Südkoreas FIU verhängt 5,2 Mrd. Won Geldstrafe gegen Coinone und setzt Teile des Betriebs aus, weil in 70.000 Fällen AML-Pflichten nicht erfüllt wurden.
Südkoreas Finanznachrichtendienst ist hart gegen die Kryptobörse Coinone vorgegangen.
Die Behörde gab am Montag bekannt, dass sie die Plattform mit einer Geldstrafe von 5,2 Milliarden Won belegen wird, was etwa 3,49 Millionen US-Dollar entspricht. Die Strafe folgt auf eine Vor-Ort-Prüfung, die schwerwiegende Verstöße gegen die Pflichten zur Geldwäschebekämpfung aufgedeckt hat.
Coinone steht außerdem eine dreimonatige teilweise Geschäftsaussetzung bevor. Die FIU operiert unter der Aufsicht der Finanzdienstleistungskommission.
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Coinone wegen KYC-Mängeln und nicht registrierter Börsentransaktionen belangt
Die Prüfung der FIU deckte zwei große Problembereiche auf.
Erstens hat Coinone in etwa 70.000 Fällen die Identität der Kunden nicht überprüft. Das südkoreanische Recht schreibt vor, dass Börsen die Identität der Nutzer über echthaftungsfähige Konten bei lokalen Bankpartnern bestätigen müssen.
Zweitens stellte die Behörde fest, dass Coinone fast 10.000 Transaktionen mit 16 nicht registrierten Auslandsbörsen abgewickelt hat.
Dies verstieß direkt gegen das Gesetz über die Meldung und Nutzung spezifischer Finanzinformationen, allgemein bekannt als Sonderfinanzinformationsgesetz.
Die Verstöße waren gravierend genug, um sowohl finanzielle Sanktionen als auch betriebliche Einschränkungen zu rechtfertigen.
Die Regulierungsbehörden haben zudem eine formelle Verwarnung an Coinone-CEO Cha Myung-hoon ausgesprochen. Die FIU gab Coinone 10 Tage Zeit, um vor der offiziellen Festsetzung der Strafe Stellung zu beziehen.
Was die teilweise Geschäftsaussetzung für Coinone-Nutzer bedeutet
Die Aussetzungsphase dauert vom 29. April bis zum 28. Juli.
Während dieser Zeit können neue Kunden keine Gelder für den Kryptohandel einzahlen oder abheben. Bestehende Kunden können jedoch wie gewohnt auf der Plattform handeln.
Die Beschränkung zielt speziell auf externe Übertragungen von Vermögenswerten für neue Nutzer ab. Dies schränkt Coinones Fähigkeit ein, in diesem Zeitraum neues Kapital anzuwerben. Es handelt sich um eine gezielte Maßnahme und nicht um eine vollständige Abschaltung.
Yonhap berichtete, dass die Entscheidung das Ausmaß und die Art dessen widerspiegelt, was die FIU aufgedeckt hat.
Die Regulierungsbehörden scheinen darauf fokussiert zu sein, Compliance-Lücken einzudämmen, ohne den Betrieb der Börse komplett zu stoppen. Der teilweise Charakter der Aussetzung signalisiert eine abgewogene, aber entschlossene Reaktion.
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Coinone prüft rechtliche Schritte gegen Finanzbehörden
Coinone hat seine Mängel nach der Bekanntgabe eingeräumt.
Die Börse gab an, die Möglichkeit rechtlicher Schritte gegen die Finanzbehörden sorgfältig zu prüfen. Dies wirft die Frage auf, ob die Plattform, ähnlich wie zuvor Dunamu und Bithumb, einen Rechtsstreit anstreben wird.
Laut Edaily hat Coinone keine endgültige Entscheidung über den Rechtsweg bestätigt. Das 10-tägige Zeitfenster zur Stellungnahme gibt der Börse Zeit, ihre Optionen zu erwägen. Beobachter verfolgen aufmerksam, ob eine rechtliche Anfechtung folgen wird.
Dieser Fall erhöht den wachsenden regulatorischen Druck auf Kryptobörsen in Südkorea. Die Behörden verschärfen die Durchsetzung der Geldwäschebekämpfung weiterhin branchenweit.
Coinone reiht sich nun in die Liste der Plattformen ein, die Konsequenzen für Compliance-Verstöße tragen müssen.





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