- Die CFTC und die SEC haben eine gemeinsame Aufforderung zur öffentlichen Stellungnahme zu Swaps veröffentlicht.
- Die Behörden möchten die Definitionen von Derivaten im Dodd-Frank-Gesetz klären.
- Es wird um Rückmeldung zu neuen Produkten wie Eventkontrakten für Prognosemärkte gebeten.
In einem bedeutenden regulatorischen Schritt öffnen Bundesbehörden den Marktteilnehmern die Möglichkeit, die Regeln für Derivate digitaler Vermögenswerte neu zu definieren.
Die CFTC und die SEC haben gemeinsam eine Aufforderung zur öffentlichen Stellungnahme veröffentlicht, um zentrale Definitionen für Derivate zu klären.
Daher zielt dieser Schritt darauf ab, die derzeitige „Regulierungslandschaft“ zu aktualisieren, die durch Titel VII des Dodd-Frank-Gesetzes geschaffen wurde.
Neudefinition der Derivategrenzen unter der CFTC
Marktstrukturen und Handelspraktiken haben sich seit der ursprünglichen Umsetzung der Dodd-Frank-Regeln dramatisch weiterentwickelt.
Die Regulierungsbehörden fragen daher, ob die bestehenden Definitionen für die heutige Handelsweise digitaler Instrumente angemessen sind.
Insbesondere betont die gemeinsame Behördenanfrage die Notwendigkeit, mögliche Ausnahmen, gemischte Swaps und komplizierte Zuständigkeitsfragen zu berücksichtigen.
Laut Beamten bleibt das Kommentarfenster genau 60 Tage nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt geöffnet.
In der Zwischenzeit erklärte CFTC-Vorsitzender Michael Selig, die Anfrage solle eine in der Gesetzgebung bestehende Unklarheit beseitigen.
SEC-Chef Paul Atkins erklärte ebenfalls, dass es längst überfällig sei, dass die Marktteilnehmer diese Regeln verstehen.
Schließlich wird dieser gemeinsame Bericht beiden Behörden dabei helfen, Produkte zu berücksichtigen, die sowohl Rohstoffe als auch Wertpapiere betreffen.
Wie die CME-Klage auf Ausnahmen für Perpetual Futures abzielt
Diese plötzliche Aufforderung zur öffentlichen Stellungnahme erfolgte unmittelbar nachdem die CME Group eine große Klage gegen die Regulierungsbehörden eingereicht hatte.
Die CME Group reichte am Donnerstag eine Beschwerde gegen die CFTC ein und focht die Entscheidung der Behörde an, das Angebot von Kalshi zum Handel mit Perpetual Futures (Perps) in den USA zu akzeptieren, das die Behörde als Terminkontrakte definierte.
Die mächtige Derivatebörse behauptet, die Behörde habe eine Reihe wichtiger Bestimmungen des Kongresses übersehen.
Zusätzlich ist die CME der Ansicht, dass Kryptowährungs-Perpetual Futures eher als Swaps denn als reguläre Futures betrachtet und reguliert werden sollten.
Die Derivatebörse wirft der Regulierungsbehörde vor, einen illegalen „Abkürzungsweg“ für auf Privatanleger ausgerichtete Derivatewettbewerber geschaffen zu haben.
In letzter Zeit haben Unternehmen wie Kalshi und Coinbase die Erlaubnis erhalten, diese ewigen Produkte auf ihren Handelsplattformen anzubieten.
Folglich bestätigte CME-Chef Terrence Duffy die rechtlichen Schritte, um ihren Marktanteil zu schützen.
Die Börse stellt fest, dass diese nicht verfallenden Kontrakte direkt um die breite Masse an Privatanleger-Derivatekunden im ganzen Land konkurrieren.
Sich ändernde Regeln für Prognosemärkte und CFTC-Aufsicht
Im Gegensatz zu traditionellen Terminkontrakten verfallen Perpetual Futures nicht, und Händler können eine gehebelte Position ohne Rollover halten.
Sollten die Regulierungsbehörden diese Krypto-Perps letztlich als Swaps behandeln, stehen die Plattformen vor völlig anderen Clearing-Regeln.
Andererseits gibt es Handelsplätze, die sie durch beschleunigte Verfahren listen können, wenn sie nicht unter den Futures-Regeln gehandelt werden.
Die Behörden baten zudem um öffentliche Rückmeldung zu Eventkontrakten und Prognosemarktstrukturen, zusätzlich zu Perpetuals.
Diese Nische ist von großer Bedeutung, da das Handelsvolumen dezentraler Prognoseplattformen in letzter Zeit erheblich gestiegen ist.
Diese neuen Produkte stehen jedoch stark in der Kritik, entweder als eine Form des Glücksspiels oder als legitimes Finanzprodukt angesehen zu werden.
Die CFTC hat Plattformen in der Vergangenheit mehrfach herausgefordert und darauf bestanden, dass sie die Zuständigkeit für alle Aspekte des Eventkontrakts hat.
Gleichzeitig hat die SEC großes Interesse daran bekundet, ob bestimmte Eventkontrakte traditionellen Wertpapierprodukten ähneln.





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