Goldman Sachs reicht Antrag für einen Bitcoin-Premium-Income-ETF ein und nutzt Covered Calls für Einkommen. Das müssen Anleger wissen.
Goldman Sachs hat beim U.S. Securities and Exchange Commission einen Registrierungsantrag eingereicht. Dieser Antrag betrifft einen Bitcoin Premium Income ETF.
Der Fonds zielt darauf ab, mindestens 80 % des Nettovermögens in bitcoinbezogene Investitionen zu stecken. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Wende für einen der größten Namen an der Wall Street. Er spiegelt auch das wachsende institutionelle Interesse an Krypto-Engagements mit gemanagtem Risiko wider.
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Goldman Sachs steigt in den Bitcoin-ETF-Markt ein
Der Antrag sieht keine direkten Bitcoin-Käufe vor. Stattdessen erhält der Fonds seine Exposure über Spot-Bitcoin-börsengehandelte Produkte, Bitcoin-ETP-Optionen und verwandte Indizes.
Goldman Sachs plant zudem, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft auf den Cayman Islands zu nutzen. Diese Struktur hilft, regulatorische Beschränkungen bezüglich des direkten Haltens von Rohstoffen zu umgehen.
Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas wies darauf hin, dass der Fonds eine ’40-Act-Struktur nutzt, anders als BlackRocks ’33-Act-Produkt.
Interesting side note: this is a '40 Act filing so it has to use a Cayman Subsidiary to get around regulatory limitations re holding commodities. BlackRock meanwhile has a '33 Act product that is similar. Goldman may sense opp to leap frog them and/or is prob hearing from their… pic.twitter.com/KOoCK5sT6U
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) April 14, 2026
Der zentrale Einkommensmechanismus basiert auf dem Verkauf von Kaufoptionen (Calls) auf Bitcoin-ETPs. Jedes Mal, wenn Goldman eine Option verkauft, erhält der Fonds eine Prämie vom Käufer.
Diese Prämien bilden die primäre Einkommensquelle für Anleger. Dieses Setup funktioniert gut in flachen oder seitwärts verlaufenden Märkten, in denen die Bitcoin-Preisbewegung allein wenig Rendite bietet.
Balchunas beschrieb die Strategie als attraktiv für Kunden, die ein Bitcoin-Engagement mit geringerer Volatilität wünschen, und nannte sie „Boomer Candy“.
Der Kompromiss ist einfach. Wenn Bitcoin über den Ausübungspreis der Option steigt, muss der Fonds zum niedrigeren vereinbarten Preis verkaufen. Anleger verpassen dann einen Teil des Aufwärtspotenzials bei starken Preisanstiegen.
Im Gegenzug erhalten sie regelmäßige Einnahmen aus den Optionsprämien. Die Strategie wandelt die Volatilität von Bitcoin in einen konsistenten Cashflow um.
Morgan Stanley steigt ebenfalls in Spot-Bitcoin-ETFs ein
Wie bereits berichtet von LiveBitcoinNews, hat Morgan Stanley einen ähnlichen Schritt mit einem eigenen Bitcoin-ETF-Antrag unternommen.
Morgan Stanley Investment Management hat den Morgan Stanley Bitcoin Trust offiziell lanciert, der unter dem Ticker MSBT an der NYSE Arca gehandelt wird.
Bloombergs Eric Balchunas bestätigte, dass die NYSE-Notierungsmitteilung einen baldigen Start signalisiert.
Der Fonds startete mit 50.000 Anteilen und sammelte etwa 1 Million US-Dollar zu 20 US-Dollar pro Anteil ein. Das ist ein bescheidener Start. Dennoch positioniert er Morgan Stanley direkt im Spot-Bitcoin-ETF-Markt.
Der Fonds nutzt Coinbase Cold Storage für die Verwahrung und erhebt eine Gebühr von 0,14 %, was BlackRocks vergleichbares Produkt unterbietet.
Bitcoin-Preis reagiert auf die Nachrichten
Bitcoin reagierte positiv auf die institutionellen Aktivitäten.
Laut Preisdaten von CoinGecko notiert Bitcoin bei 74.522,38 US-Dollar mit einem 24-Stunden-Handelsvolumen von über 65 Milliarden US-Dollar zum Redaktionsschluss. Das bedeutet ein Plus von 2,84 % in den letzten 24 Stunden und einen Anstieg von 9,36 % in den letzten sieben Tagen.
Der Token erreichte im gleichen Zeitraum ein Wochenhoch von 75.829,25 US-Dollar. Sein Wochentief lag bei 68.212,48 US-Dollar.
Das Handelsvolumen stieg im Vergleich zum Vortag um 65,50 %, was auf einen deutlichen Anstieg der Marktaktivität hinweist.
Die institutionellen Anträge von Goldman Sachs und Morgan Stanley scheinen das Anlegervertrauen in die Bitcoin-Märkte neu zu beleben.





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