TD Cowen sieht zunehmende politische Risiken für den CLARITY Act
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TD Cowen sieht zunehmende politische Risiken für den CLARITY Act

Von germanlbn
  • TD Cowen sieht die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des CLARITY Act aufgrund des sich verschlechternden politischen Umfelds bei 40%.
  • Der Bankenausschuss des Senats hat den Gesetzesentwurf weitergeleitet, aber er benötigt noch 60 Stimmen im gesamten Senat.
  • Der Hauptkonflikt ist Abschnitt 307, der dem Kongress und dem Präsidenten den Handel mit Kryptowährungen verbietet und auf Trumps Unternehmungen abzielt.

Jaret Seiberg, ein Analyst bei TD Cowen, glaubt, dass die Aussichten der USA, ihre bedeutendste Krypto-Regulierungsmaßnahme, den CLARITY Act, zu verabschieden, schwinden.

Und da die politischen Spannungen in Washington zunehmen, wird es immer zweifelhafter, dass es noch in diesem Jahr verabschiedet wird.

TD Cowen analysiert düstere Chancen für den Clarity Act

Der Bankenausschuss des Senats hat den Kryptowährungsgesetzesentwurf im Mai mit 15 zu 9 Stimmen weitergeleitet.

Aber TD Cowen-Analyst Jaret Seiberg warnt die Teilnehmer des Kryptomarktes, ihre Erwartungen zurückhaltend zu gestalten.

Er sagt, dass diese Abstimmung im Ausschuss „nur ein Schritt auf das Plenum des gesamten Senats“ sei.

60 Stimmen im gesamten Senat zu bekommen, ist ein sehr hoher Berg, den es zu erklimmen gilt.

Folglich behält TD Cowen eine pessimistische Wahrscheinlichkeit von 40% für die Verabschiedung des Gesetzesentwurfs durch die Legislative in diesem Jahr bei.

Dies ist eine konservative Prognose, die sich deutlich vom Rest des Kryptomarktes unterscheidet.

Darüber hinaus wird das politische Klima, in dem der Clarity Act operiert, zunehmend schwieriger.

Trotz dieses Fortschritts haben die Gesetzgeber keine vollständige überparteiliche Einigung erzielt.

Daher sollten institutionelle Anleger mit einer längeren Phase der gesetzgeberischen Unsicherheit in Washington rechnen.

Der von TD Cowen hervorgehobene Trump-Unternehmenskonflikt

Eine umstrittene Ethikbestimmung in Abschnitt 307 bleibt die Hauptursache für die politische Sackgasse.

Diese spezielle Bestimmung verbietet dem Präsidenten, Vizepräsidenten und dem Kongress ausdrücklich den Handel mit Krypto-Assets.

Folglich wirkt sich die Regel direkt auf die jüngsten Krypto-Unternehmungen der Trump-Familie aus.

Sie haben groß angelegte Projekte wie World Liberty Financial und American Bitcoin.

Laut Seiberg könnte es für Demokraten nun schwieriger werden, den Gesetzesentwurf ohne strengere ethische Standards zu unterstützen, während Republikaner weniger geneigt sein könnten, das Gesetz voranzutreiben, wenn neue Änderungen direkt auf Trump abzielen.

Diese politische Kluft hat Fragen aufgeworfen, ob die Gesetzgeber in der Lage sein werden, das Gesetz noch vor Jahresende zu verabschieden.

Senator Thom Tillis hält ebenfalls äußerst hartnäckig an dieser umstrittenen Ethikformulierung fest. Er weigert sich, den Gesetzesentwurf zu unterstützen, es sei denn, die Regeln gelten für die Trump-Familie.

Daher stellt TD Cowen fest, dass diese Sackgasse es viel schwieriger macht, die entscheidende Unterstützung der Demokraten zu sichern.

Dies geschieht, nachdem der Kongress den Clarity Act verschoben hat, da die Kryptoindustrie ein weiteres verlorenes Jahr befürchtet

Extreme Verzögerungen verschieben den politischen Zeitplan auf 2027

Das enge gesetzgeberische Zeitfenster vor der bevorstehenden Augustpause erschwert den Zeitplan weiter.

Die politische Kontroverse wird wahrscheinlich ganz abflauen, bevor die Gesetzgeber endgültig handeln können. Daher besteht die Möglichkeit, dass der Konflikt die politische Agenda für mehrere Monate blockiert.

Diese zusätzlichen Verzögerungen könnten die endgültige Verabschiedung laut TD Cowen leicht bis ins Jahr 2027 hinauszögern. Andernfalls werden die Behörden die endgültigen Regeln erst 2029 verabschieden.

Ein derart verlängerter Zeitplan würde die regulatorische Unsicherheit für die gesamte Kryptoindustrie verlängern.

Insgesamt ist Washington in Bezug auf die Regeln für die Governance und Ethik digitaler Vermögenswerte stark gespalten.

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