Kryptobranche vor regulatorischer Klarheit in den USA
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Kryptobranche vor regulatorischer Klarheit in den USA

Von germanlbn

Kryptogesetzgebung schreitet voran, während Streitpunkte sich verringern, wobei Stablecoin-Renditen und Aufsicht die finalen Verhandlungen prägen.

In Washington gewinnt die Bewegung an Fahrt, während die Gesetzgeber der Verabschiedung der lang erwarteten Kryptowährungsgesetzgebung näherkommen. Fortschritte in den Verhandlungen haben die großen Meinungsverschiedenheiten, die die Bemühungen einst ins Stocken brachten, verringert. Branchenteilnehmer sehen nun einen klareren Weg zu einer regulatorischen Struktur. Die Aufmerksamkeit hat sich auf eine Handvoll verbleibender Streitpunkte verlagert, die die Entwicklung des Marktes prägen könnten.

Kryptobranche strebt nach Klarheit, während der Kongress auf regulatorischen Rahmen zusteuert

Donald Trumps oberster Krypto-Berater signalisierte wachsendes Vertrauen, dass der Kongress ein umfassendes Digital-Asset-Gesetz verabschieden kann. Bei einer Veranstaltung des Solana Policy Institute in Brooklyn sagte Patrick Witt, frühere Pattsituationen seien weitgehend aufgelöst.

Die Verhandlungen betrafen einst ein Dutzend als unpraktisch und stark umstritten geltender Punkte. In den letzten Monaten haben Gesetzgeber und Beteiligte diese Streitigkeiten eingegrenzt. Witt merkte an, dass mehrere einst als unlösbar angesehene Punkte nun angegangen wurden. Diese Verschiebung spiegelt eine verstärkte Koordination zwischen politischen Entscheidungsträgern, Aufsichtsbehörden und Branchenführern wider.

Der Kongress ist nach einer zweiwöchigen Pause nach Washington zurückgekehrt. Ein wichtiger Senatsausschuss wird voraussichtlich bald eine Anhörung abhalten, um über Änderungen des Gesetzentwurfs abzustimmen. Eine Zustimmung in dieser Phase wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Gesetz.

Die Gesetzgebung zielt darauf ab, die Aufsicht zwischen der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) und der Handelsaufsicht für Terminkontrakte (CFTC) zu definieren, während sie Standards für Börsen und Offenlegungspflichten festlegt.

Die Stablecoin-Politik bleibt einer der am meisten diskutierten Bereiche. Die Gesetzgeber konzentrieren sich darauf, wie mit an Stablecoins gebundenen Belohnungen umgegangen werden sollte. Ein im Juli verabschiedetes Gesetz verbietet es Emittenten, Zinsen direkt an Inhaber zu zahlen. Drittplattformen wie Coinbase können jedoch weiterhin Belohnungen anbieten.

Stablecoin-Rendite-Konflikt unterstreicht Kluft zwischen Digital-Asset-Firmen und Banken

Kryptofirmen argumentieren, dass eine Einschränkung von Belohnungen Innovation verlangsamen und die Wettbewerbsfähigkeit verringern könnte. Bankengruppen warnen, dass die Zulassung renditetragender Stablecoins Einlagen von traditionellen Instituten abziehen könnte. Ein jüngster Wirtschaftsbericht des Weißen Hauses deutete an, dass Stablecoin-Belohnungen nur begrenzte Auswirkungen auf die Kreditvergabebedingungen hätten.

Ökonomen der American Bankers Association widersprachen dieser Schlussfolgerung. Ihre Analyse argumentierte, dass das Hauptrisiko in der raschen Einführung renditezahlender Stablecoins liege. Ihrer Ansicht nach könnte die Einlagenwanderung beschleunigen, wenn solche Produkte schnell skaliert werden.

Ein weiterer wunder Punkt betrifft den Schutz für Softwareentwickler. Strafverfolgungsbehörden haben Bedenken hinsichtlich Bestimmungen geäußert, die ihre Möglichkeit zur Untersuchung illegaler Aktivitäten einschränken könnten. Kryptobefürworter argumentieren, dass zu weit gefasste Regeln die Open-Source-Entwicklung und Innovation entmutigen könnten.

Auch ethische Diskussionen sind in die Debatte eingetreten. Anthony Scaramucci äußerte Bedenken hinsichtlich politischer Persönlichkeiten, die in den Kryptomarkt einsteigen. Er wies auf Memecoin-Starts im Zusammenhang mit dem Präsidenten und seiner Familie als potenzielles Problem für das öffentliche Vertrauen hin.

Trotz dieser verbleibenden Debatten scheint die generelle Richtung der Politik klarer als in den vorangegangenen Monaten. Die Gesetzgeber stehen nun vor weniger strukturellen Meinungsverschiedenheiten, wobei sich der Fokus auf die Feinabstimmung wichtiger Bestimmungen verlagert hat. Marktteilnehmer beobachten die sich abzeichnenden Zeitpläne für Ausschussaktivitäten genau.

Eine Anhörung des Senatsbankenausschusses wird vor Ende des Monats erwartet. Wenn der Gesetzentwurf vorankommt, könnte dies eine der bedeutendsten regulatorischen Entwicklungen für die US-Kryptobranche markieren.

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