Mike Belshe argumentierte, dass die Ängste vor Quantencomputern rund um Bitcoin durch geschäftliche Anreize beeinflusst werden könnten.
Nach einer Warnung des Post-Quanten-Sicherheitsunternehmens Project Eleven kam es zu einer neuen Debatte über die langfristige Sicherheit von Bitcoin. Die Bedenken verstärkten sich, nachdem das Unternehmen Schätzungen über einen möglichen „Q-Day“ innerhalb des nächsten Jahrzehnts abgegeben hatte. Mike Belshe, CEO von BitGo, wies die Behauptungen jedoch zurück und stellte die Motive hinter der Warnung in Frage.
Mike Belshe hinterfragt die Motive hinter der Quantenbedrohungswarnung für Bitcoin
Project Eleven sagte, dass Quantencomputing dies könntestellen eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit von Bitcoin darbis 2030. Forscher argumentierten, dass Durchbrüche bei Hardware und Algorithmen plötzlich und nicht allmählich erfolgen könnten. Nach Angaben des Unternehmens könnte die Quantenentwicklung nach Jahren begrenzter sichtbarer Fortschritte einem „Alles-auf-einmal“-Muster folgen.
Forscher gehen davon aus, dass ein erfolgreicher Durchbruch der aktuellen Verschlüsselungsstandards bis 2033 wahrscheinlicher ist. Ihr Bericht warnte, dass das größte Problem von Bitcoin nicht nur technische Einschränkungen sein würden. Die Koordination zwischen Börsen, Depotbanken, Minern, Wallet-Anbietern und Benutzern könnte schwierig werden, wenn die Branche gleichzeitig auf Post-Quanten-Kryptografie umsteigen müsste.
Mike Belshe, CEO von BitGo, lehnte die Warnung in einem entschieden abBeitrag auf X. Belshe argumentierte, dass Project Eleven finanziell von der öffentlichen Besorgnis über Quantenbedrohungen profitiert.
„Das Unternehmen, dessen Geschäftsmodell davon abhängt, dass Menschen Angst vor Quantencomputing haben, sagt uns, dass wir Angst vor Quantencomputing haben sollen.“
Belshe schrieb.
Dabei ging es ihm nicht direkt darum, ob Quantenbedrohungen real sind, sondern um mögliche Vorurteile in der Botschaft des Unternehmens. Er deutete an, dass der Bericht wahrscheinlich Worst-Case-Szenarien betonen und die Idee fördern würde, dass dringendes Handeln erforderlich sei.
Die Debatte über Post-Quantum-Sicherheit nimmt in der gesamten Kryptobranche zu
Jüngste Experimente haben die Debatte zusätzlich angeheizt. Letzten Monat soll ein Forscher mithilfe von Quantenhardware einen 15-Bit-Ellipsenkurvenschlüssel extrahiert haben. Bitcoin-Wallets sind derzeit auf eine weitaus stärkere 256-Bit-Verschlüsselung angewiesen, was eine erhebliche technische Lücke hinterlässt, bevor die aktuellen Schutzmaßnahmen angreifbar werden.
Dennoch schätzt Project Eleven, dass in bestimmten Szenarien fast 6,9 Millionen BTC exponiert werden könnten. Bei aktuellen Marktpreisen stellt dieser Betrag Bitcoin im Wert von mehr als 560 Milliarden US-Dollar dar.
Die Debatte um Quantencomputing undKryptosicherheithält schon seit Jahren an. Während die unmittelbaren Risiken ungewiss bleiben, gewinnen Diskussionen über Post-Quantum-Schutzmaßnahmen in der gesamten Digital-Asset-Branche zunehmend an Aufmerksamkeit.
Quelle: Live Bitcoin News





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