BIS beginnt mit echtwertigen Blockchain-Zahlungstests bei Zentralbanken und globalen Unternehmen und treibt tokenisierte grenzüberschreitende Abwicklungen sowie digitale Finanzinnovationen voran.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich bringt Blockchain-Zahlungen in eine bedeutende neue Phase. Die Institution wird bald mit echten Transaktionswert-Tests für das Projekt Agorá beginnen.
Große Zentralbanken schließen sich BIS-Blockchain-Zahlungsversuchen an
Bloomberg berichtet, dass das Projekt die New Yorker Fed, die Europäische Zentralbank und die Bank von Japan einbeziehen wird. Zudem nehmen die Bank von England, JPMorgan, UBS, Visa und Mastercard teil. Die Partnerschaft umfasst nun 7 Zentralbanken und über 40 regulierte Finanzinstitute weltweit.
BIS to Begin Real-Value Testing for Blockchain Cross-Border Payments Project
According to Bloomberg, the Bank for International Settlements (BIS) will begin testing real-value transactions for its blockchain-based cross-border payments project, Project Agorá, with participation… pic.twitter.com/wf8jtQIPqY
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) May 27, 2026
Das Projekt Agorá begann vor fast 2 Jahren als Blockchain-Zahlungsprojekt. Seitdem hat die Gruppe an Möglichkeiten gearbeitet, internationale Geldtransfers zu verbessern. Traditionelle grenzüberschreitende Systeme sind oft mit Verzögerungen, hohen Kosten und operativer Komplexität verbunden.
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Die in Basel ansässige BIS erklärte am Mittwoch, dass das Projekt einen funktionierenden Prototypen fertiggestellt habe. Die Plattform ist eine Mischung aus tokenisierten Geschäftsbankeinlagen und tokenisierten Zentralbankreserven. Darüber hinaus basiert das System auf einem „einheitlichen Hauptbuch“, das für sichere Abwicklungsprozesse vorgesehen ist.
Der Prototyp ermöglicht die atomare Abwicklung mehrerer Währungen. Das bedeutet sofortige Zahlungen und Transfers ohne Abwicklungsrisiko. Darüber hinaus könnte das System bei vollständiger Einführung in allen teilnehmenden Märkten rund um die Uhr Zahlungen weltweit ermöglichen.
Die BIS teilte mit, dass die Plattform Transaktionen durch Blockchain-Smart Contracts automatisiert. Das bedeutet, dass Finanzinstitute Compliance-Regeln und Zahlungsbedingungen direkt in Transaktionen integrieren können. Die Technologie könnte auch manuelle Eingriffe in Abwicklungsprozesse minimieren.
Projekt Agorá zielt auf schnellere und sicherere globale Transaktionen ab
Das Projekt richtet sich insbesondere an Großkundengrenzüberschreitende Zahlungen zwischen Finanzinstituten. Darüber hinaus ermöglicht das gemeinsame Hauptbuch die gleichzeitige Abwicklung von tokenisierten Reserven und Geschäftseinlagen. Dies soll die Transaktionskoordination verbessern und den Abgleich zwischen den Parteien minimieren.
Die BIS stellte fest, dass operative Reibungen eines der größten Probleme im globalen Zahlungsverkehr heute darstellen. Institutionen haben unterschiedliche Systeme und Verifizierungsprozesse, was zu Verzögerungen führt. Das neue Blockchain-basierte System könnte jedoch die Kommunikation und Abwicklung von Transaktionen zwischen verschiedenen Jurisdiktionen erleichtern.
Zahlungssysteme werden zu einem Bereich wachsenden Interesses für große Finanzunternehmen, insbesondere im Bereich der Tokenisierung. Daher ist Projekt Agorá ein weiterer bedeutender Schritt hin zur institutionellen Blockchain-Einführung. In den letzten Jahren haben Visa und Mastercard bereits ihre Blockchain-Zahlungsprogramme ausgeweitet. Ebenso arbeiten mehrere globale Banken weiterhin an tokenisierten Abwicklungslösungen.
Die Beteiligung der Zentralbanken spiegelt auch das zunehmende Interesse an digitaler Finanzinfrastruktur wider. In den letzten Jahren haben viele Regulierungsbehörden tokenisierte Reserven und digitale Zentralbankabwicklungsmodelle erforscht.
Die BIS gab kein genaues Datum für die vollständige kommerzielle Einführung bekannt. Der Übergang zu echten Werttransaktionstests markiert jedoch einen wichtigen Meilenstein für die Initiative. Das Projekt wird nun die Leistung tokenisierter Abwicklungen in realen Transaktionsszenarien mit echtem Geldwert testen.
Bei Erfolg könnte Projekt Agorá die globalen grenzüberschreitenden Abwicklungssysteme in den kommenden Jahren neu gestalten. Darüber hinaus kann die Plattform auch Transaktionsgebühren senken und die Geschwindigkeit und Transparenz von Abwicklungen verbessern. Die Testphase könnte auch weitere Banken und Regulierungsbehörden dazu veranlassen, Blockchain in zukünftigen Zahlungsnetzwerken einzusetzen.





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