Bithumb-CEO im Bestechungsermittlungsverfahren in Verbindung mit einem südkoreanischen Abgeordneten festgenommen
Crime

Bithumb-CEO im Bestechungsermittlungsverfahren in Verbindung mit einem südkoreanischen Abgeordneten festgenommen

Von germanlbn

Seouls Polizei nimmt Bithumb-CEO Lee Jae-won wegen Bestechungsvorwürfen im Zusammenhang mit einer Gefälligkeitsanstellung für den Sohn eines südkoreanischen Abgeordneten fest.

Die Polizei von Seoul hat Bithumb-CEO Lee Jae-won als Bestechungsverdächtigen vorgemerkt. Die Ermittlungseinheit für öffentliche Kriminalität der Metropolitanpolizei Seoul leitet die Untersuchung. 

Die Ermittler behaupten, Lee habe den Sohn des unabhängigen Abgeordneten Kim Byung-kee nach einer direkten Aufforderung eingestellt. Der Fall rückt auch den amtierenden Parlamentarier ins Rampenlicht. Beide Männer stehen nun im Zentrum eines sich ausweitenden politischen und Unternehmensskandals.

Lesen Sie auch: 

https://www.livebitcoinnews.com/crypto-exchange-bithumb-wins-temporary-court-relief-in-korea/

Bithumb-CEO beschuldigt, Sohn des Abgeordneten eingestellt zu haben

Laut Yonhap erhielt die Polizei eine Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters des Abgeordneten Kim. Dieser Mitarbeiter behauptete, Kim habe sich im November 2024 mit CEO Lee in einem Restaurant in Mapo, Seoul, getroffen. 

Während dieses Treffens habe Kim Lee angeblich gebeten, seinen zweiten Sohn einzustellen. Die Ermittler sagen, Lee sei dem nachgekommen und die Einstellung habe tatsächlich stattgefunden.

Die Polizei führte am 8. Juni eine zweite Durchsuchung der Bithumb-Zentrale in Gangnam-gu durch. Während dieser Durchsuchung wurde Lee offiziell als Bestechungsverdächtiger benannt. 

Die erste Razzia bei Bithumb fand im Februar statt; zu diesem Zeitpunkt war Kim der benannte Verdächtige und Bithumb trat nur als Zeuge auf. Der Status beider Männer hat sich seitdem erheblich verändert.

Gesetzgeberische Vetternwirtschaft im Mittelpunkt der Ermittlungen

Die Ermittler schauen nun über die Einstellung selbst hinaus. Die Polizei vermutet, dass Kim seinen Sitz im Politischen Ausschuss der Nationalversammlung genutzt hat, um Bithumb zu begünstigen. 

Konkret wird behauptet, Kim habe seinen gesetzgeberischen Fokus darauf gerichtet, „Monopolprobleme“ anzuprangern, die auf Dunamu abzielten. Dunamu betreibt Upbit, Bithumbs Hauptkonkurrenten auf dem südkoreanischen Markt.

Die Behauptung legt nahe, dass Kims parlamentarische Aktivitäten nicht unabhängig waren. 

Vielmehr glaubt die Polizei, dass diese Aktivitäten als Gegenleistung für die Anstellung seines Sohnes dienten. Dieser Aspekt macht diese Untersuchung zu mehr als einem gewöhnlichen Einstellungsskandal. Er wirft direkte Fragen zur Integrität der parlamentarischen Aufsicht im Kryptosektor Südkoreas auf.

Zweiter Einstellungsvorwurf ergänzt den Fall

Die Ermittlungen enden nicht beim Sohn des Abgeordneten. 

Die Polizei untersucht auch, ob Kim Bithumb gebeten hat, einen ehemaligen Mitarbeiter aus seinem eigenen Büro, der nur als „A“ identifiziert wird, einzustellen. Diese Person soll Bithumb im September letzten Jahres beigetreten sein. 

Die Ermittler planen, A und andere relevante Personen zur Befragung vorzuladen, sobald sie die Analyse der bei den Durchsuchungen beschlagnahmten Materialien abgeschlossen haben.

Der volle Umfang des Falles entfaltet sich noch. Die Polizei hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen, und es wurden noch keine Anklagen vor Gericht erhoben. Yonhap berichtet, dass die Behörden weiterhin Zeugen befragen werden, um die Umstände rund um beide Einstellungen zu rekonstruieren.

germanlbn

Über den Autor

germanlbn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert