Frankreich hat den Zugang zu Polymarket gesperrt, nachdem die Glücksspielaufsicht erklärte, der Krypto-Vorhersagemarkt biete illegale Wettdienstleistungen an.
Frankreich hat Polymarket ausgesperrt und damit einen der am schnellsten wachsenden Vorhersagemärkte der Kryptowelt unter neuen regulatorischen Druck gesetzt.
Die nationale Glücksspielaufsichtsbehörde forderte Internetanbieter auf, die Plattform zu sperren, nachdem sie ihr vorgeworfen hatte, einen illegalen Wettdienst zu betreiben.
Reuters berichtete am 17. Juli 2026 unter Berufung auf die französische Behörde und mit dem Fall vertraute Personen über diesen Schritt. Die Entscheidung reiht sich in eine wachsende Zahl europäischer Kontrollen von kryptobezogenen Vorhersagemärkten ein.
Französische Glücksspielaufsicht greift gegen Polymarket-Zugriff ein
Die französische Nationale Glücksspielbehörde (ANJ) gab bekannt, dass sie die Sperre am 16. Juli angeordnet habe. Die Regulierungsbehörde erklärte, Polymarket habe ein großes Publikum angezogen und sei in illegales Glücksspiel abgerutscht.
France Blocks Access to Polymarket Website
According to Reuters, France’s gambling regulator ANJ has ordered internet service providers to block access to prediction market platform Polymarket, alleging that it offers illegal gambling services. The regulator said the platform… pic.twitter.com/5r6vEJslDP
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) July 18, 2026
Sie wies auch auf Nutzerverluste als Problem hin. Die Behörde erklärte, die Plattform könne Menschen hohen Wettverlusten aussetzen.
Polymarket steht nun in einem der strengeren Glücksspielmärkte Europas vor einer direkten Bewährungsprobe. Die Sperre bleibt bestehen, bis die Plattform die französischen Vorschriften erfüllt.
Die ANJ warnte zudem vor dem Risiko manipulierte Märkte. Sie erklärte, einige Wetten auf der Website könnten anfällig für Missbrauch sein.
Polymarket reiht sich in europaweites Vorgehen gegen Krypto-Wetten ein
Dem französischen Schritt ging ein früherer Druck aus Spanien voraus. Im Mai verboten die spanischen Behörden Polymarket und Kalshi vorübergehend den Betrieb in ihrem Land.
Diese Maßnahme zeigte, wie Vorhersagemärkte in ganz Europa stärker unter die Lupe genommen werden. Die Regulierungsbehörden haben sich gefragt, ob diese Plattformen unter Glücksspielregeln oder Finanzmarktregeln fallen.
Reuters zufolge haben die Aufsichtsbehörden in mehreren Regionen die Überwachung von Ereigniskontrakten verschärft. Die Debatte hat sich rasant entwickelt, da Krypto-Wettprodukte an Reichweite gewonnen haben.
Polymarket und Kalshi ermöglichen es Nutzern, auf Ergebnisse in den Bereichen Sport, Politik, Wetter und Kriege zu wetten. Diese Mischung hat die Plattformen in einigen Ländern in eine rechtliche Grauzone gebracht.
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Was die Polymarket-Sperre für Kryptomärkte bedeutet
Die jüngste Sperre könnte für Händler, die den breiteren Kryptosektor verfolgen, von Bedeutung sein. Vorhersagemärkte sind zu einem sichtbaren Teil der On-Chain-Wirtschaft geworden.
Reuters berichtete außerdem unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle, dass der annualisierte Umsatz von Polymarket im letzten Monat eine Milliarde Dollar überschritten habe. Diese Zahl deutet auf eine starke Nachfrage hin, selbst wenn Regulierungsbehörden eingreifen.
Frankreich hat vorerst ein klares Signal gesendet. Die Plattform kann dort nicht frei operieren, ohne die Glücksspielstandards des Landes zu erfüllen.
Der Schritt hält auch den Druck auf andere ereignisbasierte Krypto-Plattformen aufrecht. Während die Aufsichtsbehörden ihre Regeln verschärfen, könnte der Marktzugang eher von lokalen Lizenzen als von der Nutzernachfrage abhängen.
Polymarket hat laut Reuters noch nicht öffentlich auf die französische Sperre reagiert. Damit steht die Plattform vor einem neuen Compliance-Kampf in Europa.




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