US-Regierung überträgt von Bitfinex-Hack beschlagnahmte Bitcoin im Wert von 606.000 $ an Coinbase: Steht ein Verkauf bevor?
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US-Regierung überträgt von Bitfinex-Hack beschlagnahmte Bitcoin im Wert von 606.000 $ an Coinbase: Steht ein Verkauf bevor?

Von germanlbn

Die US-Regierung transferierte 8,2 BTC, die vom Bitfinex-Hacker Ilya Lichtenstein beschlagnahmt wurden, an Coinbase Prime. Steht als nächstes ein staatlicher Bitcoin-Verkauf an?

Der US Marshals Service hat leise 8,2 Bitcoin an Coinbase Prime überwiesen.

Die Überweisung im Wert von rund 606.000 Dollar löste sofort Fragen in der Krypto-Community aus.

Die Blockchain-Intelligence-Firma Arkham markierte die Transaktion auf X.

Die Bitcoins lassen sich auf Ilya Lichtenstein zurückführen, der im Zusammenhang mit dem prominenten Bitfinex-Hack verurteilt wurde. Ein bestätigter Verkauf ist der Überweisung bisher nicht gefolgt.

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Was Arkhams Warnung tatsächlich über die Bitcoin-Überweisung aussagte

Arkham postete auf X und bezeichnete es als einen potenziellen staatlichen Bitcoin-Verkauf.

Kritiker wiesen jedoch schnell einen Fehler in dieser Darstellung auf. Der eigene Beitrag des Unternehmens endete mit der Frage: „Werden sie verkaufen?“ Dieses eine Wort untergrub seine kühne Eingangsthese erheblich.

Bitcoin an eine Börse zu transferieren, bedeutet nicht automatisch, dass ein Verkauf stattfindet.

Der US Marshals Service arbeitet seit 2024 mit Coinbase zusammen. Coinbase Prime übernimmt sowohl die Verwahrung als auch den Handel für die Regierung.

Blockchain-Tracker bestätigten die an der Überweisung beteiligten Wallets. Die Maßnahme passt in ein Muster routinemäßiger Vermögensverwaltung, nicht in eine plötzliche Veräußerung.

Die US-Regierung hält derzeit über 200.000 BTC in beschlagnahmten Vermögenswerten. Die Bewegung von 8,2 BTC stellt nur einen winzigen Bruchteil davon dar.

Der Bitcoin-Preis reagierte kaum und hielt sich knapp unter 75.000 Dollar. Die Märkte behandelten die Überweisung als normale staatliche Prozedur, nicht als Signal.

Wie soziale Medien die Bitfinex-Bitcoin-Geschichte verstärkten

Der Beitrag verbreitete sich schnell, wobei Accounts ihre eigenen Deutungsebenen hinzufügten.

Der Marktbeobachter Crypto Jargon nannte es auf X koordinierten Verkaufsdruck von Nationalstaaten. Er wies darauf hin, dass auch die Regierung von Bhutan ungefähr zur gleichen Zeit Bitcoin bewegte.

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Diese Darstellung legte nahe, dass zwei Nationen gleichzeitig Angebot in einen nervösen Markt drückten.

Crypto Jargon warnte vor neu entstehenden Verkaufsbarrieren („Sell Walls“) auf Coinbase, während Privatanleger bereits verunsichert waren. Er deutete an, dass Regierungen Bereitschaft signalisierten, auszucashen, anstatt langfristig zu halten.

Er äußerte auch Bedenken bezüglich einer potenziellen Kaskade, wenn mehr staatliches Bitcoin folgen sollte. Der Beitrag stellte es als direkten Gegenpunkt zum Narrativ „Institutionen kaufen“ dar.

Diese Behauptungen, obwohl aufmerksamkeitsstark, entbehrten harter Beweise für koordinierte Aktionen. Keine Daten bestätigten, dass Bhutan und die USA zusammen handelten.

Bitcoin-Preis und Positionierung der Händler nach der Überweisung

Bitcoin blieb während des gesamten Nachrichtenzyklus relativ ruhig.

Laut CoinGecko-Daten handelte BTC zum damaligen Zeitpunkt bei 74.847 Dollar, nur 0,13% niedriger binnen 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Performance zeigte noch einen Gewinn von 3,85%. Der Markt absorbierte die Nachrichten ohne scharfe Reaktion in die eine oder andere Richtung.

Die Daten zur Positionierung der Händler erzählten eine andere Geschichte als die von Angst getriebenen Social-Media-Posts.

Laut Ali Charts neigten die meisten Bitcoin-Händler in jener Woche zu bullischen Positionen. Eine Rally auf 75.300 Dollar löschte 80 Millionen Dollar an Short-Positionen aus, bevor die Nachricht von der Überweisung bekannt wurde. Diese Bewegung räumte Widerstände aus dem Weg und verschob die Stimmung in Richtung Long-Positionen.

Wichtige Liquiditätscluster befanden sich unterhalb des Marktes bei 70.000, 65.000 und 57.000 Dollar. Diese Levels könnten als Ankerpunkte für gehebelte Long-Positionen dienen, falls es zu einem Ausverkauf käme.

Die Händler warteten auf eine Bereinigung, bevor es zu einer anhaltenden Erholungsrally kommen könnte. Die staatliche Überweisung schien diese technischen Setups nicht wesentlich zu verändern.

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