- CFTC untersagte Kalshi, Michigan-Geschäfte trotz eines Gerichtsbeschlusses des Bundesstaates zu stornieren.
- Die Bundesbehörde erklärt, dass der Commodity Exchange Act widersprechende Maßnahmen der Bundesstaaten außer Kraft setzt.
- Der Streit in Michigan könnte die künftige Aufsicht über US-Vorhersagemarktplattformen prägen.
Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat die Vorhersagemarktplattform Kalshi angewiesen, weiterhin Geschäfte mit Einwohnern Michigans zu akzeptieren, obwohl ein Gericht des Bundesstaates die Stornierung dieser Geschäfte angeordnet hatte.
Die Entscheidung verschärft einen anhaltenden Rechtsstreit darüber, ob Bundesregulierungsbehörden oder staatliche Behörden für Vorhersagemarktplattformen zuständig sind.
CFTC verteidigt Bundesaufsicht über Kalshi
Laut einer Anordnung vom 14. Juli wies die CFTC Kalshi an, die Michigan-Geschäfte weiterhin zu ehren, nachdem ein staatliches Gericht der Plattform untersagt hatte, sportbezogene Ereigniskontrakte anzubieten, und die Stornierung abgeschlossener Transaktionen nach einer Klage der Generalstaatsanwältin von Michigan, Dana Nessel, angeordnet hatte.
Kalshi hatte am 2. Juli nach Erhalt der gerichtlichen Anordnung eine Notfallberatung von der CFTC beantragt. Das Unternehmen fragte, ob es der Forderung des Staates nachkommen solle, bereits ausgeführte Kontrakte zu stornieren.
Die Regulierungsbehörde antwortete mit der Anweisung an Kalshi, diese Geschäfte nicht rückgängig zu machen. Laut CFTC hat das Bundesrecht, das für designierte Kontraktmärkte gilt, Vorrang vor widersprechenden Maßnahmen der Bundesstaaten.
JUST IN: CFTC blocks Kalshi from canceling Michigan trades despite a state court order
Chairman Michael Selig says the agency "will not allow states or state courts to bully registered entities into violating federal law," per Reuters.
The clash is the latest in a battle… pic.twitter.com/TQpC19QAQo
— Coin Bureau (@coinbureau) July 14, 2026
CFTC-Vorsitzender Michael Selig erklärte, ein Bundesstaat könne nicht von einer bundesrechtlich regulierten Börse verlangen, ihre Verpflichtungen aus dem Commodity Exchange Act zu verletzen. Er fügte hinzu, dass die Stornierung abgeschlossener Geschäfte eine beispiellose Maßnahme wäre, die das Vertrauen in regulierte Finanzmärkte schwächen könnte.
Selig erklärte zudem, dass die Kommission nicht zulassen werde, dass Staaten oder staatliche Gerichte registrierte Unternehmen zwingen, gegen Bundesvorschriften zu verstoßen. Er argumentierte, dass die Sicherheit abgeschlossener Transaktionen für geordnete und zuverlässige Märkte unerlässlich sei.
Kalshi, das als von der CFTC registrierter designierter Kontraktmarkt agiert, teilte mit, es prüfe die Anordnung der Regulierungsbehörde und evaluiere seine weiteren Schritte.
Bundes- und Landesbehörden setzen Zuständigkeitsstreit fort
Der Fall Michigan stellt das jüngste Kapitel in einem breiteren Streit zwischen Bundesregulierungsbehörden und mehreren Bundesstaaten über Vorhersagemärkte dar.
Die Behörden in Michigan argumentieren, dass die sportbezogenen Ereigniskontrakte von Kalshi gegen staatliche Glücksspielgesetze verstoßen, da die Plattform angeblich ohne eine staatliche Spielerlaubnis betreibe. Ein Richter in Michigan erließ letzten Monat eine einstweilige Verfügung, die dem Unternehmen untersagte, diese Kontrakte Einwohnern anzubieten.
Die CFTC hingegen besteht darauf, dass der Kongress der Behörde die ausschließliche Befugnis zur Regulierung designierter Kontraktmärkte übertragen hat. Die Regulierungsbehörde betonte zudem, dass Bundesrecht es solchen Plattformen nicht erlaube, Einwohner aufgrund ihres Bundesstaates zu diskriminieren.
Michigan ist der erste Bundesstaat, der die Stornierung abgeschlossener Geschäfte auf einem bundesrechtlich regulierten Vorhersagemarkt fordert. Die CFTC warnte, dass die Erlaubnis für Staaten, abgeschlossene Kontrakte rückgängig zu machen, zu weitreichender Unsicherheit auf den Finanzmärkten führen könnte.
Die Kommission hat zudem Klagen gegen Arizona, Connecticut, Illinois, Kentucky, Minnesota, New Mexico, New York, Rhode Island und Wisconsin wegen ähnlicher Zuständigkeitsstreitigkeiten eingereicht. Der Ausgang dieser Rechtsstreitigkeiten könnte die künftige Regulierung von Vorhersagemärkten in den gesamten Vereinigten Staaten prägen.





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