Neue SEC-Richtlinien definieren Maklerregeln für DeFi Front-Ends
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Neue SEC-Richtlinien definieren Maklerregeln für DeFi Front-Ends

Von germanlbn

SEC sagt, DeFi-Frontends können Broker-Händler-Registrierung umgehen, wenn strenge Bedingungen erfüllt sind. Hier ist, was Krypto-Betreiber wissen müssen.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat neue Leitlinien zu DeFi-Schnittstellen herausgegeben. Die Abteilung für Handel und Märkte der SEC veröffentlichte eine Erklärung, die klärt, wann Krypto-Handels-Schnittstellen ohne Broker-Händler-Registrierung operieren können.

Darüber hinaus deckt die Erklärung Websites, Browsererweiterungen, Mobile Apps und Schnittstellen für Self-Custody-Wallets ab. Sie fällt unter die breitere Initiative „Project Crypto“ der SEC. Die Leitlinie tritt sofort in Kraft und bleibt ab dem 13. April 2026 fünf Jahre lang gültig.

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Was die SEC-Leitlinie zu DeFi-Brokern tatsächlich besagt

Die SEC zieht eine klare Grenze zwischen passiven Schnittstellen und aktiven Brokern.

Eine „Abgedeckte Benutzeroberfläche“ ist jede Software, die Nutzern hilft, Transaktionen mit Krypto-Wertpapieren über eine Self-Custody-Wallet vorzubereiten. Diese Tools wandeln benutzerdefinierte Parameter in blockchain-lesbare Befehle um.

Die Behörde sagt, dass solche Schnittstellen unter bestimmten Bedingungen die Broker-Händler-Registrierung vermeiden können.

Anbieter dürfen keine Aufträge weiterleiten, keine Anlageberatung anbieten oder Nutzergelder halten. Sie dürfen auch keine spezifischen Transaktionen anbahnen oder Handelsbedingungen aushandeln.

Auch die Gebührenstruktur spielt eine Rolle. Die SEC beschränkt berechtigte Anbieter auf feste, neutrale Gebühren.

Die Gebühren müssen über alle Produkte, Handelsplätze und Gegenparteien hinweg konsistent bleiben. Jede Abweichung von dieser Struktur könnte eine Einstufung als Broker-Händler auslösen.

Offenlegungspflichten bilden ebenfalls einen großen Teil des Rahmens.

Anbieter müssen klar angeben, dass sie nicht bei der SEC registriert sind. Sie müssen auch Gebührenstrukturen, Interessenkonflikte, Cybersicherheits-Richtlinien und die Integration von Handelsplätzen offenlegen.

Wichtige Bedingungen, die DeFi-Betreiber erfüllen müssen

Die SEC legt eine detaillierte Liste von Bedingungen für konforme DeFi-Frontends fest.

Betreiber müssen es Nutzern ermöglichen, Standard-Transaktionsparameter anzupassen. Sie müssen auch Bildungsmaterial bereitstellen, um informierte Entscheidungen zu unterstützen.

Die Regeln für die Anzeige von Ausführungswegen sind ebenfalls spezifisch.

Wenn nur ein Weg angezeigt wird, müssen Nutzer Zugang zu zusätzlichen Optionen haben. Wenn mehrere Wege angezeigt werden, muss die Schnittstelle sie nach objektiven Faktoren wie Preis oder Geschwindigkeit sortieren.

Anbieter dürfen keinen Weg als „besten“ oder „zuverlässigsten“ kennzeichnen.

Die Leitlinie verlangt auch transparente Softwarelogik. Der gesamte Code, der zur Vorbereitung von Handelsanweisungen verwendet wird, muss zuvor offengelegten und unabhängig überprüfbaren Parametern folgen.

Betreiber müssen außerdem Richtlinien zur Bewertung und Prüfung der Handelsplätze, mit denen sie verbunden sind, umsetzen.

Verbundene Handelsplätze erfordern besondere Sorgfalt. Wenn ein Anbieter mit einem Handelsplatz verbunden ist, den er besitzt oder kontrolliert, muss er diese Beziehung klar offenlegen. Der Handelsplatz muss außerdem dieselben Zugangsbedingungen erhalten wie jede nicht verbundene Schnittstelle.

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Was dies für die Zukunft der Krypto-Regulierung bedeutet

Alex Thorn, Leiter der Forschung bei Galaxy Digital, teilte seine Einschätzung zur Leitlinie über X mit.

Er sagte, die SEC habe bewiesen, dass sie die Krypto-Marktstruktur voranbringen kann, ohne auf den Kongress zu warten. Der Schritt signalisiert die Absicht der Behörde, im Rahmen ihrer bestehenden Befugnisse zu handeln.

Thorn merkte auch an, dass die Leitlinie die Bühne für zukünftige Innovationsausnahmen bereitet. Dazu gehören potenzielle Erleichterungen für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren über automatisierte Market Maker und andere dezentrale Apps.

Der SEC-Vorsitzende, Paul Atkins, hat zuvor angedeutet, dass eine solche Ausnahme kommt.

Dennoch wies Thorn auf die Grenzen der Mitarbeiter-Leitlinie hin. Sie ist kein Gesetz. Eine künftige Regierung könnte sie ohne Kongresshandlung rückgängig machen. Das macht Gesetze wie den CLARITY Act für langfristige Rechtssicherheit entscheidend.

Der Kongress ist diese Woche wieder zusammengekommen. Thorn erwartet, dass der Bankenausschuss des Senats innerhalb weniger Tage eine Markup-Sitzung zum CLARITY Act ankündigt. Eine vollständige Markup-Sitzung könnte innerhalb von zwei bis drei Wochen folgen.

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