- Die SEC erklärt, dass einige Krypto-Vaults je nach ihrer Struktur unter Wertpapiergesetze fallen könnten.
- Das aktive Management von DeFi-Vaults könnte Anlageberater- oder Wertpapierregeln auslösen.
- Peirce lädt die Branche zu Rückmeldungen ein, um künftige Krypto-Regulierungsrahmen mitzugestalten.
SEC-Kommissarin Hester Peirce erklärte, dass einige Krypto-Vaults und On-Chain-Kreditstrategien je nach ihrer Struktur unter die bundesstaatlichen Wertpapiergesetze fallen könnten. Sie betonte, dass die Blockchain-Technologie Finanzprodukte nicht automatisch von bestehenden Vorschriften ausnimmt, und ermutigte Unternehmen, zur Einhaltung der Vorschriften mit der Securities and Exchange Commission (SEC) zusammenzuarbeiten.
SEC beleuchtet regulatorische Risiken für Krypto-Vaults
In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme erklärte SEC-Kommissarin Hester Peirce, oft als „Crypto Mom“ bezeichnet, dass Krypto-Vaults in ihrem Design stark variieren und daher nach den bundesstaatlichen Wertpapiergesetzen eine Einzelfallprüfung erfordern.
Während einige Vaults vollständig über unveränderliche Smart Contracts betrieben werden, verlassen sich andere auf Manager, die Investitions- und Vermögensallokationsentscheidungen treffen.
Sie sagte, dass Vaults, die aktive Entscheidungen über Renditestrategien, Vermögensallokation oder Kreditaktivitäten beinhalten, wertpapierrechtliche Verpflichtungen auslösen könnten. Ebenso könnten Plattformen, die Zinssätze, Beleihungsquoten, unterstützte Vermögenswerte oder Liquidationsschwellen festlegen, einer regulatorischen Überprüfung bedürfen.
SEC Commissioner Hester Peirce: Some Crypto Vaults and Onchain Lending Strategies May Fall Under Securities Laws
SEC Commissioner Hester Peirce said whether crypto vaults and onchain lending strategies fall under federal securities laws depends on their specific structure and… pic.twitter.com/WSFdcra73R
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) July 22, 2026
Laut Peirce könnten diese Managementfunktionen bestimmte Produkte in den Anwendungsbereich der Vorschriften für Investmentgesellschaften oder Anlageberater bringen. Sie fügte hinzu, dass einige On-Chain-Kredite möglicherweise auch Merkmale aufweisen, die nach Bundesrecht üblicherweise mit Wertpapieren verbunden sind.
Die Kommissarin betonte, dass jedes Produkt eine Analyse der konkreten Umstände und Fakten erfordert, anstatt einer pauschalen Einordnung. Daher qualifiziert sich nicht jeder Krypto-Vault oder jede Kreditstrategie automatisch als Wertpapier.
Peirce bekräftigte auch, dass die Verlagerung von Finanzaktivitäten auf Blockchain-Netzwerke nicht von den bestehenden Wertpapieranforderungen befreit. Sie merkte an, dass dasselbe Prinzip zuvor auf tokenisierte Wertpapiere angewendet wurde und nun auf Vaults und Kreditprodukte ausgeweitet wird.
SEC lädt zu Branchenrückmeldungen zu künftigen Regeln ein
Peirce erkannte an, dass Krypto-Vaults und dezentrale Kreditstrategien neue Möglichkeiten für Anleger bieten, die nach blockchain-basierten Einkommensgenerierungen suchen. Sie sagte, dass diese Technologien zu gängigen Portfolio-Management-Tools werden könnten, während die tokenisierten Finanzmärkte weiter expandieren.
Allerdings argumentierte sie, dass Innovation parallel zur Einhaltung der bundesstaatlichen Wertpapiergesetze entwickelt werden sollte, die Anleger schützen und faire Märkte gewährleisten. Sie ermutigte Entwickler und Krypto-Unternehmen, die SEC bei der Gestaltung von Produkten zu konsultieren, die regulatorische Bedenken aufwerfen könnten.
Die Kommissarin lud auch Branchenteilnehmer ein, Rückmeldungen dazu zu geben, ob bestehende Vorschriften weiterentwickelt werden sollten, um Krypto-Vaults und On-Chain-Kredite besser zu berücksichtigen. Sie sagte, der Kongress habe die Wertpapiergesetze mit Flexibilität gestaltet, sodass Regulierungsbehörden sie an den Fortschritt der Finanztechnologien anpassen können.
Peirce fügte hinzu, dass die SEC weiterhin bestrebt sei, ihre gesetzliche Autorität zu respektieren, während sie die Meinungsfreiheit der Entwickler bei regulatorischen Bewertungen schützt. Sie bekräftigte, dass ein offener Dialog zwischen Regulierungsbehörden und der Krypto-Industrie Innovationen unterstützen könne, ohne den Anlegerschutz zu schwächen.
Ihre Ausführungen bieten zusätzliche Orientierung, während die SEC weiterhin klärt, welche digitalen Vermögensaktivitäten in den Anwendungsbereich der bundesstaatlichen Wertpapiergesetze fallen. Während viele Krypto-Aktivitäten außerhalb der Zuständigkeit der Behörde bleiben, signalisierte Peirce, dass aktiv verwaltete Vaults und Kreditprodukte einer genaueren rechtlichen Prüfung bedürfen.




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