Sberbank plant Krypto-Handelsinfrastruktur und digitale Verwahrung bis Dezember 2026 im Rahmen des neuen russischen Gesetzes zu digitalen Vermögenswerten.
Sberbank, Russlands größte Bank, bereitet einen großen Vorstoß in die Kryptowährung vor. Die Bank plant, bis zum 1. Dezember 2026 eine Handelsinfrastruktur und ein digitales Vermögensdepot zu starten.
Erster stellvertretender Vorstandsvorsitzender Alexander Wedjachin bestätigte den Zeitplan gegenüber Interfax.
Die Einführung wird direkt mit Sberbank Online und SberInvestments, den beiden Flaggschiff-Apps der Bank, verbunden sein. Sie folgt auf das neue russische Gesetz zu digitalen Währungen, das die Staatsduma am 21. Juli verabschiedet hat.
Sberbanks neuer Krypto-Infrastrukturplan
Das digitale Depot steht im Mittelpunkt des Plans von Sberbank. Es wird den Besitz von Kryptowährungen der Kunden verfolgen und Transaktionen erfassen, die außerhalb der Haupt-Blockchain stattfinden, wie Interfax berichtete.
Wedjachin beschrieb es als ein System, das auch aktive Wallet-Transfers für Kundenwährungsaufträge abwickelt.
Sberbank beabsichtigt, diese Infrastruktur bis zur Frist am 1. Dezember voll funktionsfähig zu haben. Die Bank betrachtet das Depot als Grundstein, nicht als Endprodukt.
Weitere Komponenten, darunter Lizenzstrukturen für neue Arten von Intermediären, bedürfen noch der regulatorischen Genehmigung.
Wedjachin merkte an, dass die Sber weiterhin bereit sei, mit den Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten. Er wies auf noch nicht abgeschlossene Nebenbestimmungen zu Depotsystemen, Rechnungslegungsrahmen und Intermediärslizenzen hin, die noch in Arbeit seien.
Russia’s Largest Bank Sberbank Plans Crypto Trading Infrastructure
Sberbank, Russia’s largest bank, plans to build cryptocurrency trading infrastructure and launch a digital custody system by Dec. 1 to support regulated crypto trading, custody and settlement. The system will… pic.twitter.com/ZMMCxIfmag
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) July 25, 2026
Russlands Gesetz zu digitalen Währungen bereitet den Weg
Das neue russische Gesetz „Über digitale Währungen und digitale Rechte“ tritt am 1. September in Kraft. Es schafft einen vollständigen regulatorischen Rahmen für Krypto-Aktivitäten im Land.
Das Gesetz deckt alles ab, von Käufen durch Bürger über lizenzierte Intermediäre bis hin zu Börsenhandel und Clearing.
Der öffentliche Handel unter dem Gesetz bleibt auf hochliquide Vermögenswerte beschränkt. Nicht-qualifizierte Anleger haben nach den neuen Regeln eine jährliche Obergrenze von nahezu 3.800 US-Dollar.
Die Anforderungen an lizenzierte Intermediäre sollen voraussichtlich ab Juli 2027 in Kraft treten, was dem Markt eine längere Anpassungszeit gibt.
Dieser gestaffelte Ansatz ermöglicht es Banken wie der Sberbank, jetzt Infrastruktur aufzubauen, während die vollständigen Lizenzierungsregeln später nachziehen. Das Gesetz passierte am 21. Juli seine dritte Lesung und ebnete den Weg für die Umsetzung im Herbst.
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Sberbanks Erfolgsbilanz mit digitalen Vermögenswerten
Sberbank ist im Bereich digitaler Vermögenswerte nicht neu.
Die Bank steht seit 2022 im russischen Register der Betreiber von Informationssystemen. Seitdem spielt sie eine aktive Rolle bei der Entwicklung des Marktes für digitale Finanzanlagen des Landes.
Seit 2025 bietet die Sberbank qualifizierten Anlegern strukturierte Anleihen und digitale Finanzanlagen an, die an Bitcoin und Ethereum gebunden sind. Die Bank führte in diesem Zeitraum auch Kryptowährungskörbe für dieselbe Anlegergruppe ein.
Im Dezember 2025 schloss die Sberbank ein Pilotprojekt für Kryptowährungs-besicherte Kredite ab. Wedjachin sagte, das Pilotprojekt habe hauptsächlich die technische Seite der Behandlung von Kryptowährungen als Kreditsicherheit getestet.
Diese Geschichte gibt der Sberbank eine Arbeitsbasis, während sie auf ihr Ziel für Dezember 2026 zusteuert. Die Erfahrung der Bank mit Bitcoin-verbundenen Produkten und DFA-Angeboten kommt zu einer Zeit, in der Sanktionen den russischen Finanzsektor weiter in Richtung alternativer Krypto-Kanäle drängen.





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