Südkorea schlägt Gesetz zur Beschlagnahmung selbstverwahrter Krypto-Wallets vor.
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Südkorea schlägt Gesetz zur Beschlagnahmung selbstverwahrter Krypto-Wallets vor.

Von germanlbn
  • Südkorea strebt rechtliche Befugnis zur Beschlagnahme selbstverwahrter Kryptowährungen durch aktualisierte Strafverfahren an.
  • Vorgeschlagene Durchsuchungsbefehle müssen Wallet-Adressen, Vermögensbeträge, Überweisungen und sichere Verwahrungsvereinbarungen detailliert aufführen.
  • Gerichtsüberwachte gemeinsame Wallets könnten Diebstahlsrisiken verringern und gleichzeitig den Schutz beschlagnahmter Krypto-Vermögenswerte verbessern.

Südkoreanische Steuerbeamte haben Änderungen des Strafrechts des Landes vorgeschlagen, um klare Verfahren für die Beschlagnahme selbstverwahrter Kryptowährungs-Wallets während Ermittlungen festzulegen. Der Vorschlag zielt darauf ab, rechtliche Lücken in Bezug auf digitale Vermögenswerte zu schließen, die direkt über private Schlüssel kontrolliert werden, während gleichzeitig strengere Anforderungen an Durchsuchungsbefehle und gerichtsüberwachte Verwahrungsmaßnahmen eingeführt werden.

Vorschlag zielt auf rechtliche Lücken bei Beschlagnahmen selbstverwahrter Kryptowährungen ab

Beamte des südkoreanischen National Tax Service (NTS) haben Änderungen der Strafprozessordnung gefordert, um die rechtmäßige Beschlagnahme selbstverwahrter digitaler Vermögenswerte zu unterstützen. Der Vorschlag wurde in einem Forschungsbericht dargelegt, der in der Juni-Ausgabe der Criminal Policy Research, einer Zeitschrift des Korea Institute of Criminology and Justice, veröffentlicht wurde.

Der Bericht wurde von vier Beamten verfasst, darunter der Leiter des NTS-Ermittlungsteams, Jang Hee-won. Er argumentiert, dass die bestehenden Strafverfahren für physisches Eigentum konzipiert seien und Blockchain-basierte Vermögenswerte, die über private Schlüssel kontrolliert werden, nicht angemessen berücksichtigen.

Selbstverwahrte Kryptowährungen unterscheiden sich von Vermögenswerten, die auf zentralisierten Börsen gehalten werden, da die Eigentümer die alleinige Kontrolle über ihre Wallets behalten.

Hardware-Wallets und Software-Wallets sind gängige Beispiele. Folglich können Ermittler diese Vermögenswerte nicht einfach über eine Börse einfrieren oder beschlagnahmen.

Die Autoren bezogen sich auf die Entscheidung des südkoreanischen Obersten Gerichtshofs 2025Mo45 vom Dezember 2025, die entschied, dass Behörden rechtmäßig Bitcoin beschlagnahmt hatten, das in Börsen-Wallets gehalten wurde.

Sie stellten jedoch fest, dass das Urteil keine praktischen Verfahren für die Beschlagnahme von Kryptowährungen festlegte, die in persönlichen Wallets aufbewahrt werden.

Laut dem Bericht kann der bloße Besitz eines privaten Schlüssels möglicherweise keine Kontrolle über digitale Vermögenswerte garantieren, da Wallet-Besitzer über doppelte Zugangsdaten verfügen könnten.

Infolgedessen könnten Ermittler Schwierigkeiten haben, zu verhindern, dass Verdächtige Gelder überweisen, bevor die Behörden sie sichern.

Die Forscher argumentierten auch, dass Artikel 120 der Strafprozessordnung keine spezifischen Regeln für Wallet-Adressen, Überweisungsverfahren, Aufbewahrungsmethoden und Verwahrungsvereinbarungen für Blockchain-Vermögenswerte enthält.

Beamte empfehlen gerichtsüberwachte Krypto-Verwahrung

Um diese rechtlichen Lücken zu schließen, empfiehlt der Bericht die Schaffung eigener Bestimmungen, die die Durchführung von Beschlagnahmen selbstverwahrter Kryptowährungen regeln.

Nach dem Vorschlag müssten Durchsuchungsbefehle die Art und Menge der digitalen Vermögenswerte, verifizierte Wallet-Adressen, Zieladressen, Überweisungsmethoden und Verfahren zur Aufbewahrung nach der Überweisung spezifizieren, wenn private Schlüssel unter der Kontrolle eines Verdächtigen bleiben.

Die Forscher schlugen auch vor, beschlagnahmte Vermögenswerte in Wallets zu übertragen, die gemeinsam von Gerichten und Ermittlungsbehörden verwaltet werden, anstatt auf Adressen, die von einer einzelnen Behörde kontrolliert werden. Sie argumentierten, dass dieser Ansatz Risiken von Diebstahl, unbefugtem Zugriff und Missbrauch verringern würde.

Darüber hinaus könnten Gerichte vorübergehende Überweisungen an bestimmte Adressen genehmigen, wenn eine sofortige Überführung in die gemeinsame Verwahrung unpraktisch ist oder Ermittler glauben, dass Verdächtige ihre Vermögenswerte schnell veräußern könnten.

Die Empfehlungen folgen auf breitere Bemühungen der südkoreanischen Behörden, die Verfahren zur Verwahrung digitaler Vermögenswerte zu stärken, nachdem ein Sicherheitsvorfall im Februar einen Wallet-Wiederherstellungssatz in einer offiziellen Regierungsveröffentlichung offengelegt hatte.

Der Verstoß führte zu unbefugten Überweisungen von rund 4,8 Millionen US-Dollar an beschlagnahmter Kryptowährung, was den NTS veranlasste, die Verwahrungspraktiken zu überprüfen und stärkere rechtliche Sicherungen für zukünftige Ermittlungen in Betracht zu ziehen.

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