-Forschers Dan Robinson würde es Bitcoin-Inhabern ermöglichen, heute mit Zeitstempeln das Wallet-Eigentum nachzuweisen. Diese Aufzeichnungen könnten später Ansprüche auf quantensichere Versionen von Bitcoin unterstützen, ohne Wallet-Aktivitäten on-chain offenzulegen.
Ein weiterer Vorschlag, BIP-361, unterstützt von Jameson Lopp und anderen Mitwirkenden, schlägt einen mehrjährigen Migrationsprozess hin zu quantenresistenten Adressen vor.
Auch außerhalb der Krypto-Branche wächst der Druck. Google hat seinen Zeitplan bereits vorverlegt und strebt einen Übergang zu quantenresistenter Kryptographie bis 2029 an.




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