- Trezor sagt, Hardware-Wallets bleiben die stärkste Selbstverwahrungsoption für alltägliche Krypto-Besitzer.
- Danny Sanders argumentiert, dass spezielle iPhones Nutzer mehr Angriffsflächen aussetzen als Hardware-Wallets.
- Roman Storm fordert, dass mobile Wallets BIP39-Passphrasen und luftspaltenbasierte Transaktionssignierung unterstützen sollen.
Trezor hat die Kritik des Blockchain-Ermittlers ZachXBT an Hardware-Wallets zurückgewiesen und argumentiert, dass sie weiterhin die stärkste Selbstverwahrungsoption für die meisten Kryptowährungsbesitzer bleiben. Die Diskussion folgte auf ZachXBTs Empfehlung, Nutzer sollten Hardware-Wallets durch ein spezielles iPhone ersetzen, wodurch die Debatte über den sichersten Weg zum Schutz digitaler Vermögenswerte neu entfacht wurde.
Trezor verteidigt die Sicherheit von Hardware-Wallets
Trezors Chief Commercial Officer Danny Sanders widersprach ZachXBTs Behauptung, dass alle Hardware-Wallets „kompletter Müll“ für die Aufbewahrung von Geldern und das Signieren von Transaktionen seien. Er antwortete während eines Interviews auf The Starting Block, nachdem ZachXBT Hardware-Wallets in einem Telegram-Beitrag kritisiert hatte.
ZachXBT riet Krypto-Nutzern stattdessen, ein spezielles iPhone ausschließlich zur Aufbewahrung von Geldern und zum Signieren von Blockchain-Transaktionen zu verwenden. Er argumentierte, dass ein solches Setup stärkeren Schutz für Nutzer biete, die wertvolle Kryptowährungsbestände verwalten.
Sanders räumte ein, dass Hardware-Wallets immer noch Herausforderungen in der Benutzerfreundlichkeit haben. Er stellte fest, dass Firmware-Updates gelegentlich dringende, hochwertige Transaktionen unterbrechen und bei erfahrenen Nutzern Frustration auslösen können.
Allerdings argumentierte er, dass diese Einschränkungen Hardware-Wallets nicht vollständig diskreditieren sollten.
THE BLOCK: Trezor CCO Danny Sanders pushed back on ZachXBT’s claim that hardware wallets are "complete garbage."
A dedicated iPhone may suit advanced users, but its larger attack surface makes hardware wallets the "strongest form of self-custody" for everyday holders, Sanders… pic.twitter.com/Hf5VZtt5Wv
— The Block (@TheBlockCo) July 17, 2026
Laut Sanders konzentrierte sich ZachXBTs Kritik hauptsächlich auf fortgeschrittene Nutzer, die erhebliche Mengen digitaler Vermögenswerte verwalten.
Er erklärte, dass anspruchsvolle Anleger oft mehrere Sicherheitsebenen benötigen, anstatt sich auf ein einzelnes Hardware-Wallet zu verlassen.
Trotzdem blieb Sanders dabei, dass spezielle Hardware-Geräte für die breitere Krypto-Community geeignet bleiben.
Sanders stellte auch die Sicherheitsvorteile der Verwendung eines iPhones zur Schlüsselverwaltung infrage. Er sagte, Smartphones beinhalten WLAN, Bluetooth, Mobilfunkverbindungen und Messaging-Dienste, die potenzielle Angriffsflächen vergrößern.
Im Vergleich dazu isolieren Hardware-Wallets private Schlüssel von internetverbundenen Umgebungen. Sie bieten auch unabhängige Bildschirme zur Überprüfung von Transaktionsdetails, bevor Nutzer Überweisungen genehmigen.
Sanders beschrieb Hardware-Wallets trotz ihrer betrieblichen Einschränkungen als die derzeit stärkste Form der Selbstverwahrung für alltägliche Kryptowährungsbesitzer.
Branchendebatte zeigt unterschiedliche Sicherheitsansätze auf
Die Diskussion zog zusätzliche Kommentare von Tornado Cash-Mitbegründer Roman Storm an, der ZachXBTs breiteren Bedenken zu mobilen Sicherheitslösungen teilweise zustimmte.
Storm argumentierte, dass die größte Einschränkung das Fehlen mobiler Wallets sei, die BIP39-Passphrasen unterstützen. Diese Funktion fügt eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu, indem sie neben einem standardmäßigen Wiederherstellungs-Seed eine zusätzliche geheime Phrase erfordert.
Er forderte Entwickler auch auf, luftspaltenbasierte Transaktionssignierung zu implementieren, die es Nutzern ermöglicht, Transaktionen zu autorisieren, ohne eine aktive Netzwerkverbindung aufrechtzuerhalten.
Die Meinungsverschiedenheit spiegelt breitere Diskussionen über Kryptosicherheit wider, anstatt einen klaren Gewinner zwischen Hardware-Wallets und Smartphones zu zeigen. Sicherheitsexperten sind sich im Allgemeinen einig, dass verschiedene Nutzer unterschiedliche Schutzmodelle benötigen, abhängig von ihren Beständen und ihrem Risikoexpositionsgrad.
Für durchschnittliche Anleger bieten spezielle Hardware-Wallets weiterhin zweckgerichteten Schutz durch Offline-Schlüsselspeicherung und unabhängige Transaktionsüberprüfung. Mittlerweile können fortgeschrittene Nutzer, die erhebliche Vermögenswerte verwalten, mehrere Geräte und Sicherheitspraktiken kombinieren, anstatt sich auf eine einzige Lösung zu verlassen.





Schreibe einen Kommentar