Indiens Zentralbank drängt auf ein Krypto-Verbot und Begrenzungen des Engagements von Banken, während Steuerbehörden auf Risiken des Offshore-Handels hinweisen.
Die indische Zentralbank hat erneut eine Krypto-Politik gefordert, die in Richtung eines Verbots tendiert. Reuters berichtete über diese Position, nachdem sie aktuelle Regierungsdokumente eingesehen hatte.
Die Reserve Bank of India empfahl, Banken zu verbieten, Krypto-Assets zu halten, zu handeln oder sich ihnen gegenüber zu engagieren. Auch privat emittierte Stablecoins wurden in die Warnung einbezogen.
Die indische Steuerbehörde äußerte Bedenken hinsichtlich Offshore-Börsen, privater Wallets und Peer-to-Peer-Geschäfte. Sie erklärte, dass diese Kanäle es erschweren könnten, Eigentümer und steuerpflichtiges Einkommen nachzuverfolgen.
Die Dokumente trafen ein, während Indien immer noch keine endgültige nationale Krypto-Politik hat. Schätzungen der Steuerbehörde zufolge besaßen fast 39 Millionen Nutzer digitale Vermögenswerte im Wert von etwa 2,1 Milliarden Dollar.
RBI strebt strengere Grenzen für Krypto-Engagement an
Die RBI erklärte, dass die Krypto-Politik möglicherweise in Richtung eines Verbots tendieren müsse, um finanzielle Risiken zu kontrollieren. Sie möchte, dass Krypto außerhalb des regulierten Bankensystems bleibt. Die Bank hat in der Vergangenheit in öffentlichen Warnungen ähnliche Bedenken geäußert.
Reuters: India’s Central Bank Says It “Leans Toward Prohibiting” Crypto
According to Reuters, India’s central bank reiterated in government documents that cryptocurrency policy may need to “lean toward prohibition,” and recommended barring banks and financial institutions from… pic.twitter.com/610xPnTFej
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) July 8, 2026
Die Zentralbank empfahl klare Beschränkungen für Kreditgeber und Finanzinstitute. Diese Firmen dürften keine Krypto-Assets halten oder handeln. Sie würden auch ein direktes Engagement durch verwandte Produkte vermeiden.
Indische Banken haben heute kein vollständiges Verbot, mit Krypto-Firmen zusammenzuarbeiten. Viele große Kreditgeber haben sich jedoch nach wiederholten RBI-Warnungen ferngehalten. Infolgedessen findet ein Großteil der lokalen Krypto-Aktivitäten außerhalb der Bankenkanäle statt.
Steuerbeamte warnen vor Nachverfolgungsproblemen
Laut Reuters erklärte die indische Steuerbehörde, dass Offshore-Krypto-Börsen Compliance-Probleme für die Behörden schaffen. Private Wallets könnten die wahren Eigentümer digitaler Vermögenswerte verbergen. Dies könne die Steuereintreibung erschweren, wenn Gelder ins Ausland transferiert werden.
Die Behörde bemängelte auch Rupien-basierte Peer-to-Peer-Krypto-Geschäfte. Diese Transaktionen könnten die Transparenz über steuerpflichtiges Einkommen verringern. Indien besteuert derzeit Krypto-Gewinne mit 30 %.
Beamte warnten zudem, dass Stablecoins die Nachverfolgung erschweren könnten. Nutzer könnten zwischen Krypto-Assets handeln, ohne zu regulärem Geld zurückzukehren. Daher könnten die Behörden klare Aufzeichnungen über Gewinne und Eigentumsverhältnisse verlieren.
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Indien verzögert weiterhin endgültige Krypto-Regeln
Indien hält Krypto seit mehreren Jahren in einer Grauzone. Ein Gesetzesentwurf von 2021 zum Verbot privater Kryptowährungen wurde nie eingebracht. Auch ein breiteres Politikpapier wurde mehrfach verschoben.
Das Finanzministerium unterstützte früher nach Gesprächen mit der RBI begrenzte Regeln. Diese Sichtweise besagte, dass die aktuellen Steuer- und rechtlichen Maßnahmen einige Risiken reduziert hätten. Die neuesten Dokumente zeigen jedoch einen stärkeren Druck für strengere Beschränkungen.
Die Regierung hat erklärt, dass jede Politik Innovation, Risikokontrolle und Verbraucherschutz in Einklang bringen müsse. Sie wolle auch die geldpolitische Souveränität und die Finanzstabilität schützen. Derzeit wird der Krypto-Handel ohne einen klaren nationalen Rahmen fortgesetzt.



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