Secret Network erwägt Wechsel zu Arbitrum nach Bridge-Exploit erschüttert Cosmos
Blockchain Infrastructure

Secret Network erwägt Wechsel zu Arbitrum nach Bridge-Exploit erschüttert Cosmos

Von germanlbn
  • Secret Network plant die Migration von SCRT zu Arbitrum durch einen Snapshot-Prozess im September 2026.
  • Der Schritt folgt auf Sicherheitsbedenken bei Bridges und zielt darauf ab, Zugang zu tieferer Ethereum-Liquidität zu erhalten.
  • SCRT-Inhaber müssen berechtigte Token vor der Genehmigung und Umsetzung der Migration vorbereiten.

Secret Network schlägt einen großen Wechsel von Cosmos zu Arbitrum vor, nachdem Sicherheitsbedenken, sinkende Liquidität und Herausforderungen im Ökosystem die langfristigen Aussichten beeinträchtigt haben.

Die datenschutzorientierte Blockchain plant, den SCRT-Token durch einen von der Community genehmigten Prozess auf ein Ethereum-basiertes Layer-2-Netzwerk zu migrieren. Der Schritt folgt auf einen Bridge-Exploit, der Bedenken hinsichtlich veralteter Infrastruktur und Sicherheitsrisiken in schrumpfenden Ökosystemen aufkommen ließ.

Secret Network zielt nach Sicherheitsbedenken auf Arbitrum ab

Secret Network gab bekannt, dass die vorgeschlagene Migration einen neuen ERC-20-SCRT-Token auf Arbitrum durch einen für den 1. September 2026 geplanten Snapshot schaffen würde. Der Übergang bleibt jedoch vor der Umsetzung von der Zustimmung der Community-Governance abhängig.

Das Team erklärte, dass native und gestakte SCRT-Guthaben während des Snapshot-Prozesses für die Migration berechtigt wären. Vertragshaltende Token, sSCRT, gebrückte SCRT und bestimmte IBC-Assets wären hingegen nicht enthalten.

Darüber hinaus müssen Inhaber berechtigte Vermögenswerte vor dem Snapshot-Datum in unterstützte Formate umwandeln. Das Verfahren zielt darauf ab, die Migration zu vereinfachen und gleichzeitig potenzielle Risiken durch komplexe Token-Darstellungen zu reduzieren.

Secret Network führte den kürzlichen Axelar-Secret-IBC-Bridge-Exploit als Schlüsselfaktor für den Vorschlag an. Der Vorfall betraf Berichten zufolge etwa 4,7 Millionen US-Dollar an gebrückten Vermögenswerten, obwohl das Team erklärte, dass native SCRT und deren Datenschutztechnologie nicht betroffen waren.

Darüber hinaus warnte Secret Network davor, dass alternde Codebasen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein könnten, da KI-Tools die Entdeckung von Schwachstellen erleichtern. Das Team argumentierte, dass größere Ökosysteme durch breitere Entwickleraktivitäten und Infrastrukturunterstützung stärkere Sicherheitsressourcen bieten.

SCRT-Migration strebt stärkeren Zugang zum Ethereum-Ökosystem an

Secret Network erklärte, dass Cosmos während seiner frühen Entwicklung wichtige Unterstützung geboten habe, insbesondere durch Appchain-Infrastruktur und IBC-Konnektivität. Das Projekt glaubt jedoch, dass die aktuellen Marktbedingungen ein aktiveres Ökosystem erfordern.

Das Team hob Arbitrums Liquidität, Entwickler-Tools, Wallet-Unterstützung und die etablierte DeFi-Umgebung als Gründe für die Wahl des Ethereum-Layer-2-Netzwerks hervor. Die Migration würde es SCRT ermöglichen, näher an breiteren dezentralen Anwendungen und Finanzdienstleistungen zu operieren.

Darüber hinaus plant SCRT Labs, den offiziellen Support für die auf Cosmos basierende Secret Network Layer am 1. September 2026 einzustellen. Das Projekt erklärte, dass die bestehende Chain durch unabhängige Validatoren weiterbetrieben werden könnte, wenn eine ausreichende Netzwerkbeteiligung erhalten bleibt.

Der Vorschlag führt auch Änderungen an der SCRT-Ökonomie ein, darunter die Senkung der Inflation von 9 % auf 5 %. Staking würde fortgesetzt, aber seine Rolle würde sich eher in Richtung Governance-Beteiligung als traditioneller Netzwerksicherheitsanreize verschieben.

Zusätzlich plant Secret Network, seinen Quellcode unter einer liberalen Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen. Dieser Ansatz würde es externen Entwicklern und Validatoren ermöglichen, auch nach dem Ende des offiziellen Supports weiterhin Beiträge zu leisten.

Der vorgeschlagene Schritt stellt eine strategische Verschiebung hin zu vertraulichem Rechnen und datenschutzorientierten Anwendungen dar. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von den SCRT-Inhabern ab, die darüber bestimmen werden, ob die Arbitrum-Migration fortgesetzt wird.

germanlbn

Über den Autor

germanlbn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert