Frankreich verzeichnete in nur 4 Monaten des Jahres 2026 41 Krypto-Entführungen, und Joe Nakamoto führt den Anstieg der Krypto-Wrench-Angriffe direkt auf zentralisierte KYC-Datenlecks zurück, die Inhaber offenlegen.
Frankreich ist zum gefährlichsten Land der Erde für Krypto-Inhaber geworden. Laut Joe Nakamoto ereignen sich heute weltweit rund 70 % aller Krypto-Wrench-Angriffe in Frankreich. In 4 Monaten des Jahres 2026 gab es im Land 41 Entführungen. Das ist im Durchschnitt ein gewalttätiger Angriff alle 2,5 Tage.
Darüber hinaus handelt es sich nicht um gewöhnliche Verbrechen auf der Straße. Kriminelle setzen physische Gewalt und Entführungen ein, um digitale Vermögenswerte direkt von den Opfern zu stehlen. Die französische Staatsanwältin für organisierte Kriminalität, Vanessa Perrée, bestätigte, dass in diesen Fällen 88 Personen angeklagt wurden. Das Ausmaß organisierter Gewalt nimmt rapide zu.
🚨New Video! This one is very important.
41 kidnappings. 4 months. One country. This is how France became the most dangerous place on Earth to own Bitcoin — and the data leak that made it possible. pic.twitter.com/lRgTjVZ7db
— Joe Nakamoto ⚡️ (@JoeNakamoto) May 21, 2026
Datenlecks gaben Kriminellen eine Einkaufsliste von Krypto-Inhabern
Nakamoto sagt, dass dies direkt auf zentralisierte KYC-Datenlecks zurückzuführen ist. Im Jahr 2020 erlitt der französische Hardware-Wallet-Anbieter Ledger einen schwerwiegenden Datenleck. Dieses Leck gab die E-Mail-Adressen, Identitäten und Privatadressen von mehr als 270.000 Kunden weltweit preis. Diese Informationen wurden von Kriminellen genutzt, um wohlhabende Krypto-Inhaber zu Hause zu finden und ins Visier zu nehmen.
Verwandte Lektüre: Kraken- und Coinbase-Nutzer verliert angeblich 6,7 Mio. USD in Krypto nach mutmaßlichem physischen Angriff | Live Bitcoin News
Zudem wurden bei einem weiteren, aktuelleren Leck bei der französischen Krypto-Steuerplattform Waltio weitere 50.000 Nutzer kompromittiert. Darüber hinaus wurde ein französischer Steuerbeamter formell beschuldigt, Daten aus staatlichen Aufzeichnungen abgezogen zu haben. Dieser Beamte soll Informationen über Krypto-Inhaber an kriminelle Netzwerke verkauft haben.
Jameson Lopp, CEO des Krypto-Wallet-Unternehmens Casa, bezeichnete Frankreich als den Kanarienvogel im Kohlebergwerk. Er glaubt, dass die KYC-Compliance-Vorschriften die Börsen dazu zwingen werden, echte Namen und Adressen mit digitalen Wallets zu verknüpfen.
Ausländische Verbrechersyndikate rekrutieren lokale Jugendliche zur Durchführung von Angriffen
Diese Angriffe werden auf sehr raffinierte Weise durchgeführt, wie der französische Geheimdienst bestätigt hat. Die Operationen werden von kriminellen Syndikaten außerhalb Marokkos ferngesteuert. Sie rekrutieren dann lokale Jugendliche in Frankreich, um die gewaltsamen Einbrüche in Wohnhäuser durchzuführen.
Unterdessen erhalten prominente Persönlichkeiten des Krypto-Sektors direkt Drohungen. Die Ehefrau des Sandbox-Mitbegründers Sebastien Borget konnte einem mutmaßlichen Entführungsversuch am Wohnsitz des Paares in Seine-et-Marne bei Paris entgehen. Nachbarn griffen ein und vereitelten den Angriff.
Einige der größten Krypto-Unternehmen wie Ledger und Binance France haben ihren Sitz in Frankreich. Dies bedeutet, dass das Land eine hohe Dichte an wohlhabenden Krypto-Gründern, Führungskräften und Early Adoptern aufweist. Frankreich ist besonders attraktiv für organisierte Kriminelle, die nach hochwertigen Zielen mit bekannten Adressen suchen.
Innerhalb der Bitcoin- und Krypto-Community gibt es starken Widerstand gegen die Erhebung von KYC-Daten. Zudem sagen Sicherheitsexperten, dass selbst die beste Kryptographie eine Person nicht vor physischer Gewalt an ihrer Haustür schützen kann. Infolgedessen fordert die Branche zunehmend größere persönliche Sicherheitsmaßnahmen und weniger KYC-Datenspeicherung.
Zusammenfassend zeigt Frankreichs Krise einen direkten Zusammenhang zwischen der Erhebung von Regulierungsdaten und physischem Risiko. Je mehr Daten zentral gespeichert werden, desto größer ist das Risiko für die einzelnen Inhaber, wenn die Daten durchsickern. Nun stellt sich die Frage, ob die Regulierungsbehörden handeln werden, bevor der nächste große Leck eintritt.





Schreibe einen Kommentar