Britischer Abgeordneter fordert Untersuchung der Financial Conduct Authority zu Nigel Farages Kryptowerbung
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Britischer Abgeordneter fordert Untersuchung der Financial Conduct Authority zu Nigel Farages Kryptowerbung

Von germanlbn

Farages Einsatz für Kryptowährungen steht aufgrund von Interessenkonfliktrisiken, Anlegerschäden und Verbindungen zur politischen Finanzierung unter Beobachtung.

Die politische Prüfung der Kryptowährungsförderung im Vereinigten Königreich verschärft sich, da die Aufsichtsbehörden erneut aufgefordert werden, mögliches Fehlverhalten zu untersuchen. Die Bedenken konzentrieren sich darauf, ob öffentliche Personen Märkte beeinflussen, während sie finanzielle Interessen halten. Gesetzgeber fragen auch, wie sich solche Handlungen auf Privatanleger auswirken könnten. Eine jüngste Beschwerde stellt den Reform-UK-Führer Nigel Farage nun in den Mittelpunkt dieser Debatte.

Farage wird vorgeworfen, bei der Kryptowährungsförderung dem ‚Trump-Playbook‘ zu folgen

Daisy Cooper hat die Financial Conduct Authority formell aufgefordert, Nigel Farage wegen seiner Beteiligung an der Kryptowährungsförderung zu untersuchen. In einem an FCA-CEO Nikhil Rathi gerichteten Brief äußerte Cooper Bedenken hinsichtlich eines Werbevideos, das mit Stack BTC in Verbindung steht.

Das Video behauptete, Farage habe im Namen des Unternehmens einen Bitcoin-Kauf im Wert von 2 Millionen Pfund getätigt. Die Transaktion soll seiner früheren persönlichen Investition von 215.000 Pfund in das Unternehmen gefolgt sein. Cooper argumentierte, der Zeitpunkt werfe Fragen zu möglichen Interessenkonflikten und Marktmanipulationsrisiken auf.

Ihr Brief wies auch auf breitere Bedenken hinsichtlich des Anlegerschutzes hin. Cooper warnte davor, dass Farages öffentliche Aussagen die Beteiligung von Privatanlegern an Kryptomärkten ohne ausreichendes Risikobewusstsein fördern könnten. Sie bat die FCA zu prüfen, ob solche Botschaften zu finanziellen Schäden führen könnten.

Cooper verglich Farages Vorgehen mit dem, was sie als „Trump-Playbook“ beschrieb. Sie bezog sich auf Erkenntnisse zu Donald Trump, dessen kryptobezogene Unternehmungen während seiner zweiten Amtszeit angeblich rund 1,4 Milliarden Dollar einbrachten.

Spende an Reform UK im Zusammenhang mit Tether-Investor löst Forderungen nach Aufsicht aus

Auch die von Farage befürworteten politischen Positionen gerieten unter die Lupe. Cooper verwies auf seine langjährige Unterstützung für den Ausbau der Kryptowährungsnutzung im Vereinigten Königreich. Die Vorschläge umfassen die Schaffung einer nationalen Bitcoin-Reserve und die Ermöglichung von Steuerzahlungen durch digitale Vermögenswerte. Sie argumentierte, dass solche Befürwortung in Verbindung mit finanziellen Engagements die Marktwahrnehmung beeinflussen könnte.

Die Aufmerksamkeit richtete sich auch auf die politische Finanzierung. Reform UK erhielt eine Spende in Höhe von 9 Millionen Pfund von Christopher Harborne, einem bekannten Investor in Tether. Cooper beschrieb den Beitrag als die größte Spende dieser Art in der britischen Politikgeschichte. Sie stellte infrage, ob finanzielle Verbindungen zwischen Spendern und Kryptointeressen politische Positionen beeinflussen könnten.

Weitere Bedenken betreffen Farages frühere öffentliche Kommentare. Cooper zitierte ein Interview aus dem Jahr 2022, in dem er das Wachstumspotenzial von Kryptowährungen diskutierte, ohne kühne Preisprognosen in Frage zu stellen. In dieser Diskussion wurde Bitcoin als langfristig potenziell 1 Million Dollar erreichend beschrieben.

Jüngste Äußerungen setzten einen ähnlichen Ton fort. Farage hat Kryptowährung als „die ultimative Freiheit“ bezeichnet, eine Aussage, von der Cooper glaubt, dass sie die damit verbundenen Risiken herunterspielen könnte. Sie kritisierte auch Kommentare, die Warnungen von Finanzaufsichtsbehörden abzutun schienen.

Cooper forderte die FCA auf, zu prüfen, ob Farages Handlungen einen Versuch der Marktbeeinflussung oder -manipulation darstellen. Ihr Ersuchen umfasst die Untersuchung, ob sein Einfluss uninformierte Investitionsentscheidungen gefördert haben könnte.

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