- Mirae Asset Consulting wird nach Abschluss der behördlichen Genehmigungsverfahren zum Mehrheitsaktionär von Korbit.
- Für Korbit-Nutzer ändert sich nichts, da Einlagen, Dienste und Datenrichtlinien unverändert bleiben.
- Die Übernahme unterstreicht das wachsende institutionelle Interesse am südkoreanischen Krypto-Markt.
Mirae Asset hat die Übernahme der südkoreanischen Krypto-Börse Korbit abgeschlossen und damit einen bedeutenden Schritt einer traditionellen Finanzgruppe in den digitalen Vermögenssektor markiert. Der Deal positioniert Mirae Asset Consulting nach Abschluss der erforderlichen Regulierungsverfahren als größten Aktionär von Korbit.
Mirae Asset erlangt Kontrolle über die Börse Korbit
Laut Ankündigung von Korbit am Donnerstag wurde Mirae Asset Consulting, ein Tochterunternehmen der Mirae Asset Financial Group, offiziell zum Mehrheitsaktionär der Börse. Die Übernahme erfolgte nach Genehmigungsverfahren mit den zuständigen Behörden, wodurch die Finanzgruppe ihre Präsenz im Bereich digitaler Vermögenswerte ausbauen kann.
Korbit bestätigte, dass das Unternehmen nach dem Eigentümerwechsel unverändert bleibt. Daher können Kunden Handelsdienste, Einzahlungen, Abhebungen und Kontofunktionen ohne Unterbrechung weiter nutzen.
Darüber hinaus erklärte Korbit, dass Nutzereinlagen und virtuelle Vermögenswerte gemäß dem südkoreanischen Gesetz zum Schutz virtueller Vermögenswerte getrennt verwaltet werden. Die Börse bestätigte zudem, dass die Richtlinien zur Verarbeitung personenbezogener Daten nach der Übernahme unverändert bleiben.
THE BLOCK: South Korea's Mirae Asset has completed its acquisition of local crypto exchange Korbit.
The operating entity, user deposits, and personal data handling remain unchanged, Korbit said Thursday. pic.twitter.com/CslF15Al46
— The Block (@TheBlockCo) July 23, 2026
Mirae Asset hatte zunächst durch Mirae Asset Consulting einen Mehrheitsanteil von 92,06 % an Korbit erworben. Berichten zufolge wird das Unternehmen seinen Anteil durch einen zusätzlichen Aktienkauf voraussichtlich auf 97,15 % erhöhen.
Die zusätzliche Transaktion würde die kumulierten Investitionen von Mirae Asset in Korbit auf etwa 141,4 Milliarden Won erhöhen. Zuvor hatte die Finanzgruppe rund 133,5 Milliarden Won investiert, um ihre Mehrheitsposition zu sichern.
Die Übernahme ist einer der ersten Fälle, in dem eine große traditionelle südkoreanische Finanzgruppe die Kontrolle über eine inländische Kryptowährungsbörse übernommen hat. Der Schritt unterstreicht das wachsende institutionelle Interesse an blockchain-basierten Finanzdienstleistungen.
Übernahme signalisiert wachsendes Interesse traditioneller Finanzinstitute
Mirae Asset erklärte, dass die Übernahme darauf abzielt, künftige Wachstumschancen auf Basis digitaler Vermögenswerte zu sichern. Das Unternehmen hat Interesse bekundet, traditionelle Finanzdienstleistungen mit aufkommenden Blockchain-Technologien zu verbinden.
Korbit, gegründet als erste Börse für virtuelle Vermögenswerte in Südkorea, gehört weiterhin zu den lizenzierten Kryptowährungs-Handelsplattformen des Landes. Allerdings agiert die Börse in einem wettbewerbsintensiven Markt, der von größeren Plattformen dominiert wird.
Die Übernahme erfolgt, während Südkorea weiterhin klarere Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte entwickelt. Finanzinstitute erkunden zunehmend Krypto-Infrastruktur, Tokenisierung und blockchain-basierte Dienste.
In der Zwischenzeit prüften die Regulierungsbehörden die Transaktion zuvor, um mögliche wettbewerbsrechtliche Bedenken zu bewerten. Die Fair Trade Commission genehmigte den Deal, nachdem festgestellt wurde, dass die Übernahme den Wettbewerb nicht wesentlich einschränken würde.
Der Einstieg von Mirae Asset in den Krypto-Börsensektor könnte andere Finanzgruppen dazu ermutigen, ähnliche Möglichkeiten zu erkunden. Die Entwicklung spiegelt einen breiteren Wandel hin zur Integration digitaler Vermögenswerte in etablierte Finanzsysteme wider.
Im Laufe der Partnerschaft wird erwartet, dass Korbit und Mirae Asset sich auf die Erweiterung digitaler Vermögensdienstleistungen konzentrieren. Die Unternehmen streben an, stärkere Verbindungen zwischen traditionellem Finanzwesen und der wachsenden Blockchain-Wirtschaft aufzubauen.





Schreibe einen Kommentar