Circle nach Drift-Hack verklagt, weil es 230 Mio. USDC nicht einfror – Bedenken hinsichtlich Kryptosicherheit, Regulierung und Nutzerschutz weltweit.
Nach einem größeren Krypto-Hack ist eine bedeutende Klage gegen Circle eingereicht worden. Die Klage behauptet, Circle habe den Diebstahl von Geldern nicht verhindert. Diese Mittel stammen aus dem Drift-Protocol-Hack vom 1. April. Dies hat dazu geführt, dass mehr als 100 Investoren vor einem US-Gericht Gerechtigkeit suchen.
Klage behauptet, Circle habe während des Hacks nicht gehandelt
Die Klage wurde von Investor Joshua McCollum bei einem Bezirksgericht in Massachusetts eingereicht. Er arbeitet mit der Anwaltskanzlei Gibbs Mura zusammen. Gemeinsam vertreten sie mehr als 100 betroffene Investoren. Sie behaupten, Circle habe es Hackern ermöglicht, etwa 230 Mio. USDC zu transferieren, ohne Maßnahmen zu ergreifen.
Circle Sued Over $230M Drift Hack, USDC Freeze Failure
Circle faces a class action lawsuit over its failure to freeze funds stolen in the ~$280 million Drift Protocol exploit on April 1; investor Joshua McCollum, representing over 100 investors, filed the case in a Massachusetts… pic.twitter.com/byyyT2OUQ7
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) April 17, 2026
Laut Klageschrift nutzten die Angreifer Circles Cross-Chain Transfer Protocol (CCTP). Sie transferierten Solana zu Ethereum innerhalb weniger Stunden. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum über 100 Transaktionen durchgeführt. Die Anwälte behaupten daher, Circle habe nicht genügend Zeit zum Handeln gehabt.
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Darüber hinaus wirft die Klage Circle Fahrlässigkeit und Beihilfe zu illegalen Handlungen vor. Den Anwälten zufolge entschied sich das Unternehmen dazu, innerhalb von 8 Stunden nichts zu unternehmen. Folglich wurden die gestohlenen Gelder frei zwischen Blockchains transferiert. Dies vergrößerte die Verluste der Investoren, die Opfer des Hacks wurden.
Zusätzlich zitierten die Anwälte einen aktuellen Fall von Circle. In einem anderen Fall hatte Circle nur 9 Tage vor dem Hack 16 Wallets eingefroren. Sie behaupten daher, Circle habe die Befugnis und Erfahrung gehabt, dies zu tun. Die Vorwürfe der Untätigkeit stützen sich auf dieses Beispiel.
Auswirkungen des Drift-Hacks wecken Branchenbedenken
Der Drift-Protocol-Hack ereignete sich am 1. April 2026. Die Verluste an digitalen Assets werden auf zwischen 280 und 285 Mio. US-Dollar geschätzt. Dies führte zu einem deutlichen Wertverfall der Plattform. Ihr gebundenes Vermögen sank innerhalb kurzer Zeit auf weniger als 250 Mio.
Darüber hinaus führte das Cybersicherheitsunternehmen Elliptic den Angriff auf nordkoreanische Hacker zurück. Der Gruppe wird zugeschrieben, einen 6-monatigen Social-Engineering-Plan angewendet zu haben. Dies zeigt, dass der Angriff ausgeklügelt und gut geplant war. Somit rückte er das Thema Kryptosicherheit weltweit in den Fokus.
Unterdessen hat sich Circle in Pressemitteilungen verteidigt. Die Führung des Unternehmens behauptete, man halte sich an eine Politik der Neutralität. Dies impliziert, dass man Gelder nicht ohne gerichtliche Anordnung einfriere. Man behauptet, dass ein Handeln ohne Zustimmung des Gerichts das Vertrauen in Stablecoins beschädigen könnte.
Kritiker haben jedoch Vergleiche zwischen dem Vorgehen von Circle und Tether gezogen. Im selben Vorfall soll Tether eine Rettungsaktion im Wert von 150 Mio. US-Dollar bereitgestellt haben. Diese Diskrepanz hat Kontroversen in der Kryptowelt ausgelöst. Viele Nutzer fragen sich, wie Unternehmen auf Hacks reagieren sollten.
Während Drift seine Wiedereröffnung vorbereitet, könnte es die Nutzung von USDC einstellen. Stattdessen wird es wahrscheinlich zu USDT wechseln, um abzurechnen. Daher könnte dieser Fall zukünftige Entscheidungen von Kryptoplattformen beeinflussen. Er unterstreicht auch die Notwendigkeit verbesserter Sicherheitsmechanismen und transparenterer Regulierung im Online-Finanzwesen.





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