Bitcoin verzeichnet einen ETF-Exodus von 4 Milliarden Dollar, doch die Geschichte deutet auf eine Wendung hin.
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Bitcoin verzeichnet einen ETF-Exodus von 4 Milliarden Dollar, doch die Geschichte deutet auf eine Wendung hin.

Von germanlbn

Bitcoin-ETF-Abflüsse übersteigen seit dem 7. Mai 4 Milliarden US-Dollar. Santiment-Daten zeigen, dass frühere Abwanderungsphasen oft Kurserholungen vorausgingen. Das sagen Analysten. 

Bitcoin-börsengehandelte Fonds haben seit dem 7. Mai nun insgesamt über 4 Milliarden US-Dollar an Abflüssen verzeichnet. 

Das Ausmaß des Ausverkaufs hat Marktanalysten und On-Chain-Datenfirmen interessiert. Santiment Intelligence hat den Trend hervorgehoben und ihn als ein wichtiges Signal bezeichnet, das man beobachten sollte. 

Derweil wird BTC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 73.480,77 US-Dollar gehandelt, ein Minus von 2,59 % in der vergangenen Woche. Das tägliche Handelsvolumen beträgt laut CoinGecko-Daten 33,8 Milliarden US-Dollar.

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Bitcoin-ETF-Abflüsse erreichen 4 Milliarden US-Dollar bei wachsender Angst

Die Abflusszahl spiegelt einen starken und anhaltenden Ausstieg aus Bitcoin-ETFs über drei Wochen wider. 

Santiment Intelligence stellte in den sozialen Medien fest, dass ETF-Flüsse zu einem der klarsten Indikatoren für die Stimmung der Mainstream-Anleger geworden sind.

Laut dem Unternehmen signalisieren große Zuflüsse typischerweise wachsenden Optimismus, während starke Abflüsse auf Angst hindeuten.

Die Analyseplattform hob hervor, dass extreme Abflussphasen in der Vergangenheit als konträre Signale fungierten. 

Ein bemerkenswertes Beispiel war ein fast 904 Millionen US-Dollar schwerer Tagesabfluss im November 2025.

Santiment stellte fest, dass dieses Ereignis nahe einem wichtigen Markttief stattfand, woraufhin sich die Kurse erholten.

Santiments Beitrag lenkte die Aufmerksamkeit auf ein wiederkehrendes Muster in den Daten. 

Große Zuflussspitzen tendierten dazu, mit lokalen Kurshochs zusammenzufallen, während große Abflussspitzen oft kurz vor einem Kurssprung auftauchten.

Das Unternehmen bezeichnete die aktuelle Phase als eine Phase weit verbreiteter Anlegerangst und reduzierter Exposition.

Die dreiwöchige Abflussserie deutet darauf hin, dass viele Teilnehmer bereits auf die jüngste Kursschwäche reagiert haben.

Santiment stellte das Volumen der Kapitalabflüsse aus Bitcoin-ETFs als potenzielles Signal dar, dass sich der Markt einem lokalen Tiefpunkt nähert.

Liquiditätsdaten deuten auf ein Risiko eines Short-Squeezes hin

Der Kryptoanalyst PILTR teilte ein detailliertes Liquiditätsupdate in den sozialen Medien mit und wies auf ein erhebliches Ungleichgewicht in der Marktpositionierung hin. 

Laut dem Analysten gibt es derzeit 212 Long-Liquiditätsniveaus gegenüber 563 Short-Liquiditätsniveaus.

Dies schafft nach Angaben von PILTR ein Ungleichgewicht von etwa 12 Milliarden US-Dollar auf der Short-Seite.

PILTR stellte fest, dass Short-Positionen weiterhin der überfüllte Trade sind und daher das größere Squeeze-Risiko bergen. 

Der Analyst hob auch hervor, dass kürzlich ein Hebel von 350 Millionen US-Dollar nahe 74.200 US-Dollar abgeräumt wurde, was kurz darauf einen starken Abwärtsdruck auslöste.

PILTR führte einen Teil dieser Bewegung auf schlagzeilengetriebene Widersprüche zurück, die späte Positionierungen auflösten.

Zu den wichtigsten Liquiditätsmagneten, die der Analyst identifizierte, gehört ein großes Cluster um 76.300 US-Dollar.  Weitere Niveaus von 350 Millionen US-Dollar oder mehr liegen nahe 74.800 US-Dollar und 75.200 US-Dollar.

PILTR beobachtete, dass sich schwerere Liquiditätspools immer noch oberhalb des aktuellen Kurses befinden, während sich die Liquidität unterhalb der lokalen Tiefs allmählich wieder aufbaut.

Marktflüsse zeigen frühe Anzeichen einer Stabilisierung

Trotz des insgesamt bärischen Umfelds wies PILTR auf einige verbesserte Bedingungen bei den Marktflüssen hin. 

Das Spot-Kumulierte Volumen-Delta (CVD) steigt weiter an, und Perpetual Futures beginnen, die Bewegung zu bestätigen.

Das offene Interesse ist allmählich rückläufig, während die Finanzierungssätze abkühlen, da Long-Positionen reduziert werden.

PILTR beschrieb diese Kombination als ein recht konstruktives Setup für eine korrektive Aufwärtsbewegung bis zum Wochenende. 

Der Analyst wies jedoch darauf hin, dass der Handel am Wochenende in der Regel geringere Volumina und eine stärker seitwärts gerichtete Kursbewegung mit sich bringt. Liquiditätsgetriebene Spitzen bleiben unter diesen Bedingungen möglich.

In PILTRs Update tauchte auch eine bemerkenswerte strukturelle Veränderung auf. 

Die Chicago Mercantile Exchange handelt jetzt auch am Wochenende, was bedeutet, dass die traditionelle CME-Lücke nicht mehr entsteht. Künftig verbleiben nur noch Wartungslücken.

PILTR schlussfolgerte, dass die Flüsse halten müssen, damit der bullische Fall intakt bleibt.

Wenn dies der Fall ist, stellte der Analyst fest, dass die Liquidität oberhalb immer noch attraktiver aussieht als das, was direkt unter den aktuellen Kursniveaus liegt.

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