Mantle bietet 30.000 ETH-Unterstützung an, um Aaves faule Kredite nach einem 292-Millionen-Dollar-Exploit, der systemische DeFi-Risiken offenlegte, einzudämmen
Der Stress durch einen großen Exploit wirbelt weiterhin durch die dezentrale Finanzwelt und zwingt Protokolle zu koordinierten Reaktionen. Liquiditätslücken und Risiken durch faule Kredite haben die Kreditmärkte unter Druck gesetzt. Als Reaktion darauf hat ein großes Ethereum-Layer-2-Projekt einen strukturierten Unterstützungsplan vorgelegt.
Mantle schlägt 30.000-ETH-Darlehen an Aave vor, um Exploit-Verluste zu decken
Mantle hat ein Darlehen von bis zu 30.000 ETH an die Aave DAO vorgeschlagen, um Verluste im Zusammenhang mit dem jüngsten Exploit von Kelp DAO zu bewältigen. Der als MIP-34 bezeichnete Vorschlag skizziert eine Kreditfazilität, die darauf abzielt, faule Kredite aufzunehmen, die mit kompromittierten rsETH-Sicherheiten auf Aave V3 verbunden sind.
Details des Vorschlags zeigen, dass die Mantle Treasury die ETH mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten bereitstellen würde. Die Zinskonditionen sollen sich voraussichtlich an den Lido-Staking-Erträgen orientieren, mit einem zusätzlichen Aufschlag von 1%. Eine vorzeitige Rückzahlung bliebe möglich, was Aave Flexibilität bei der Verwaltung der Verbindlichkeiten gibt.
Darüber hinaus erklärte Mantle, dass der Plan ungenutzte Treasury-Mittel in eine renditegenerierende Position verwandeln und gleichzeitig einen wichtigen DeFi-Partner unterstützen würde. Engere Beziehungen zu Aave könnten dazu beitragen, die Präsenz von Aave im Mantle-Netzwerk auszubauen. Im Gegenzug würden die aus dem Darlehen erzielten Zinsen an die Treasury von Mantle zurückfließen, wo sie zur Finanzierung des Ökosystems oder für Token-Programme verwendet werden könnten.
Following this week's rsETH incident involving @KelpDAO and @LayerZero_Core, a proposal has been put forward for Mantle to contribute a loan facility to @aave's coordinated relief effort.
The loan would form part of a wider coordinated framework, structured to minimize…
— Mantle (@Mantle_Official) April 24, 2026
Gleichzeitig bleiben Risikokontrollen ein zentraler Bestandteil der Struktur. Eine Multisig-Wallet würde die Sicherheiten halten, wobei Mantle Erstanspruchsrechte darauf behält. Darüber hinaus würde Aave 5% seiner Einnahmen und mindestens 11 Millionen Dollar in AAVE-Token als Absicherung bereitstellen. Wenn Verpflichtungen nicht erfüllt werden, wird das Darlehen sofort fällig.
Unterstützung für den Plan kam bereits von Bybit, einem großen Unterstützer von Mantle. CEO Ben Zhou verwies auf frühere Momente, in denen die Branche in Krisen zusammengekommen ist. Er fügte hinzu, dass eine ähnliche Zusammenarbeit auch in Stresszeiten wichtig sei.
292-Millionen-Dollar-Kelp-DAO-Exploit eskaliert zu großem Aave-Schuldenrisiko
Das Problem geht auf einen Exploit vom 18. April zurück, der eine von LayerZero betriebene Cross-Chain-Brücke betraf. Angreifer manipulierten Teile des Systems, um ohne Genehmigung etwa 116.500 rsETH-Token im Wert von rund 292 Millionen Dollar zu prägen. Ermittler brachten den Angriff zudem mit Methoden der Lazarus Group in Verbindung, darunter Kompromittierung von Knoten und koordinierte Störungen.
Die Ansteckung breitete sich schnell aus, sobald gestohlene Vermögenswerte in Aave gelangten. Der Angreifer hinterlegte etwa 221 Millionen Dollar in rsETH als Sicherheit und lieh große Mengen ETH-basierter Vermögenswerte. Diese Aktivität setzte Aave erheblichen faulen Krediten aus, als die zugrunde liegenden Sicherheiten ihre Integrität verloren.
Interne Bewertungen von Aave skizzierten zwei mögliche Ergebnisse mit Verlusten zwischen 124 Millionen und 230 Millionen Dollar, abhängig von den Rückgewinnungswegen. Solche Szenarien weckten Bedenken hinsichtlich der Solvenzpuffer innerhalb der Kreditpools und hoben systemische Risiken hervor, die mit protokollübergreifenden Abhängigkeiten verbunden sind.
Unterdessen berichteten Blockchain-Analysten, dass der Angreifer bereits einen großen Teil der gestohlenen ETH in Bitcoin umgewandelt hat, und zwar über THORChain und ähnliche Plattformen. Die Bewegung von Vermögenswerten über Chains hinweg erschwert die Wiederherstellungsbemühungen und verringert die Wahrscheinlichkeit einer Rückforderung der Gelder.





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